Ballerinas Spiel

Ballerinas Spiel, Text & Musik ideenlese by Christine, Video erstellt mit canva.com, 2022
Nur wenn sie aufgezogen wird,
bewegt sie sich im Kreise,
die immer gleiche Melodie,
so tanzt sie brav und leise.

Stets zum Plaisir und Wohlgefallen,
zeigt sie in Eleganz,
gefesselt und ganz tief verschraubt,
den immer selben Tanz.

Ihr Lächeln wie in Eis getaucht,
kein Herzschlag ist zu hören.
Ihr Angesicht aus Porzellan.
Wer kann es je zerstören?

Im Traum und in der Fantasie,
da springt sie vom Plateau,
und tanzt zu neuen Melodien,
Applaus und Ah und Oh!

Da liegt sie nun im Scherbenbeet,
entsprungen aus dem Spiel,
und tanzt in Freiheit nun fortan,
niemals ist es zu spät.

(c) ideenlese 2022

Schwarz

Schwarz ist meine Lieblingsfarbe,
die ich gern nach Außen trage.
Dazu weiß für den Kontrast,
und weil viel dazwischen passt.

Schwarz sind manchmal die Gedanken,
Dunkelheit die wie zwei Flanken,
mich durch ihre Stille trägt,
nichts mehr fühlen, nichts erbebt.

Schwarz wird’s mir vor meinen Augen,
Fall in Ohnmacht und vom Glauben,
will nichts wissen, nichts mehr sehen,
nicht von dir, nicht vom Geschehen.

Schwarz umrandet ist mein Blick,
Schau nach Vorne, nicht zurück,
Nehme weißes Blatt Papier,
bunte Farben, Bild von mir.

Schwarz ist meine Lieblingsfarbe,
die ich gern im Außen trage.
Siehst du mich genauer an,
spürst du, wie ich funkeln kann.

(c) ideenlese 2022

Progressing tune

Kritzelei by Christine, 2022
Progressing Tune (c) ideenlese by Christine, 2022 (Hörempfehlung: laut mit Kopfhörer & Dance)
further up high 
further to fly
further
just soon
progressing tune

(c) ideenlese 2022*

*Titelsong (Ausschnitt) Progressing Tune

Widmung 2022

Dem Anfang liegt, laut hess(i)scher Einschätzung, ein sonnenbeschienener Zauber inne.

Was erhält einen Zauber über den Anfang hinaus?

Das Jahr 2022 ist ein Anfang dem es zusteht, mit einer zauberhaften Aura versehen zu werden. Eine, die sich bunt entfaltet anstatt in grauen Schleiern ein unscheinbares Dasein zu fristen; oder gar in tödliches Straucheln gerät, weil querliegende Baumstämme sich als Stufen tarnen und den Weg der Entwicklung in Freude vereiteln.

Und so widme ich diesem neuen Jahr die Idee von frischem Geist, humorvoller Frivolität, leichtem Sinn und spaßigem Tiefgang.

Ich widme diesem Jahr die Klarheit von Ja und Nein ebenso wie die Verspieltheit eines Vielleicht.

Ich widme diesem Jahr den Mut zum Blödsinn und die Zuversicht auf Weisheit, die sich dem verstaubten Ernst lachend entzieht. Ja, auch blank zieht, wenn es die Situation erfordert.

Und was sagt der Zauber des Anfangs zu dieser obszönen Versuchsanleitung? Er wagt ein laszives Lächeln und richtet sich auf längeres Verweilen ein.

(c) ideenlese 2022

Kiezkalauer nach einer wahren Begebenheit

Einst traf ein Bulle einen Penner,
der saß auf einem Fass,
ganz Philosoph, wie Sokrates
und um die Nase blass,
weil ihm,
so sprach er ohne Hehl,
das Sonnenlicht in diesem Land,
so unbeschreiblich fehl‘.

Des Bullens Empathie war tief,
was gleich sein Mitgefühl anrief,
und er den fröstelnden Nomaden,
geleitete zu seinem Wagen,
und hollerihollodrio
ihn fuhr ins
Sonnenstudio.

Der Penner, Philosoph genannt,
die Nasenspitze leicht verbrannt,
von UVA und UVB,
der dankte es dem Bullen
sehr.

So sieht man beide
dann und wann,
wenn Penner will und Bulle kann,
gemeinsam sitzen auf der Banke,
die steht direkt vor einer Tanke,
und einvernehmlich stets im Durst,
vertilgen eine Currywurst.

Warum erzähle ich euch das?
Es ist ganz einfach.
Nur aus Spaß.
Und weil wir alle,
wenn wir teilen,
an unserm Menschsein
trefflich feilen.

