Dazwischen – Interpretationen

Dazwischen Hoch gelebt und tief gefallen – alles gegeben, alles genommen; den Himmel erlebt und die Hölle erfahren – viel gewonnen, viel zerronnen; …

DichtArt CXXVII – Dazwischen
between low an high
between earth and sky

between stay and go
between jam and flow

between young and old
between hot and cold

the between in me
for eternity

between now and past
just one soul at last

nothing in between
between you and me

for eternity.

(c) ideenlese 2022

Bei aller Liebe



Liebe ist langweilig.

Dieser Satz brachte mir in den 2010er Jahren einen Minishitstorm aus Kreisen spirituell überzeugter Menschen ein. Liebe und Spiritualität. An welcher Stelle des Rankings besprochener Themen stehen sie aktuell? Ich weiß es nicht. Vielleicht sind sie tatsächlich Langeweiler verglichen mit Themen und Entwicklungen, die uns allen seit geraumer Zeit in ausgeklügelter Einseitigkeit geboten werden.

Liebe ist Bindungsenergie.
Ein weiterer Satz aus naher Vergangenheit, der ein stilles Häh in mir auslöst. Und was ein Häh bei mir initiiert, macht mich neugierig, und ich beginne zu graben und freizulegen und gehe mit Schippchen und Eimerchen auf Exkursion.

Mit Liebe kenne ich mich aus. Oder? Kenne ich die Liebe? Ich liebe, also bin?  Bin ich eine Liebende?
Geht so.
Liebe ist individuell. Und sie ist eine Illusion. Wie individuell ist die Liebe? Ist Liebe eine Illusion? Liebe hat viele Facetten. Welche Facetten hat die Liebe? Die Liebe. Welche?

Je weiter ich in diesem Erdenleben fortschreite, desto weniger bin ich an Wissen interessiert, das institutionellen Quellen entspringt. Je älter ich werde, und wie wir alle werde ich ununterbrochen und ständig älter, desto mehr kommt die Wahrheit der Intuition ins Spiel. Ins Spiel des Lebens und ins Spiel der Liebe.

Ich stelle zunehmend Moral und all ihre Normen und Regeln in Frage.
Und dabei spüre ich eine innere Diskrepanz, was nicht überrascht, denn wir alle lernen lebenslang und bewegen uns in kulturell gewachsenen Normen, Regeln und Mustern. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Das ist vollkommen in Ordnung. Aber es ist nur die eine Seite der Medaille. Es gibt eine andere. Eine, die alles umfasst.

Und alles heißt, wir müssen und sollen als lernende Wesen auch unser Denken in einen sich entwickelnden und ausdehnenden Prozess integrieren, uns offenhalten, auch für Neues und erstmal Ungewohntes, Unbequemes. Okay. Einen Scheiß müssen wir. Worte in ihrem begrenzten Potenzial.

Nur weil wir etwas gewohnt sind, weil Dinge schon immer so waren, heißt das nicht, dass es sinnvoll ist, sie so zu belassen. Das gilt für alles! Was kann alles dabei herauskommen, wenn wir ohne Tabus und moralische Einschränkungen denken?

Hinterfragen Sie! Hinterfragen Sie alles; und hinterfragen Sie vor allen Experten, Wissenschaft und betitelte Koryphäen und ergänzen Sie um Ihre eigenen Denkergebnisse. Die Intuition muss in allem zu Wort kommen.

Ein Satz, den mir mein Lieblingsprofessor mit auf den Weg gegeben hat.
Übrigens war er im hohen Rat der Wissenschaft immer ein Außenseiter, einer, der hinterfragte, Systeme in Frage stellte. Ein großartiger Lehrer und Pädagoge.

Liebe, die ebenbürtig im Verbund mit einem vernünftigen Verstand steht, der sich bemüht, flexibel und offen zu werden, zu sein und zu bleiben und erstmal mit Schippchen und Eimerchen auf eine Exkursion geht:

Bei aller Liebe, das könnte gut werden!

Woman

 If you want me 
to recognize you
as a man,
act like one.

if you want me
to be your wife,
don't treat me
like a mother.

Without a doubt
I am strong.

But can I reveal
my weakness
to a seven-year-old?

Can I give
my devotion
to a boy?

I'm not the saint
for you,
not the mother
and not the hooker.

I am a woman.

If you don't see that,
you're not my man.

A man
who shows me
his weakness,

a man
who knows
how to take,

a man
just an honest man
who loves
deeply and tenderly.

Me,
the woman
who promised herself
to love.

(c) ideenlese 2022