Ruhestand

Im Ruhestand, gelobtes Land, da fang ich an zu leben. Als Pensionist da kann ich dann erzittern und erbeben.

Wenn ich die Arbeit erst beende, dann lass ich’s richtig krachen. Dann werd ich dies und jenes tun, dann fang ich an zu lachen.

Gelobtes Land, der Ruhestand, für diese und für jenen, für etliche verbranntes Pfand, zu spät für dieses Leben.

Im Hier und Jetzt, praktisch nur heute, könnt ihr gestalten, sein, Mensch, Leute!

Wenn du nicht lebst und liebst, gleich jetzt in der Sekunde, dann schlägt nicht erst im Ruhestand dir deine Todesstunde.

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Portugal & die Löffelliste

Einmal war ich in einem Land, von Lissabon bis an den Strand, Melancholie getaucht in Licht, Fernweh mein Freund? Was fragst du mich?

Einmal noch werd ich mich erheben, ne Spanne Zeit, ein wenig Leben, am Fado meine Sehnsucht stillen, mir damit einen Traum erfüllen.

Das Salz des Meeres auf der Haut, Rauschen der Wellen, leise, laut. Einmal das Abenteuer wagen, von Lissabon bis an den Strand, mit allen Sinnen, Hand in Hand.

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Das Schönste

Christine 21/9/13

Man sagt, wenn es am schönsten ist, dann soll man lieber gehen.

Aha, denk ich, schaue mich um und bleib noch etwas stehen.

Was ist das Schönste überhaupt, wie kann ich es erkennen? Ist es verboten und erlaubt? Zum Lachen und zum Flennen?

Wo finde ich das Schönste denn? Und soll ich danach suchen?

Kann sein, das Schönste ist manchmal das letzte Stückchen Kuchen.

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Love & Peace

Um meine Liebe ranken sich Gerüchte und Gedanken, sie sei umwuchert, liderlich, gar irgendwie am Schwanken.

Um all mein Denken wickelt sich derweil ein pinkes Band, es schnürt nicht, ist der Freiheit Freund, als Liebe mir bekannt.

Um all mein Sein da strahlen stets des Regenbogens Farben. Come on my friend, feel love and peace, Du darfst dich daran laben.

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Emilie

Emilie my Enemy, wie Efeu wucherst du.

Emilie my Enemy, was sagst denn du dazu?

Emilie my Enemy, wir beide sind Rivalen. Nur hab ich keine Lust dazu, allein dafür zu zahlen.

Emilie my Enemy, nimm dir von meiner Liebe.

Emilie my Enemy, im Tausch, dass ich noch bliebe.

Emilie my Enemy, komm, trinken wir ein Bier. Vielleicht wirst du mir Freundin sein und ich bleibe noch hier.

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Des Dichters Frau und deren Mann

Des Dichters Sinnen ist, als Mann, zu finden Eine, die sodann, wie er, des Dichtens kundig, schwelgt, als Muse möglichst niemals welkt, im Geiste frisch so wie im Fleische, ihm möglichst gut das Wasser reiche.

Der Dichterin geht es nicht anders, sie denkt ganz gern, Der Mann, der kann was, dichten und in anderen Dingen, die zu zweit famos gelingen.

Ist sie schlau wird sie nicht scheuen, auf den Dichtermann sich freuen, der irgendwo auf dieser Welt, sicher schon Ausschau nach ihr hält.

Die Frau von einem Dichter ist, hier formuliert simpel und schlicht, ne Dichterfrau, die dichten kann, am liebsten für ihr‘n Dichtermann.

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Elfe

Wenn ich eine Elfe wär, flög ich ständig um dich her, schüttete dir Glitterstaub über über auf dein Haupt.

Könnt ich eine Fee nur sein, zaubern, und betörend fein, dich mit Input überfluten, schützen dich auf deinen Routen.

Hätte ich ne Superkraft, oder einen Zaubersaft, oder irgendeine Macht, zöge ich es in Betracht, Wünsche flux dir zu erfüllen.

Nix von dem hab ich zu schenken, außer stets an dich zu denken, selbstverständlich auch zu fühlen. Wenn du lächelst, kannst du‘s spüren.