Vielleicht zu einem Meisterstück.
Ich glaube, das nennt man dann Glück.

(c) ideenlese 2022

Optimismus

Die Witterung ist aufgenommen,
Mein Frühling hat bereits begonnen,
Mag es auch schon der dritte sein,
Zum Neuen sag ich selten Nein.

Verschenkt ist all der alte Kram,
Der Schmerz, der Kummer und der Gram,
Tief in mir drin,
Ganz ohne Scherz,
Blüht heute schon der milde März.

Das Auge späht nicht mehr nach Flocken,
Es ist geeicht auf Osterglocken,
Die duftend süß und gelb anheben,
Die Sinne lustvoll zu beleben.

Du sagst, ich sei voll Ungeduld,
Und darum daran selber Schuld,
Wenn Winter mich eiskalt ereilt,
Und länger als gewünscht verweilt?

Dann zieh ich mir was Warmes über,
Und denk an den Geliebten, Flieder,
Der ganz wie ich sich sicher ist,
Der Frühling ist bereits in Sicht.

Der Optimismus, mit Verlaub,
ist etwas, was der Mensch sehr braucht.
So ungefähr wie auch das Küssen,
Viel mehr als ständig etwas müssen.

(c)ideenlese 2022

Love & Peace forever and ever

In all den globalen und persönlichen Desastern war ich in diesem Jahr 2021 eine Beschenkte.

Ich hatte das große Glück Menschen neu kennenzulernen , war gesegnet mit Inspiration, mutmachender und mitreißender Energie und last not least Liebe in ihrer bunten und heilenden Vielfalt.

Musik und Poesie nahmen wieder die Plätze in meinem Leben ein, die ihnen als Elixiere tiefer Empfindung und Lebendigkeit gebühren.

Ich habe überstanden, was unüberwindbar schien. Dank euch, Dank dir, Dank allen, die mich als die erkennen die ich bin.

Und als die, die ich sein und werden kann, wenn alte und überflüssige Fassaden aus Angst, Kleinmütigkeit und Überheblichkeit fallen.

Danke. Thanks for Love & Peace. Thank YOU for the music.

Eure Christine

Am Ende war das Wort

Dein Wort 
hat mich am Kopf
getroffen,
und ich fiel stumm
aufs Maul.
Da lag ich
quasi wie besoffen,
gleich einen müden
Clown.

Dein Wort
hat in mein Herz
gebohrt,
die Seele mitgenommen.
Ich sprang ins Meer
in meinem Schmerz,
bin weit hinausgeschwommen.

Dein Wort
ist in der Zwischenzeit
zum Glück
nur Schall und Rauch.
Und du,
mit deiner Wortgewalt,
du bist es endlich
auch.

(c) ideenlese 2021

Schluss jetzt

Vorletzter Tag,
es ist gleich zehn,
und ich vermeide,
aufzustehen.
Ein schwarzer Kaffee,
Stückchen Kuchen,
wer heut was will,
kann mich ja suchen.

Vorletzter Tag
von einem Jahr,
das einfach war
so wie es war.
Vorsätze?
Keine.
Außer dem,
gesund im Neuen
dazustehen.

Vorletzter Tag,
ich mach jetzt Schluss,
mit diesem und mit jenem,
und male in der Fantasie
ein Bild von vielem
Schönen,
das sich ab Übermorgen dann
bei euch und mir
einstellen kann.

(c) ideenlese 2021

The angels start

The angels start, Christine Jendrike, 2021/2022
Angels don't lie and
sometimes they cry.
They come to your world,
to heal for a while.
They come to remind you,
what is your love.
They are your sender from 
high
up above.

Sometimes
they drink coffee,
Sometimes 
they drink gin.
They also smoke 
cigarettes.
But they are not sin.

They look like a human,
take look in their eyes.
You'll find a dark shimmer,
to give you advice.

Angels are player,
for just a part time,
they give you deep love,
so you feeling fine.

Take care for your angel,
cause it's the one,
who will never foget,

that

You are an angel,
for ages and ages,

too.

(c) ideenlese  2021/2022

Lächeln ist eine Entscheidung

Nee, Lächeln ist eine Lebenseinstellung, sprach mein Freund Hase und setzte auf seine gewohnt mitreißende Art drei Ausrufezeichen hinter seine Aussage.

Was aber tun, wenn einem ein sonnig optimistisches Gemüt nicht qua Genetik in die Wiege gelegt wurde?

Dann ist es eine Entscheidung, für die es nie zu spät ist. Lächeln und lachen.
Damit auch die letzte Gehirnzelle kapiert, was Phase ist.

