Der Tag an dem der Philosoph mich striff

An einem Tag, es war im Mai,
ich ging auf meinem Weg,
da traf ich, völlig unverhofft,
'nen Typen, der war schräg.

Sein Haar schlohweiß, wie sein Gewand,
die Augen blau, der Blick charmant,
bat er mich drum, mal stehen zu bleiben,
er wolle mir nur kurz was zeigen.

Wie ich nun bin, kam ich ins Stutzen,
fragte mich still nach einem Nutzen,
da hob er an, er würde hoffen,
ich sei für neue Perspektiven offen.

Na gut, sprach ich, dann trau ich mich,
und sah ihm klar ins Angesicht, 
das sich mit Lächeln überzog.
Und schon begann ein Dialog.

Er bot mir an, ein Stück zu schreiten,
Bewegung, sei nicht abzustreiten,
mache den Kopf, Herz, Seele frei.
Okay, sprach ich, ich bin dabei.

Wer bist du, und wenn ja, wieviele?
Gehören Triebe stets zur Liebe?
Was ist der Wille?
Ist er frei?
War erst die Henne, dann das Ei?
Ist die Moral geprägt von Strenge?
Und Freiheit die, die Kette sprenge?

Die Zeit wurde bedeutungslos,
ermüdet fielen wir ins Moos,
schlossen die Augen, schliefen ein.
Es muss ein Traum gewesen sein.

Vielleicht aber auch nicht.
Erkenntnis ist zwar keine Pflicht.
Doch seit dem Tag bin ich erpicht,
den Dingen auf den Grund zu gehen.
Sie vielseitig mir anzusehen.
Gesetztes auch zu revidieren.
Empfehlung auch mal ausprobieren.

Seit jenem Tag in jenem Mai,
da ist viel Zeit vergangen.
Der Philosoph hat mich gelehrt,
nach jedem Tief neu anzufangen.

So ist die Ganzheit nun einmal.
Hoch auf den Berg, hinab ins Tal.
In Freude ganz so wie im Schmerz.
Dem schrägen Typ gehört mein Herz.

(c) ideenlese

Schöne Vergänglichkeit & Reprise

Schöne Vergänglichkeit Ein Weg beginnt mit ‘ner IdeeIhr Keim, er sagt sich munter: geh!So läuft sie los mit großem MutUnd stürzt sich in die …

DichtArt CXXIX – Schöne Vergänglichkeit

🌹

Once there was a rose in summer,
Was so tender and so bright,
Even in the storm of thunder,
She was there and hold you tight.

Gave you all that she could give to,
Lost herself in gentle be,
Spend you calm and lovely moments,
Strong as every oldest tree.

When the summer turned to autumn,
Roses leaves return in earth.
Only hope and deepest love flow,
Bring her back in springs rebirth.

Once there was a rose in summer,
Loveliest you ever knew,
Smell of love you will remember,
Where you’ll stay and where you’ll go.

Don’t foget the one and only,
Rose of life and full of grace,
Still her gift is every morning,
Lovely smile upon your face.

Once there was a rose in summer.

(c) ideenlese

Selfish

Selfish by christine
I don’t see
Your soul anymore

My darling

Cause you sold her
to the selfish fool
in you

I don’t feel
Your love anymore

My darling

Cause you sold her
for a ridiculous
price

I can’t stand the distance
between you and me
Such a mess of diff’rence
hanging over me

Sorry dear
Can’t do it with him

My darling

with this kind
Of stupid selfish fool

Bye my love
Will miss you within

My darling

Like I always did before

But

I don’t see
Your soul anymore

My darling

All I see
is your absent frozen smile

(c) ideenlese 2013/2022

Die Puppe


Die blonde, kühle, wunderschöne,
die leblos,statisch, ohne Töne,
als Vorbild nicht das Wahre war,
gedanklich war sie immer da.

Sei schön, sei still, sei hübsch charmant,
und sei vor allem recht galant,
sollt es um deine Meinung gehen,
so stell dich brav auf deine Zehen.

Vermeide Streit und Wiederstände,
und du wirst sehen, am guten Ende,
haut dich dein großes Herz voll um!
Kein Gleichgewicht?

Tja, Schätzchen, dumm
gelaufen, doch noch nicht zu spät.
Zieh dir die Nadeln aus dem Brain
und du wirst schmerzfrei geradestehen,
zu dir und dem was dich bewegt.

