Schöne Vergänglichkeit & Reprise

Schöne Vergänglichkeit Ein Weg beginnt mit ‘ner IdeeIhr Keim, er sagt sich munter: geh!So läuft sie los mit großem MutUnd stürzt sich in die …

DichtArt CXXIX – Schöne Vergänglichkeit

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Once there was a rose in summer,
Was so tender and so bright,
Even in the storm of thunder,
She was there and hold you tight.

Gave you all that she could give to,
Lost herself in gentle be,
Spend you calm and lovely moments,
Strong as every oldest tree.

When the summer turned to autumn,
Roses leaves return in earth.
Only hope and deepest love flow,
Bring her back in springs rebirth.

Once there was a rose in summer,
Loveliest you ever knew,
Smell of love you will remember,
Where you’ll stay and where you’ll go.

Don’t foget the one and only,
Rose of life and full of grace,
Still her gift is every morning,
Lovely smile upon your face.

Once there was a rose in summer.

(c) ideenlese

Selfish

Selfish by christine
I don’t see
Your soul anymore

My darling

Cause you sold her
to the selfish fool
in you

I don’t feel
Your love anymore

My darling

Cause you sold her
for a ridiculous
price

I can’t stand the distance
between you and me
Such a mess of diff’rence
hanging over me

Sorry dear
Can’t do it with him

My darling

with this kind
Of stupid selfish fool

Bye my love
Will miss you within

My darling

Like I always did before

But

I don’t see
Your soul anymore

My darling

All I see
is your absent frozen smile

(c) ideenlese 2013/2022

Graue Panther

Es schlichen einst
zwei graue Panther,
des Lebens Furchen
auf dem Rücken,
aus Zufall
oder schicksalhaft,
eng umeinander
mit Entzücken.

Vergessen war
für kurze Zeit,
die alte Last
das alte Leid.
Sie jagten,
spielten,
ungezwungen,
ne Gnadenfrist
Tod abgerungen.

Dann kam er,
still und leise,
nahm Pantherin
mit auf die Reise.
Nun schleicht allein
ein grauer Panther
des Lebens Furchen
eingegraben
und leckt sich
Wunden und auch
Narben.

Vergänglich wie
das Blühen der Rose,
geht Planung meistens
in die Hose
und die Kontrolle
ist d’accord.
Shit Happens,
ab durchs Himmelstor.

(c) ideenlese

Abflug

Glockenhell, Gesang von Ferne,
Birkentanz im Glanz der Sterne,
sanftes Rauschen in den Wäldern,
Nebel liegt über den Feldern.

Tag und Nacht, berührtes Staunen,
in der Sphäre stilles Raunen,
Feuerfackel spielt mit Licht,
Wärme nur, verbrenn mich nicht!

Tief hinein getaucht, in Schimmer,
ist der Seele Reinheit immer,
wahrt die Wahrheit, wehrt dem Kampf,
fordert auf zum Sein im Glanz.

Sanfter Fluss, aus Quelle Schoß,
Blüten, Gräser, ruhend Moos,
Blick der Sinne schweifend weit,
Sternenstaub zum Flug bereit.

©ideenlese



Ende

In Aussicht gestellt,
wie der Blick, der von einem
Ufer des Sees, schweift,
zum anderen.

Erwartet und doch gehofft,
auf Zeit, gemeinsame, wofür?
Liebes Leben, Traumes Tanz.

Es dann ersehnt, das Ende,
von Schmerz, von Zweifel,
so sicher wie der Tod,
und leise die Frage, schweift,

Hat das Ende ein Ende?

Endloser Anfang
ohne Aussicht auf den See.
Der Blick erinnert nur,
schweift, trübe,
von einem zum anderen

Ende.


(c) ideenlese

Fügung

Was du nicht willst,
das man dir tu,
das fügst du leider jenen zu,
die dich von Herzen gerne haben
und die den Krug
zum Brunnen tragen,
bis Ersterer schlussendlich bricht,
und Zweiter ausgetrocknet ist.

Wer viel zu viel gegeben hat,
der kann dann nur noch nehmen.
Und braucht zum Heilen seiner Seele,
ein unersättlich Geben,
der dreht sich nur noch um sich selber,
da lachen doch die Kälber.

Absurdes Menscheln,
blinde Flecken,
die Liebe sehnt sich nach Verstecken,
vor all dem Schaumgeschlage,
und stellt sich still die Frage,
muss ich jetzt echt verrecken?

Und als sie schon im Siechen liegt,
hört sie von weither dieses Lied,
es kriecht zu ihr ins kühle Moos,
hörst du es auch?
Es heißt The Rose.


(c) ideenlese



Langeweile

Sie weilte kurz
dann zog sie sich
in voller Länge aus.
Nackte Routine
nun im Blick.
Anregung
schlich sich raus.

Da ist sie lang,
so sagt man mir,
und weist mich,
wissend Blick.
Ich mach mich auf
suche nach ihr,
sie ist
mein Gegenstück.

Wenn eine Weile
lang und leer
an Oberflächen sucht,
dann geh ich durch
der Hintertür,
dann bin ich
auf der Flucht.