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Ich brauche dich nicht

Ich brauche dich nicht, damit du mein Ego mit Champagner abfüllst, duselig machst von sich selbst, ihm schmeichelst, es anbetest wie ein Götzenbild.

Ich brauche dich nicht, als Ideal, geschniegelt und geleckt, wie aus dem Ei gepellt, glatt wie Mamor, eine immer gleiche Statue, glänzend und stark.

Ich brauche dich in deinem Schmerz, deiner Erschöpfung, deiner Müdigkeit. Mit all deinen Wunden und Narben, in deinen schwächsten Momenten, in deinen dunkelsten Stunden, deiner Angst, deinem Zweifel.

Ich brauche dich wie einen Spiegel meiner Seele, brauche dich auf den Schlachtfeldern der Kämpfe, die meine und deine sind, wie sie schon immer unsere waren.

Ich brauche dich in allen Facetten der Liebe. So brauche ich dich. So brauche ich mich. So brauchen wir uns.

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Inner Picture

Christine, 21/09/12

Turned into space, in me, I see true colors of soul. My inner image shines out of space into space.

Entering the universe, in you, I see your soul, your colors. Mix with my belief that we are from space, in space.

Forever and ever. One.

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Ziehen

Es zieht mich zu mir hin, hinein, tief ins Sein, das mir allein gehört, mich nichts und niemand stört.

Es zieht mich an, das was ich sehe, spüre, was mich trägt, mit stillem Lächeln mich bewegt, dahin wo es mich zieht.

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Ohne Dich

Wie wär es wohl, so frag ich mich, gewesen, so ganz ohne dich, wie wär es wohl, die nächste Frage, wärest du nicht an diesem Tage, hereingeflogen in mein Leben?

Wie wär es wohl, wenn ich nicht weiß, wo du heut wohnst und wie du heißt, was dir gefällt und auch was nicht, wie wäre es wohl ohne dich?

Wie wär es wohl, wenn du verschwindest, und das auch gar nicht erst begründest, ganz einfach weg bist ohne Grüße? Ich glaub, ich kriegte kalte Füße und Schüttelfrost dazu.

Wer wäre ich denn ohne dich? Ich wäre ich. Zwar jämmerlich für Ewigkeiten, zu schwach um Essen zu bereiten, zu traurig um zu lächeln gar. Und trotzdem wäre ich noch da.

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Herz vs. Ratio

Müdes Säuseln im morschen Gebälk, Gedankenbiegen bis zum Bersten, Splitter widerhakend, schmerzhaft hautunter, fast.

Riss in der Spule, Alter Film, schmorend, unansehnlich, unbrauchbar.

Freies Schwingen im Dachstuhl, Grübelkaskaden in Lebendfalle, Freiflug.

Triumph der Konfettibombe, Fanfaren in den Serpentinen, Lernkurve mit Bravour. Absturz?

Nope.

Teamwork.

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Anascin

Foto: pixaby.com

Inspiration, Entspannung, Innehalten.
Ein kleiner Film, untermalt mit eigenem Gesang;
ursprünglich entstanden, um einer schwer erkrankten Freundin eine kleine Freude zu machen und Zuversicht zu schenken.

Vielleicht ist das an dieser Stelle auch sinnvoll und ein schönes Zeichen dafür, dass wir alle eigentich nichts weiter brauchen als Liebe & Kreativität. Jedenfalls wenn wir unser Herz fragen.
Meins nickt.


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Los verlassen

Da stehst du, Angst, und glotzt, betroffen. Du bist mich los, denn ich bin offen, jetzt, für das was kommt, fortan verschlossen für deine Macht.

Du hast mich lange angemacht, vorbei und Schluss. Denn Lebensfluss und nicht mehr dir gehört mein Kuss, noch zaghaft zwar, doch klar.

Ich gehe Schritt für Schritt, pack meinen Koffer und nehm mit, mein Leben und die Liebe, mit allem Schmerz und allem Sehnen, ich bin ein Mensch, das ist mein Streben.

(c) ideenlese