Du darfst, du kann, du hast die Kraft,
die vieles kann und manches schafft.
Die Barbie ist nur Nostalgie.
Was wichtig ist, das ist dein Chi.


(c) ideenlese

Die vergessene Eile

Ich mag die Langsamkeit 
des Seins in ihrem gelassenen Innehalten.
Zeit zum Spüren,
Zeit zum Berühren.

Ich mag die mutige
und erhabene Zuversicht,
den Geist fein säuselnden Humors.

Ich mag den Takt des
langsamen Walzers,
sein Schmiegen und Turteln.

Ich mag diesen Text
und dieses Klavierspiel
von Stefan.

Sie kommen gelegen,
auf den Punkt, wie Balsam
auf den selben,
der ein wenig wund ist,
ein wenig schmerzt.

In dieser Zeit
des Fragens, des Hoffens,
der Befürchtungen.

Wie ein kleines,
sinnliches Wunder,
an dessen Erscheinen
der Glaube verloren ging.

Nur fast.

Danke Stefan.
Wundervoll.
🌺

Heute in der Frühe begrüßte mich in meinem Garten unweit des Kirschbaums eine Weinbergschnecke, die im vom Morgentau benetztem Gras ihren Walzer der …

Die vergessene Eile

Dazwischen – Interpretationen

Dazwischen Hoch gelebt und tief gefallen – alles gegeben, alles genommen; den Himmel erlebt und die Hölle erfahren – viel gewonnen, viel zerronnen; …

DichtArt CXXVII – Dazwischen
between low an high
between earth and sky

between stay and go
between jam and flow

between young and old
between hot and cold

the between in me
for eternity

between now and past
just one soul at last

nothing in between
between you and me

for eternity.

(c) ideenlese 2022

Finally

And finally you realise 
that the whole world
is inside you.
With all its beauty and pain.
With war and peace.

And finally you realise
that everything
is inside you.
The waterfalls and
the deserts,
the fire and the ice.

And at last
you have overcome
jealousy and pride.

And forgiveness grows,
hate and love,
courage and glory
hand in hand
with doubt and trust.

And finally you
let it be
and let it flow
and shine through
your heart,
mind and soul.
Finally.

(c) ideenlese

Little Eros

Ein Phänomen.
Gedanken. Freudiges Gespür.
Von mir zu dir. Von dir zu mir.
Ohne Pause. Lässt mich nicht los.

Zuviel der Wonne.
Wo führt das hin? Egal. Macht Sinn.
Die Blume stirbt. Der Samen nicht.
So jedenfalls der Dichter spricht.
Recht hat er.

Ein Wort dafür. Wofür?
Keinen Schimmer. Ich denke an dich.
Mit Freude. Fast immer.

(c) ideenlese

Spür die Kür


Hin und wieder muss ich alles auf den Kopf stellen.
Hin und wieder ist jetzt. Ich räume alle Bücher aus dem Regal, baue schwankende Türme aus bedrucktem Papier und verteile sie im Raum. Tausenden von Fakten, Daten, Normen und Geschichten droht der Absturz ins Chaos.

Es muss erst schlimmer werden, bevor es besser werden kann. Stimmt das? Warum muss es erst schlimmer werden? Warum kann es nicht gut sein, besser werden, sich entwickeln, zum Besten, zur Meisterschaft?

Was würde dabei herauskommen, wenn sich aus dem Sammelsurium der einstürzenden Büchertürme neue Konstellationen ergäben?

Was, wenn sich das dicke Buch der Hundepsychologie in das grazile Notenheft des Weihnachtsoratoriums verliebt oder die schwerfällige englische Grammatik sich magisch vom gleichgesinnten Steuerrecht, neueste Ausgabe, angezogen fühlte und im Überschwank der Begierden nicht mitbekäme, dass auch Das große Gartenbuch mit Sonderteil Rosenzüchtung ein Auge auf die Unberührtheit steuerlicher Normen schmeißt?

Was, wenn das Strafrechtsbuch in einer plötzlichen Erleuchtung erkennt, dass es ohne die Erotik für Dummies nicht mehr leben kann?

Das Chaos tobt im ersten Stock und hätte schon längst in irgendeine Ordnung zurückgefunden, wenn nicht im selben Raum, an der Wand gegenüber, gleich neben dem Fenster, das Klavier seinen Platz gefunden hätte. Das Instrument verführt mich. Immer. Wenn ich groß bin, werde ich Jazzpianistin. 

