Allgemein, Leben & Liebe, Poesie, Spaß

Ungereimte Klarstellung


Wenn du mich interessierst,
dann stelle ich dir Fragen,
die sich trauen, was wagen.
Dann hör ich, was du sagst und wie,
dann schenke ich dir Zeit
von meiner, ein wie Wein,
nicht zu wenig, nicht zu viel,
aber rein muss er sein.

Wenn du mich interessierst,
dann schmücke ich
mit wohlbedachten Worten,
ungestüm,
unbedarft,
den Raum des Wesentlichen,
aus, wo Masken keine sind,
das alte Spiel von Mann und Frau
verstaubt und längst verblichen,
ein Bild von damals nur.

Wenn du mich interessierst
dann liegt mir was an dir,
auch wenn ich selbst nicht
weiß warum,
und auch nicht recht wofür,
dann füllst du weder Lücken,
bist kein Mittel gegen Frust.
Dann bist du hier und ich bei dir,
aus Freude und aus Lust.

Dann hüllt dein Schweigen
meines ein und meine Worte
deine.
Verstand und Herz
sind überein.
Das ist kein Scherz
ich meine das
so wie gesagt.
Wenn du mich interessierst,
dann wird auch was gewagt,
die Formen frei von Normereien,
schließen ein,
Gleiches und das was uns trennt.

Wenn du mich interessierst,
dann ist das anders, mehr, als
ein Projekt, ein Buch, ein Film.
Dann mausert sich da was,
wächst, gedeiht, zu dem,
was es ist, längst war oder ich
hab verpennt,
dass Freundschaft nicht mehr
existiert.
Dann hab ich immerhin probiert,
mich dir zu offenbaren.

Wenn du mich interessierst,
dann du, keine Beliebigkeiten,
das ist kein Trick, kein Spiel,
nicht jetzt,
auch nicht in Zeiten,
die uns verstören mögen,
müssen.
Wenn du mich interessierst,
mein Freund,
will ich auch von dir hören.

Und wenn nicht?
Dann nicht.
Dann interessiere ich mich wohl,
doch du vermutlich nicht.

©ideenlese

Standard
Allgemein, Humor, Leben & Liebe, Lernen

Die Wut

Heute, gleich nachdem es geschah,
war ich ihr ganz nah.
Ihr heißer Atem zischte mich an,
fauchte,
Funken stoben,
glühend,
von ganz unten
bis ganz oben.
Und zurück.

Fast hätte sie es geschafft,
zu inkarnieren,
in Worte, lauthals, grob, ohne Sinn
formulieren,
was Emotionen diktieren,
Zensur,
kauert, in einer Ecke
im dunklen Flur.

Es ist wie es ist,
dauert, bedauert
leckt wild die alten Wunden,
zerreißt sich in Fetzen
bis sie sich vollständig entladen
hat.
Ausgepowert,
dem Gipfel ganz nah,
ausgerutscht.
Flutsch!

Auf dem M,
einem schnöden,
beliebigen
M,
das sie dreht und wendet,
auf die Füße stellt,
Bodenhaftung,
aufrechter Weitblick
Tiefblick,
ins Herz, ins Wesenliche.

Transformation.
Aus Wut wird Mut.

©ideenlese



Standard
Allgemein

Sommergewitter


Satte, schwere Tropfen,
prasseln in die feuchte Schwüle,
machen das Grün strotzend, lechzend, ächzend,
nach Kräften und Säften.

Knospen springen auf, ungebremst, ungestüm.
Süßes Verlangen, Lust auf das, was es ist,
frei von Raum, Zeit und Kalkül,
blitzt es, kracht es in die Nacht.
Sommergewitter ohne Hab acht,
die ganze Nacht.

Oh what a night,
One moment in time.
The first cut is the deepest?

The sweetest.

©ideenlese

Sie haben Fragen oder möchten mir eine Privatnachricht schicken?
Senden Sie mir diese gern an: post@ideenlese.de




Standard
For Future, Humor, Intuition, Leben & Liebe, Poesie

Audi

Du möchtest lieber hören?
Träumer, du weißt, du bist ein Träumer.
Und dann ist er weg, dein Traum,
hat sich vom Acker gemacht,
war eben nur ein Traum,
für dich,
Träumer, du weißt du bist ein Träumer

Aber, wie abgefahren,
alles, was du brauchst, ist in dir,
Träumer, du dummer kleiner Träumer.
Du hast es nicht verdient?
Sag sowas nicht.
Darum geht es gar nicht.

Alles was du brauchst ist in dir.
Alles was du brauchst ist Liebe,
Liebe ist alles, was du bauchst.

Du kannst alles sehen, was du willst.
Du kannst etwas tun und alles,
Du kannst alles sein,
Freu dich.

Und alles was du braucht
Ist Liebe.
Liebe ist alles
was du brauchst.

Träumer, du weißt, du bist ein Träumer.
Mach was aus deinem Leben.
Lade dir Menschen ein, Dinge, Situationen.
Feel blessed.

Stell dir vor,
Menschen, auch du, leben im Heute,
im Hier und Jetzt.
Nichts trennt.
Stell dir vor, da ist nichts wofür es sich zu
töten
oder zu sterben lohnt.

