Lavender

Aquarell “Lavender”
Kind of lavender,
late in September,
last of the season,
but
There’s no reason,
not to survive.

Early November,
rest of lavender,
back into earth,
time to rebirth,
in
Spring.

(c) ideenlese

April Punk

Der Frühling brüllt mit Vehemenz:
Ey, mach mir auf, ich bins, der Lenz.
Sein Füllhorn ist bestückt mit Wonne,
mit Pollenstaub und praller Sonne.

Er ist ein schriller, schräger Typ!
Ein Punk, ein Freak, ein Sinnendieb.
Kam er vor Zeiten saft geschlichen,
ist dieser Zug von ihm gewichen.

Aus dem charmanten Kavalier,
wird mehr und mehr ein wildes Tier!
Archaisch reißt er an der Wolle,
dass sie der Seide Ehre zolle.

Und du und ich und sie und er,
holen in Trance das T-Shirt her,
fühlen die Lebenssäfte fließen,
und hier und da in Lust ergießen.

Der Frühling grinst, genießt die Macht.
Er sieht dich trunken Tag und Nacht!
So folge ihm auf sein Geschrei –
Frühling!
Ist ungestüm und frei.

(c) ideenlese
Foto: privat, bearbeitet mit clips

Umnachtung

Die Bilder und Farben der Nacht flüchtig,
platzen sanft, plopp, wie Seifenblasen.
Schillernd, da und doch nicht, immer wieder.

Berstend, plong, wie der Korken auf der Flasche,
Wohnstatt des Geistes, der schmunzelnd in die Freiheit fließt,
der Enge entsagt.
Freier Wille.
Freier Geist.

Das Ende des Pferchtums zu feiern lädt er ein,
begünstigt durch Brise und Gelb und Grün und Orange,
den roten  Klatschmohn schon ahnend,
die Freude schmatzend und schlürfend,
den Tag und die Sonne tanzend zu begrüßen.

Ergüsse, Genüsse spielend erkunden,
was immer sich kund tut, das darf und kann,
die Flasche verkorkt, pfütt, darinnen Angst, Scham und Gier.

Von Bildern und Farben der Nacht, entfesselt,
dem Tag zugetan, dem Licht,
verliebt über alle Gezeiten hinweg.
Umnachtung?
Plopp, Frühlingserwachen.