Ganz besonders an Tagen, die Schmerzen, Verzweiflung und das Gefühl von Sinn- und Mutlosigkeit auf der Agenda haben, helfen Freunde, die dem Jammer lachend entsagen, für AHA und OH Momente gut sind und daran erinnern, dass Lachen gesund ist.

Dem Hirn ist es egal, ob unser Lächeln echt ist. Es nimmt es als wahr an und geht in die Produktion von Hormonen, die genau das Quentchen Glück ausschütten, das wir brauchen, um den Weg von einer Entscheidung zu einer Einstellung zu ebnen.

Ich höre euch, ihr Kritiker und eure Abers und Wenns und ich sehe eure moralischen Zeigefinger: Darüber und Hierüber lacht man nicht.

Es geht um das Lachen als Einstellung, nicht darum, Trauer zu verhöhnen.

Es geht um den Lebens spendenden Humus, den Humor.

Es geht um das: Weißt du worin der Spaß des Lebens liegt? Sei lustig! Geht es nicht, so sei vergnügt. Goethe der smarte Lebensfuchs hatte gut reden und was noch? Recht. Oft.

Also: Auf die Plätze, fertig, hoch die Mundwinkel.

	

My deep blue velvet

My deep blue velvet, Christine Jendrike, 2021
I often think of you, 
my deep blue velvet.
You carry me like
gentle waves in the sea,
you fly me like a soft carpet,
deep and deeper,
high and higher.

I miss you,
my blue velvet,
miss you with great longing.
Soon, very soon, I'll return to you.

Blue velvet, deep inside me,
as far as sky and sea,
my deep blue velvet is me.

(c) ideenlese 2021

Traumgeschwängert

Schwanger ging ich heute Nacht,
über Kopfsteinpflaster,
taumelnd auf zu hohen Schuhen,
fiel ich vor nen Laster,
der nicht bremste, welche Not,
ergo war ich auch schon tot.

Raue Nacht, dacht ich heut Morgen,
denn ich war am Leben,
Schwanger also und womit?
Fragen sich erheben.

Was bring ich nicht auf die Welt?
Was halt ich verborgen?
Und wie bin ich aufgestellt?
Und was macht mir Sorgen?
Welchen Teil kann ich versenken?
Wie den Wagen lenken?
Welches ist der Königsweg,
etwas zu verschenken?

Tod sei mir ein Neuanfang,
Mut zum Investieren,
Heute, Morgen und fortan,
selbst mich zu probieren.
Und, kommt es drauf an,
Etwas auch riskieren.

(c)ideenlese 2021

Sinnwellen

Eine Welle auf dem Meer,
kommt von irgendwo ja her.
Je nach Umstand und nach Wetter,
ist sie flacher oder fetter.

Wenn ich Wellensurfer wär,
wünscht ich mir ne fette her.
Will ich aber lieber schwimmen,
würd ich für die flache stimmen.

Fragt die Welle daraufhin
eigentlich nach ihrem Sinn?

Oder rauscht und rollt sie sich
sinnfrei, bis der Strand in Sicht?

Welcher Sinn wohnt in den Wellen,
denen wir uns täglich stellen,
oder aus den vielen Sachen
gerne große Wellen machen?

Macht das Sinn?

Was weiß denn ich?
Angesichts von Unendlich,
Transzendenz und diesem Licht,
könnte man daran mal denken,
dahin auch den Sinn zu lenken.

Und dann viel mehr Unsinn machen
und in Wellen drüber lachen.

Sinnwellen?
Wellensinn?

(c) ideenlese 2021

Realitätscheck

Hoch geschlossen der Pullover,
Haare strenger Zopf,
so hast du mich einst gefunden,
ernst und voll im Kopf.

Bleib so, hast du zart gesäuselt,
alle Zeit der Welt,
und hast dich, ganz nonchalant,
neben mich gestellt.

Dein Herz hüpfte auf der Zunge,
meines blieb fast stehen,
Lass uns beide, mit Verlaub,
ein paar Schritte gehen,

sagtest du und bliebst sodann
nah an meinen Versen dran.

Ein paar Monde wurden voll,
seit wir uns getroffen,
Pulli hoch geschlossen,
alles andere offen.

Mein Kopf tätschelt nun dein Herz,
und es übt Revanche,
Du und ich, im Unterschied,
liegt die große Chance.

Bleib so, hör ich zart dich flüstern,
schau dir in die Augen,
Kneif mich, sag ich, denn ich kann’s
irgendwie nicht glauben.

(c) ideenlese 2021