Imagine, da ist keine feindselige Religion.
Stelle dir vor, da sind echte, wahre Wurzeln,
tief verankert,
in dir.

Imagine, stell dir vor,
alles ist in dir
Alles was du brauchst,
ist Liebe.
Leben in dir, Frieden in dir.
Laudate Dominum.

©ideenlese

Inspirationsquelle: Imagine, John Lennon/ Dreamer, Supertramp/ All you need is love, Beatles/Laudate Dominum, Mozart.
Last not least: Ergebnis meines morgendlichen Zazen.

Sie haben Fragen oder Kommentare zu meinem Blog oder meinen Büchern?
Senden Sie mir diese gern an: post@ideenlese.de

Standard
Spaß

Emma im Dilemma

Hier auch zum Hören

Sie sorgt sich ständig, hält sich gerade,
bemüht um Aussehen und die Waage,
isst stets gesund und nicht zu viel,
Geschirr das spült sie nur mit Pril,
weil das schon ihre Oma machte
und später dann auch Mama sachte,
willst du viel spül mit Pril.

Sie weiß nicht, was sie wirklich will,
auch nicht ob wenig oder viel,
wichtig ist, das ist klar,
wie steh ich vor den andern da.

Korrekt, adrett und stets am Grinsen,
statt zu viel Fleisch jetzt lieber Linsen,
Klamotten sind genug im Schrank
und Alkohol, ach nee, macht krank,
genau wie Schokobons und Chips,
da guck ich lieber Instaclips,
weil die mich wunderbar beschränken
in meinem Fühlen und auch Denken.

Perfekt, denkt Emma, ist mein Leben,
in dem mein Sein und einzig Streben
sich so geschmeidig, leicht und glatt,
dem Mainstream angeglichen hat.
Wie einfach kann doch Leben fließen,
wenn wir die Langeweile gießen.
Das war und ist und bleibt auch so,
du fragst warum? Frag doch dein Klo.

Das Klo hab‘ ich noch nie gefragt,
was es zu dem und jenem sagt,
und Emma denkt sich, prima Ding,
wer weiß, was ich dem Klo abring‘,
wer weiß in welche schräge Lage
ich mich demnächst tatsächlich wage,
lässt also ihre Hose runter,
nicht ahnend dass sich Rufus munter,
bereit macht für den ersten Ton.

Mit seinem riesen Kontrabass
macht Rufus sich den großen Spaß,
die Contenance und Etikette,
die  Emma sonst auf der Toilette,
dezent und jederzeit verhalten,
zu zelebrieren angehalten,
mal eben kurz zu unterbrechen,
denn er muss mit Emma sprechen.

Oh Nein, wie peinlich, welche Not,
ich wünschte wirklich ich wär tot,
wie kann es sein, dass mir entfliehen,
derartig tiefe Symphonien,
das ist nicht meins, das bin nicht ich,
das ist das Dunkel, nicht das Licht.
Es kann nicht sein, was nicht sein darf,
Emma, hey Emma, sei kein Schaf,
hört Emma aus den Rohren röhren,
meint erst, sie würde sich verhören.

Doch nein, vernimmt sie laut und klar,
die Stimme, die da gerade war,
sich neuerlich erhebt zum Ruf,
hey Emma, auf geht’s, komm in Huf.
Ich bin es, dein schlechter Ruf,
den ich galant dir präsentiere,
dass er dich nicht gleich echauffiere.

Ermattet und ein Stück benommen,
man könnte sagen voll beklommen,
wird Emma windeseilig klar,
dass sie nicht ganz alleine war
auf dem so stillen ruhigen Ort,
schon hört sie wieder,
auf ein Wort,
von unten her sie bittend drängen,
wie Klotz am Bein an ihr nun hängen,
den schlechten Ruf,
der unerhört auf ihre neue Freundschaft schwört.

Flucht ist das Mittel erster Wahl,
entkommen, jetzt sofort, der Qual,
die dieser Ruf mir auferlegt,
meine Güte ist das schräg,
wird man aus Tiefen der Kulturen,
gerufen auf ganz neue Spuren,
die man zu finden sich nicht traut,
denn dann wär der Ruf versaut.

In vollem Tempo legt sodann,
Emma sich die Hose an,
kerzengerade, leichenblass
lässt sie sich das feuchte Nass
über ihre Hände laufen.

Emma, komm, lass einen saufen,
das macht Spaß entspannt das Leben,
lass uns einen Kleinen heben!
Rufus wie er leibt und lebt,
hinter ihr am Spiegel steht,
blaue Augen Lockenhaar,
durchtrainiert und wunderbar
sun getanned im bunten Hemde,
lädt er Emma ein zur Wende,
die ihr Leben ab dem Tage,
fernab jeder blöden Frage,
nach dem Ruf ob schlecht ob gut,
einfach nur das Eine tut,

Leben ganz ohne Dilemma und mit Rufus, 
dann und wann,
Sie als Frau und er als Mann.

©ideenlese


Fragen & Antworten
post@ideenlese.de

Standard