Des Dichters Frau und deren Mann

Des Dichters Sinnen ist, als Mann, zu finden Eine, die sodann, wie er, des Dichtens kundig, schwelgt, als Muse möglichst niemals welkt, im Geiste frisch so wie im Fleische, ihm möglichst gut das Wasser reiche.

Der Dichterin geht es nicht anders, sie denkt ganz gern, Der Mann, der kann was, dichten und in anderen Dingen, die zu zweit famos gelingen.

Ist sie schlau wird sie nicht scheuen, auf den Dichtermann sich freuen, der irgendwo auf dieser Welt, sicher schon Ausschau nach ihr hält.

Die Frau von einem Dichter ist, hier formuliert simpel und schlicht, ne Dichterfrau, die dichten kann, am liebsten für ihr‘n Dichtermann.

(c) ideenlese

Let‘s rock!

You know who brought you into this world. Child of mother and father.

You feel that your real origin is elsewhere. You come from everywhere.

You are part of the greatest.

Let’s rock the universe. Now!

Don’t waste any more time.

Rock your life

(c) ideenlese

Violeta


Es stand ein Veilchen auf dem Brett,
war schön, war blau, war sittsam nett.
So stand es dort recht schmuck herum,
und Tag für Tag gingen so um.

Das Veilchen wurde ziemlich trocken,
und konnte weder blühen noch rocken.
Auch seine Farbe wurde blasser,
Warum?
Auch Veilchen brauchen Wasser.

Es war schon Winter, tiefer Frost,
aus Veilchen wurde nun Kompost.
Das war jedoch noch nicht das Ende,
denn dann – Chapeau – kam eine Wende.

Denn unseres Veilchens DNA,
schon immer Wildes Veilchen war.
So teilte es sein strahlend Ich,
in Feldern von Vergissmeinnicht.

Ein Veilchen, das braucht keinen Topf,
es hat einen ganz eigenen Kopf.
Braucht Sonne, Wasser, Wind und Liebe.
Für Schönheit,  Blau und Lebenstriebe.

© ideenlese






Traum

Mein Traum war voll von Illusionen,
mit Fantasie und Spiel gespickt.

Im Traum war ich die Fee der Schönheit,
dem echten Leben voll entrückt.

Der Traum im Traum war Wirklichkeit.
Er hält die Botschaft nun bereit:

Werd‘ leer, ganz leer, komplett befreit,
vom Chaos und vom Widerstreit,
des Denkens und des Fühlens.

Und dann?
Go!

Deinen Weg.
Lebe dein wahres Sein.
Ohne Selbstbetrug und fahlen Schein.

(c) ideenlese

Romeo & Julia

Zwei Augen und sein ganzes Herz, die warf beharrlich, ohne Scherz, Bro Romeo mit sinnlich Sinn, der Julia zur Ansicht hin.

Julias Herz schlug stetig höher, und sie spürte froh und fröher, dass vorgenannter Freier Geist, den Weg zur Liebe ihr nun weist.

Doch diese hier? Oh nein, mitnichten, schrieb todestragische Geschichten,
zwei Menschen tauschten in der Not, die Liebe ein, gegen den Tod.

Was man nun daraus schließen kann, ist, ob divers ob Frau ob Mann,
die Liebe, wenn man sie erkennt, nicht lange um den Einlass flennt.

Ihr ist es völlig einerlei, ob man gebunden oder frei, ob’s einem passt oder grad nicht, auch welchen Dialekt man spricht, das alles stört die Liebe nicht.

Sie ist robust, lässt sich nicht scheuchen, es ist nicht möglich, zu entfleuchen.
Die Liebe ist. Manchmal auch schwer, doch ist sie weg, wünscht man sie her.

Und schenkt sie frei und sinnlich froh, wie Julia einst Romeo.

(c) ideenlese

Herzklopfen



Das Herz schlägt den Beat, damit wir ihn wie den Ruf einer Trommel hören,
damit wir im Rhythmus dazu tanzen und leben.

Hör auf dein Herz.

Ein stilles Herz macht so viel Sinn wie Musik, die schweigt.
Ein stilles Herz macht so viel Sinn wie eine Sirene, die nicht warnen kann.
Deshalb schlägt es den Beat.

Deshalb schlägt es schneller und kräftiger.
Und deshalb gerät es aus dem Takt, wenn du nicht darauf hörst,
was es dir laut und deutlich sagt.

© ideenlese


budenzauber

sei der grund
weshalb sich jemand willkommen, gesehen, gehört, geschätzt, geliebt und unterstützt fühlt.

lese ich.

einseitig?
frage ich.
bedingungslos?
frage ich.

sei der impuls
wenn jemand dich nicht willkommen heißt, dich nicht sieht, nicht hört, nicht schätzt, nicht liebt und dich nicht unterstützt.

denke ich.
fühle ich.

und übe mich im handeln.

ich bin der grund
mich selbst willkommen, gesehen, gehört, geschätzt, geliebt und unterstützt zu fühlen.

me and myself.
first step.

second step.

go?
go!

turn the music on.
budenzauber für die verschnupfte seele.