(c) ideenlese 2022






Woman

 If you want me 
to recognize you
as a man,
act like one.

if you want me
to be your wife,
don't treat me
like a mother.

Without a doubt
I am strong.

But can I reveal
my weakness
to a seven-year-old?

Can I give
my devotion
to a boy?

I'm not the saint
for you,
not the mother
and not the hooker.

I am a woman.

If you don't see that,
you're not my man.

A man
who shows me
his weakness,

a man
who knows
how to take,

a man
just an honest man
who loves
deeply and tenderly.

Me,
the woman
who promised herself
to love.

(c) ideenlese 2022

Labyrinth der Lückenschlüsse

Mittendrin im Labyrinth,
überzeugt,
dass man wohl spinnt,
weil, wo eben noch ein Weg,
plötzlich eine Wand nun steht.

Also umdrehen, neu justieren?
Einen anderen Weg probieren?
Und die Kurven und die Biegen,
irgendwie dann doch noch kriegen?

Bleibt man stehen, still und starr,
weil, was eben war,
uns von jetzt auf gleich entweicht,
und dem Leben nicht mehr gleicht,
das mal unser Leben war.

Mittendrin im Labyrinth,
eben noch ein kleines Kind,
Jugend wie im Flug vergangen,
als Erwachsener angefangen,
sind wir flux im Kreis der Greise.

Sind da jetzt noch Lebenslücken?
Ist noch was zum Geraderücken?
Etwas, das wir sehr vermissen?
Und anstatt der Ruhekissen,
wünschen wir uns Lückenschlüsse.

Mittendrin in Labyrinthen,
die mit Tücken und mit Finten,
uns in ihre Gänge locken,
und um ihren Ausgang zocken.

(c) ideenlese





Gehen lassen


Es ist der Liebe Freiheit nur,
die lebt in meinem Streben,
und diese leitet mich fortan,
in Ruhe durch das Leben.

So lass ich dich nun gehen,
und eine Weile treiben,
im Strom echten Erkennens,
still bin ich, köstlich Schweigen.

Und morgens geht die Sonne auf
und abends wieder unter,
ein Glück, wenn unsere Zwischenzeit,
lebendig ist und munter.

Zum Ende, was kein Ende ist,
lass es mich deutlich sagen,
die echte Liebe werde ich
mein Lebtag in mir tragen.

(c) ideenlese

Der Tag an dem du auf den Birnbaum geklettert bist

Gerade war ich noch einmal beim Hortensienkranz. In der Mitte liegt eine weiße Rose.

Die Hündin schnüffelt an den Blüten und geht ganz von allein ins Sitz.

Tiere haben feine Sinne für Stimmungen.

Hunde und Katzen waren dennoch nicht dein Ding. Da warst du distanziert. Nur manchmal hast du der Katze ein Wort gegönnt und sie um deine Beine streichen lassen. Es war Hassliebe. Gib es zu. Schuld war auch der durchgeknallte Boxer.

Ich stehe da, schaue hinunter auf den Kranz aus Hortensien und halte inne. Du bist nicht hier. Ich warte noch ein wenig und gehe schließlich.

Vorhin, als deine Familie, deine Freunde und Weggefährten in deinem Garten von dir Abschied genommen haben, habe ich dich gesehen. Wir haben dich alle gesehen. Du kannst dich nicht einfach so aus dem Staub machen.

In jeder Ecke deines kleinen Parks hast du rumgewuselt. Ich sah dich, wie du Kerzen um den Pool herum aufgestellt hast. Ich sah dich aus dem Keller kommen mit dem Biernachschub.

Ich hörte dich sagen, Moment mal, das stimmt ja so nicht. Obwohl heute vieles stimmte, was über dich gesagt wurde.

Du bist nicht dort, wo ich dich heute noch einmal besuchen wollte. Dort, wo der Hortensienkranz liegt. Wo sich ein Kreis schließt.

Du bist an dem Ort, an dem du immer warst und der immer dein Ort bleiben wird. Für deine Familie sowieso und für uns Freunde und Bekannte auch. Du hast deinen Platz. Weil es viel zu früh war, ihn zu räumen.

Es war kein Tag zum Abschiednehmen. Der Himmel strahlte unverschämt blau, die Vögeln lieferten sich Zwitschergefechte.

Ein wundervoller Frühsommertag, viel zu warm für den feinen, dunklen Zwirn, den wir zu deinen Ehren trugen.

An einem solchen Tag geht man nicht. Auch du nicht.

Man bleibt. Man mäht Rasen, macht sich ein Bier auf und den Grill an.

Ich sehe dich, wie du den Mundwinkel ein wenig schief nach Oben ziehst und ansetzt zu deinem Jetzt Moment mal.

Du begleitest uns noch ein Stück die Auffahrt hinauf. Das hast du immer so gemacht.

Und dann kletterst du auf den Birnbaum und siehst dir deine Welt von oben an, lächelst vielleicht und wünscht dir, dass alle deine Lieben es auch eines Tages wieder tun können.

Es war kein Tag zum Gehen. Es war ein Tag zum Bleiben. Du bleibst.

(c) ideenlese 2020