Anstatt aufzuräumen spiele ich schräge Akkorde und noch schrägere Melodien. Dissonante Verzögerungen, Verhinderer der Ordnung, die dieser Raum dringend braucht. Oder? Es ist der Raum, den ich brauche, um die Zeit, die ich für mich brauche, darin verbringen zu können. Es ist mein Raum.

Mit einer leeren Wand, vor deren weißer Kulisse nichts stattfindet als die tägliche Meditation. Ich brauche die Wand im Rücken und deshalb muss das Bücherregal verschwinden.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, raunt etwas, während ich versuche, meine Jazzkarriere mit einem Crescendo voranzutreiben. Meine Nackenmuskeln verspannen sich. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, keckert es weiter.
Bullshit, sage ich laut. Lernen geht immer, bis ins hohe Alter. Schon mal was von neuronaler Plastizität gehört?

Ich lasse meinen Kopf Richtung Brust sinken, legen ihn leicht erst auf die linke, dann auf die rechte Seite, kreise die Schultern und schüttele mich wie ein Hund, der in einen Platzregen geraten ist.

Was, wenn sich Arbeit mit Vergnügen mischt? Wenn sie gemeinsame Sachen mache, unter eine Decke schlüpfen, nackt den Schlafsack am Lagerfeuer teilen?

So, wie es die Bücher der einstürzenden Türme gleich tun werden, weil sich die Hündin schnüffelnd zwischen die Büchertürme zwängt und ihre Rute aufgeregt in den Turbo schaltet.

Was, wenn ich das Gießkannenprinzip alter Glaubenssätze nicht anerkenne oder mich ihm sanft entwinde, entschwebe und im Gehen mit Blick über die Schulter sage, sorry, mit uns beiden, das passt nicht, versuch es ab jetzt bei jemand anderem, bitte, und Danke für Nichts.

Ich falte aus der flauschigen Kuscheldecke eine bequeme Unterlage und schiebe mir das Meditationsbänkchen unter den Hintern, schließe die Augen und atme. Ein und aus.

Spür die Kür, kommt aus dem Nichts. Spür die Kür! Und ich lächle, und mit dem Lächeln kommt die Erinnerung. Daran, dass da mehr ist zwischen Himmel und Erde. Mehr als das, was wir hier sehen und anfassen können. Dass wir mehr sind, als die materialisierte Schlacke, als die wir uns durch die Welt schieben.

Spür die Kür. Deine Kür. Da, wo du dich zutiefst berührt und bewegt fühlst, da geht es lang. Jetzt. Ohne Wenn und Aber.


Schönes Wochenende und bis bald.



Freistil

Das Dann und Wann keimt,
schlägt zarte Wurzeln im Entweder Oder,
blüht auf im A und O.
Das Scheitern schreitet voran
im Alles oder Nichts.

Sowohl Worte für eine Weile blühen,
in einer Farbe, ihren Duft verströmen,
so ruft das Als auch hinaus,
über den Tellerrand der Buchstabensuppe.

Comme ci, comme ça.

Wagnis des B und Folgende,
denn das A ist längst gesagt.
Freistil der Entscheidung.

(c) ideenlese

Ohne Wenn und Aber

Wenn ich eine Staatsfrau wäre,
läge alles im Bestreben,
dass in meinem kleinen Staat,
jeder was zu essen hat.
Ferner jeder, der denn kann,
ganz egal, ob Frau ob Mann,
einen Sinn in Arbeit fände
und nicht sein Talent verschwende.

Wenn ich eine Staatsfrau wäre,
würd ich wollen, echt, ich schwöre,
dass es allen gut ergänge,
mit viel Freiheit, ohne Zwänge,
wohnen und gut leben könnte,
von der Wiege bis zur Rente.

Wenn ich eine Staatsfrau wäre,
wär‘s mir dann nicht eine Ehre,
Wohl zu schaffen statt Kriegsheere?
Gutes Klima, Transparenz, anstatt
Machtimpertinenz?
Müsste ich nicht dafür sorgen,
mir nicht zu viel Geld zu borgen?
Worte meinen, die ich sage,
Ohren auf für Weh und Klage?

Wenn ich eine Staatsfrau wär,
fiel auch mir es sicher schwer,
meine Eitelkeit zu zügeln
und Verführung auszubügeln.
Dienen anstatt Egotrip,
hielte mein Charakter mit?