©ideenlese

Song for Cherub

You are the one with the sword.
Guardian of my treasure, which I carry with me,
still hidden from the world,
the henchmen of trials and tribulations.
My guardian angel,
my wise advice,
my inner voice and my pain.

You are the one with the sword,
defender of my heart and soul.
This song is for you, my inner cherub,
who shows me departure and way.

This song is for you, my inner cherub,
who you will never leave me,
from eternity to eternity.

You are the one with the sword,
guardian of my treasure,
which I carry within me.
Faithful companion on my way,
which is arduous and rough.

This song is for you because
I love you, my inner cherub,
wisdom of my being,
I love you as you love me.

You are the one with the sword of lightness.
I am the one with the sword of love.
This song ist for you and me, Cherubim of Love.

(c) ideenlese

Lied für Cherub

Du bist derjenige mit dem Schwert.
Hüter meines Schatzes, den ich mit mir trage,
noch immer vor der Welt verborgen,
den Gefolgsleuten der Prüfungen und des Leids.
Mein Schutzengel,
mein weiser Rat,
meine innere Stimme und mein Schmerz.

Du bist derjenige mit dem Schwert,
der Beschützer meines Herzens und meiner Seele.
Dieses Lied ist für dich, meinen inneren Cherub,
der mir Aufbruch und Weg zeigt. Dieses Lied ist für dich, mein innerer Cherub,
der du mich nie verlassen wirst,
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Du bist der mit dem Schwert,
Hüter meines Schatzes,
den ich in mir trage.


Treuer Begleiter auf meinem Weg,
der mühsam und rau ist. Dieses Lied ist für dich, weil
ich dich liebe, mein innerer Cherub,
die Weisheit meines Wesens,
Ich liebe dich, wie du mich liebst.

Du bist derjenige mit dem Schwert der Leichtigkeit.
Ich bin derjenige mit dem Schwert der Liebe.
Dieses Lied ist für dich und mich, Cherubim der Liebe.

Herzlichen Dank an Giselahttp://www.gottes-bilderbuch.de für die Übersetzung- zurück – in meine Muttersprache.

Traumdeuter

Traumdeuter

Träume träumen und sie lesen,
das bist du, Traumdeuter,
Wesen von besonderer Art,
tief im Fühlen, Denker, smart.

Träume träumen und sie leben,
das bist du, in deinem Streben,
schenkst Visionen, Liebe, Mut.
Traumdeuter, du tust gut. Mir.


©ideenlese

Blues

Mach mir den Kandelaber an,
damit ich weiter leben kann.
Damit die Seele Wärme spürt
und sich im Herzen etwas rührt.

Lass mir das Wasser in die Wanne,
füll mir den Misteltee in Kanne.
Und lass mich einfach hier nur ruhen,
ich kann und will auch gar nichts tun.

Es ist November, oder nicht?
Und Dunkelheit darauf erpicht,
mit Tod und Abschied rumzuprollen.
Dem soll  ich auch noch Freundschaft zollen?

Es ist ein Kommen und ein Gehen.
Ein Lauf der Dinge, ein Geschehen.
Manches ist leicht und anderes schwerer.
Mal sind wir voll, dann wieder leerer.

Was tun mit dem Blues, dem Herzenskummer?
Verbleiben in dem Todesschlummer?
Wo ist sie hin, die Lebenslust?
Der Lebenstanz namens August?

©ideenlese

Do you remember, 21st night of September?
Love was changing the mind of pretenders.
While chasing the clouds away,
our Hearts were ringing.

(Earth, Wind & Fire)




Fast ein Märchen

Rapunzels Verlustigkeit

Alter Zopf im Kopf verband,
seine Kraft komplett verkannt,
Taffes Ego, Mainstream, fit,
pfiffig, stylish, Kurzhaarschnitt.

Turm aus Elfenbein erklommen,
Intellekt bleibt unbenommen,
Wächterin mit Zauberstab,
Scherenschnitt direkt ins Grab.

Weit und breit kein Prinz verzolle,
sich und seine Prinzenrolle.
Feuers Lodern in den Gängen,
kommt heran, um Turm zu sprengen.

Haare etwas angesenkt,
immerhin der Turm gesprengt,
Herz im Himmel, Kopf im Gras,
Haare wachsen hören.


© ideenlese

Wahre Farben

Du fragst mich, welche Farben ich trage?
Sie sind verblasst, ausgewaschen von den Tränen der Welt.

