141. Hoppel-Hase im Schnee

Heute ist Sonntag der 22. Januar 2023 und mir geht es wieder etwas besser. Ich war in den letzten TAGEN gesundheitlich nicht gut auf dem Damm… Aber …

141. Hoppel-Hase im Schnee

Dieser Blogger ist 💯 Jahre alt. Ich teile das, weil ich – trotz aller Einwände und Wenn und Aber – meine Lebenseinstellung bestätigt sehe.

Und weil mein Hase ein Synonym für Anfang, Möglichkeiten und Freude ist und keineswegs für Angst! Mein Hase ist zu Sprüngen bereit, zum Hakenschlagen, um Hindernisse zu umlaufen und Verfolger, die ihm ans Fell wollen, abzuhängen. Ende des Hasenexkurses.

Ja, wir alle haben mehr oder weniger schwerwiegende Blessuren, vielfältig, individuell und absolut subjektiv. So weit so gut oder schlecht.

Muss es dann auch noch sein, dass wir ob einer Zahl, die uns verdeutlicht, wie viele Jahre wir bereits unterwegs sind, uns davon blockieren lassen, unser Leben so gut und stimmig wie möglich zu gestalten?

Manches geht nicht mehr, einiges nicht mehr so lange oder so schnell. Aber vieles geht und niemand außer uns selbst hat die Macht, zu machen, was zu machen ist. Und was uns Freude macht, uns rote Wangen und Kribbeln macht, dass darf – ab einem gewissen Alter- an allererster Stelle stehen.

Und sei es noch so klein, wenn es für dich groß und wichtig ist, dann mach. Jetzt!

Was willst du eigentlich mit all den Bildern machen, die du malst, Christine? Aufhängen, verkaufen?

Nein. Vielleicht einige. Weißt du, es geht mir nicht um Ruhm und nur wenig um Anerkennung; um Geld schon gar nicht. Wenn nur ein Mensch für einen Moment lächelt, sich gut fühlt, weil er oder sie mein Bild anschaut, mein Gedicht liest, mein Lied hört, dann habe ich erreicht, was ich möchte, dann habe ich einen Stein ins Wasser geworfen, der Kreise zieht. Und das erfüllt mich mit einer zutiefst kindlichen Zufriedenheit.

Und dann lächelt mein Gegenüber.

Aufbruch

Aufbruch
Sie haften an mir,
es schnürt mich ein,
ein altes Korsett,
dieser Traum, der nicht
von mir geträumt,
atemlos erfüllt,
geplatzt, zu groß
der Druck der Illusion.

Ohne Haftung lasse
ich los und atme und
gehe und laufe und sehe,
geht ja doch.

Sie haften nicht an mir,
schnüren mich nicht ein,
wie ein altes Korsett,
diese Ziele, die von
mir, Schritt für Schritt,
mit Leben gefüllt,
mich bewegen, wie die
Zartheit und Vollkommenheit
einer Schneeflocke.

Ohne Haftung lasse
ich los und schmelze
und fließe und spüre,
läuft ja doch.

(c) Christine Jendrike

Gute Nacht

Nacht und Nebel hüllen ein,
Schrittes Ton,
verhalten, dunkel ist es,
und Gestalten, gleiten
schweigend neben mich,
dunstige Gewalten,
flüstern, geh, wir tragen
dich, leicht wirst du,
gehalten.

Also geh ich in die Nacht,
nehme Gutes mit,
folgenlos ist nun mein
Schritt, Stille im Gedanken,
löse mich und werde eins
mit dem schwarzen Kleid,
weine nicht mehr, bin bereit,
Nacht ist meine Zeit.

(c) ideenlese

Wichtig

(c) Clarissa Hagenmeyer
Durch die Blume einerseits,
Schmuck und Schokolade,
drückt so mancher gerne aus,
was ich dir hier sage.

Nicht, weil es Routine wäre
oder in der Pflicht mich sähe,
auch der Sonntag und sein Ruhen
haben nichts damit zu tun.

Kurze Rede, langer Sinn,
komm ich auf den Punkt nun hin,
dir, du weißt schon, zu bedeuten,
schon die Glocken können’s läuten,

Dass du für mich wichtig bist,
und es eine Freude ist, dich,
in deinem ganzen Wesen, wie ein
gutes Buch zu lesen.

Eule überbringt zum Schluss
dir nun diesen feinen Gruß,
bleib und werde, das ist wichtig,
erst danach kommt falsch und richtig.

(c) ideenlese