Könnte ich ne Staatsfrau sein?
Meine Antwort lautet nein.
Denn ich wäre dem System
sicherlich zu unbequem
und zu nett auch obendrein.

Aber wer kann Staatsfrau sein?
Meinetwegen auch Staatsmann,
der nen Staat nice handeln kann
und dabei niemals vergisst,
dass er selbst ein Mensch nur ist.

(c) ideenlese

Mundus ergo sum

Den Besen schwing ich,
früh am Morgen,
und fege, gründlich,
alle Sorgen,
zusammen auf ein’ Haufen.

Sodann schau ich
den Dreck mir an,
mich nicht vor ihm
verstecken kann.

Da sehe ich den
ganzen Schmutz,
der mir stets dient,
als Putz und Schutz.

Im Fegen liegt
ein Zauber.
Danach fühl ich mich
sauber,
verschwunden blinder Fleck.
Und Morgen?
Neuer Dreck.

(c) ideenlese

Nimm mich

Schicksal, ach Schicksal, übernimm du das Steuer, irgendwie ist mir mein Leben zu teuer, die Schläge, die du mir zuweilen verpasst, ganz ehrlich, du Schicksal, hast ganz schön geprasst. 

Nun denn, meine Liebe, mal Butter bei Fische, es ist ziemlich selten, dass ich mich einmische, auch bin ich nicht von der schlagenden Zunft, dagegen ne Freundin von klarer Vernunft.

Nimmst du mich, nehm ich dich sehr gern an die Hand, geh mit dir durch die Steppe, über Wiesen, an den Strand. Schick dir Leute vorbei, die Freunde du nennst und sorge dafür, dass du lebst und nicht pennst.

Wir wissen nicht, ob wir Naturgesetz sind, manchmal sind wir sehend, ein andermal blind, dann führen wir selbst uns geschickt hinters Licht.
Und nennen es Schicksal, doch ist es das nicht.

Was Ursache und was die Wirkung ist, ob Anfang gleichzeitig schon Ende bemisst, es ist immer dein Leben, das dich tritt, das dich küsst und in dem du auch ein Entscheider bist.

Nimm mich, ach nimm mich, mein Leben, mein Sein, und ich nehme dich im Schmerz und im Freuen.

(c) ideenlese

Feuchtwiesen


Tabus verlieren im Humor und in der Liebe an Bedeutung. Freiheit, die ich meine. Tabus verlieren auch im Krieg ihren Status, was als Anmerkung reichen muss, reichen soll.

Ich habe Angst, klar, wer kann sich davon freisprechen?

Dass die Vögel des Kummers um deinen Kopf herumfliegen kannst du nicht ändern; aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern, steht in meinem Poesiealbum, datiert 1972. Es braucht fünfzig Jahre, um erwachsen zu werden, und mehr, um zu begreifen, jedenfalls ein wenig.

Was kann ich wirklich verhindern und was wirklich bewegen?

In Phasen der Dürre sind es Menschen, die lieben und das Erinnern und intuitive Erkennen darüber freilegen, dass es das Fließen ist, was uns alle lebendig sein lässt mit allem was gerade ist.

Menschen, die lieben, leben und leben lassen, die auch sterben lassen, gehen lassen können, die schwach sind und stark aus ihren Verletzungen erwachsen und deshalb immer offener und bewusster werden.


Menschen, die für sich geradestehen, auch wenn gerade der Boden unter ihren Füßen bebt und das Herz flattert.

Wie nutzen wir die Inspiration, die auf den imaginären Feuchtwiesen in uns Blüten treibt?
Welche gemeinsame Sache nehmen wir ins Visier? Und was könnte nicht alles dabei herauskommen?

Fragen sind wie Küsse (ebd. Carmen Kindl-Beilfuß).
Es kann gar nicht lange genug geküsst und gar nicht zu wenig gefragt werden. Finde ich. Und gelacht natürlich auch – gerade jetzt, gerade hier, und vor allem heute!

(c) ideenlese 2014, überarbeitete Version 2022

Fügung

Was du nicht willst,
das man dir tu,
das fügst du leider jenen zu,
die dich von Herzen gerne haben
und die den Krug
zum Brunnen tragen,
bis Ersterer schlussendlich bricht,
und Zweiter ausgetrocknet ist.