Du lächelst, dein Lächeln macht mein Herz weit, offen und die Farben kehren zurück aus dem Schwarz der Unendlichkeit.

Das Blau des Himmels und des Meeres öffnet die Weite.

Du fragst, welche Farben ich wage?

Weiß für mein Kleid.
Rot für meine Lippen.

Und dann küsse ich dein Lächeln und fliege ins Blau.

©ideenlese

Wenn der Playboy morgens triggert



Drei junge Frauen, Leistungssportlerinnen und Teilnehmerinnen der demnächst stattfindenden Olympischen Spiele, lassen die Hüllen fallen für den Playboy, diesen verspielten Bengel, der längst in die Jahre gekommen ist, es aber irgendwie nicht wahrhaben will. So what.

So weit so gut, denke ich und blättere weiter. Also nicht im Playboy, das Heft ist zugeschlagen, sondern im heimatlichen Käseblättchen.
Lege ab, wer ablegen möchte, denke ich, die Klamotten oder was einem sonst so beliebt, abzulegen, im Zweifel die Tankquittungen.

Doch irgendwie komme ich nicht los von der Randnotiz. Randnotizen sind wie Mückenstiche. Man merkt kaum, wenn die Nervensägen sich festsaugen, und dann juckt es wie blöde und man muss ständig kratzen. Keine Ruhe, bis der Schorf abfällt.

Sie wollen ein Zeichen setzen, sagen sie, sie möchten junge Frauen ermutigen, zu zeigen, dass frau schön und klug sein kann.

Zu sehen sind drei makellose wunderschöne Frauenkörper, die auch ohne den Einsatz von Photoshop keinerlei Fettpolster aufweisen dürften. Durchtrainiert, athletisch bis in die tiefste Muskelfaserschicht. Was ist da los? Wo ist da der Zusammenhang? Wo die Klugheit?

Und dann ertappe ich mich. Was tun wir nicht alles, um den Beweis zu erbringen, dass wir gut sind, so wie wir sind, nein, das reicht nicht, wir müssen mehr zeigen, alles. Öffne dich, Baby, lass es raus!

Wir lassen uns auf Spiele ein, die Hüllen fallen und wir veranstalten orgiastische Seelen- und sonstige Striptease Sessions. Wir posen, filtern oder lassen alle Filter weg, je nachdem was uns triggert und wovon wir uns die leckerste Belohnung versprechen für das Zentrum unter der Schädeldecke.

Und dann sonnen wir uns für eine kleine, verspielte Weile im Sandkasten unseres infantilen Daseins.
Das mag sich zynisch anhören. Ist es auch!

Der Job wird bezahlt, liebe Frauen. Für das Ausziehen und Räkeln gibt es Scheine. Und das ist auch gut so. Win-Win, so muss das. Lassen wir doch einfach das Getue weg. Es ist im Jahr 2021, wenn auch noch nicht allen, so doch schon vielen bekannt, dass Frauen und Männer schön und klug sein können.

Sie können auch das Gegenteil sein. Alles ist möglich. Wer will das schon beurteilen. Was der eine schön und klug findet, ist für den anderen unattraktiv.

Hören wir doch auf, wie Hundewelpen miteinander zu spielen. Nur bei denen und bei kleinen Kindern ist das noch niedlich.

Erkennen wir doch an, dass wir inzwischen Erwachsene sind, und dass dieses Ich will doch bloß spielen, vor oder hinter der Kamera und vor allem im Alltag, bestenfalls ein verlogenes Spiel ist und schlimmstenfalls verletzt oder gar tötet.

Ich höre die Proteste. Ja aber, wir haben doch alle dieses innere Kind, Sonnenkind und Schattenkind, es ist doch nie zu spät, für eine glückliche Kindheit.
Keine Einwände. Nichts, rein gar nichts habe ich dem entgegenzusetzen. Aber:

Warum gestehen wir uns unsere wahren Motive so ungerne ein? Warum hintergehen wir unsere Werte? Warum sind wir so verschlossen in unserer vielgepriesenen Offenheit und Freiheit? Das mag jeder für sich beantworten.

Wir machen den Job, weil wir als ambitionierte Sportlerinnen Geld dazuverdienen müssen und wollen.

Vielleicht wäre das ein Satz gewesen, der junge Frauen in ihrem Selbstverständnis viel mehr unterstützen würde als dieser Bullshit, dass Frauen nicht beides sind. Klug und schön. So oder so.

Und jetzt? Ich gehe. In medias res. Mitten rein in meine Gemengelage. Und dort lasse ich mal die Hüllen so richtig fallen. Win – Win? Wer weiß.

Und Morgen? Wieder ein Gedicht? Wie hineinwachsen in die Antwort? Kann es eine schönere Fragestellung geben?