Wer viel zu viel gegeben hat,
der kann dann nur noch nehmen.
Und braucht zum Heilen seiner Seele,
ein unersättlich Geben,
der dreht sich nur noch um sich selber,
da lachen doch die Kälber.

Absurdes Menscheln,
blinde Flecken,
die Liebe sehnt sich nach Verstecken,
vor all dem Schaumgeschlage,
und stellt sich still die Frage,
muss ich jetzt echt verrecken?

Und als sie schon im Siechen liegt,
hört sie von weither dieses Lied,
es kriecht zu ihr ins kühle Moos,
hörst du es auch?
Es heißt The Rose.


(c) ideenlese



Liebestaumel

Benommen vom Taumel der Faszination 
des Erkennens, dass die absolute Wahrheit
jenseits aller Worte und Bilder verborgen
liegt.

Wie ein mildes Lächeln erst, im Schlaf,
das auf den Kuss des Erwachens vertraut
und im Gewandt reiner Liebe
anhebt, zu einem Lachen.

Von dort hinein in den Taumel der Freude,
berauscht von der klaren Sicht jenseits aller Worte und Bilder.

(c) ideenlese 2021





Somnolenz

Dauer dämmernden Gewusels,
Zwischen Welten, Traumes Fusel,
Zeit wie Zuckerwattes Fäden,
die den lockend Geist verkleben.

Ruhe, Aus, bis Weiteres,
Treiben lassen, ohne Stress,
Mittel die durch Venen rauschen,
Somnolenz mit Schmerz zu tauschen.

Weltgeschehen Randnotizen,
Menschenbilder wie Novizen,
Leistung bringen, Perfektion?
Funktionieren? Bau nen Klon.

Seele schmunzelt, Rosenrotes,
Blühend leben, das was tot ist,
Rest in Peace und sei bedankt,
Lass den Spaß jetzt aus dem Schrank!

(c) ideenlese 2022


Woman

 If you want me 
to recognize you
as a man,
act like one.

if you want me
to be your wife,
don't treat me
like a mother.

Without a doubt
I am strong.

But can I reveal
my weakness
to a seven-year-old?

Can I give
my devotion
to a boy?

I'm not the saint
for you,
not the mother
and not the hooker.

I am a woman.

If you don't see that,
you're not my man.

A man
who shows me
his weakness,

a man
who knows
how to take,

a man
just an honest man
who loves
deeply and tenderly.

Me,
the woman
who promised herself
to love.

(c) ideenlese 2022

Tragbar

Trag mir nichts nach
und auch nicht vor.
Schenk mir ganz einfach
nur dein Ohr.

Und wenn‘s dir nicht
zu viel erscheint,
auch Herz, Verstand
und Lebenszeit.

Lass uns vom Staunen
oft berühren
und gegenseitig
uns verführen.

Zu freiem Geist
tiefem Vertrauen
zu Toleranz und
offenem Schauen.

Dann trägt uns Liebe,
Freundschaft plus,
dann trägt uns Wille
und nicht Muss.

(c) ideenlese 2022

Aus der Schwere

So wie ein Schiff auf schwerer See,
das leichte Segel hisst,
und schwerer Mut mit leichtem
Wein sich durchaus lindern lässt.

So wie des Körpers schwere Last
viel leichter wird durch Fasten
und Leichtsinn tiefem Denkvorgang
behilflich ist beim Rasten,

So ist, was manchmal schwer erscheint,
aus andrer Perspektive,
als wenn man nach nem langen Weg
auf leichten Federn schliefe.

Die Kraft der Schwere hält uns
fest und sicher auf dem Boden.
Und manchmal sind wir schwerelos,
im Traum wird gern geflogen.

(c) ideenlese 2022

Ein Titel, zwei Gedichte.
« Aus der Schwere »
Che Chidi Chukwumerije

Gehen lassen


Es ist der Liebe Freiheit nur,
die lebt in meinem Streben,
und diese leitet mich fortan,
in Ruhe durch das Leben.

So lass ich dich nun gehen,
und eine Weile treiben,
im Strom echten Erkennens,
still bin ich, köstlich Schweigen.

Und morgens geht die Sonne auf
und abends wieder unter,
ein Glück, wenn unsere Zwischenzeit,
lebendig ist und munter.

Zum Ende, was kein Ende ist,
lass es mich deutlich sagen,
die echte Liebe werde ich
mein Lebtag in mir tragen.

(c) ideenlese