Allgemein, Humor, Im Fliederrausch der kleinen Dinge, Spaß

Vom Reimen und Zählen

Mach dir keinen Reim drauf,
wenn einer was zusammenreimt,
sich was zusammen braut,
dann selten ein Gedicht,
stattdessen, angedichtet,
leicht verderblich, wildwuchernd,
zum Gerücht, wabernd im Nebel
der sich nicht zu lichten gedenkt,
brodelnd auf dem offenen Herdfeuer
der Gerüchteküche.

Das halte ich für ein Gerücht,
gesagt ist gesagt, die Worte sind gefallen
wie Würfel, klagt sich an, wer sich verteidigt,
am Pranger des blinden Flecks?

Darauf kannst du zählen,
Eins und eins zusammen.
Macht zwei, nimm zwei,
und lass fünfe gerade sein,
kräht der Hahn,
es ist Mist, der bleibt,
egal ob es regnet oder schneit.

Hab acht, mit den sieben,
auf einen Streich, fett, mager,
in die Jahre gekommen,
auf kurzen Beinen unterwegs,
die Lüge, im Schlepptau die Intrige.
Führt zu Nichts.

Übermut tut manchmal richtig gut.
Nach müde kommt albern. Oder umgekehrt?
Kindermund tut Wahrheit kund.

©ideenlese

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Fantasie, For Future, Humor, Im Fliederrausch der kleinen Dinge, Intuition, Leben & Liebe, Lernen, Poesie, Spaß, Träume

Briefing

Der frühe Morgen ist früh dran,
brieft mich, sonnendurchflutet,
setzt mich auf TOP Eins seiner Agenda.

In fetten Lettern steht er da,
mein Name,
dahinter
die to-do Points.

do this
do that

do it perfectly
do it quickly

Not dirty!
Not funny!
Just seriously!

Fck you,
sagt sie, auf die ich mich verlassen kann,
Teamplayerin Number One,
from the wild side
with a brave heart,
a smart mind,
and free as a free spirit can be.

First things first,
höre ich sie laut und deutlich sagen.

Okay.
First things first.

Ich schreibe auf, was heute Nacht los war.
Dort, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten,
auf Pfaden, die sich wie durch dichten
Dschungel schlängeln.

Wildwechsel auf den
Neuroautobahnen, schnell, geradeaus,
bis zum Horizont,
darüber hinaus, weit
weiter, preschen.
Flash Dancing.

Und dann?
First things first,
mache ich ein Gedicht aus den Bildern,
Gedanken und Gefühlen,
Füllhorn aus Inspiration und Stories,
überschüttet,
be blessed.

Und dann?
First things first,
schreibe ich den Song dazu,
höre, spüre die Melodie, lasse sie
in meine Hände gleiten, sanft,
fast zärtlich über die Tasten schlendern,
lade Akkorde dazu ein.

Erst dann, viel später,
ist die Zeit gekommen,
vielleicht,

für a little bit of doing this,
doing that, doing it perfectly

and doing it quickly.
Because.

Was wäre von diesem Tag,
von diesem Leben übrig,
wenn schon heute Abend,
like dust in the wind,
alles vorbei wäre?

Hier und Jetzt,
vergangen,
schneller, much faster
als geahnt, gedacht, geplant –
sowieso nicht.

Dann würde ich ein sauberes Klo hinterlassen.

kein Lied.
kein Gedicht.
kein mich.

What a shame and,
excuse my french,
what a shit.

So.

Enjoy, my love, enjoy your life!
And do it,
now or never,

First things first.

©ideenlese

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Im Fliederrausch der kleinen Dinge, Intuition, Poesie, Spaß

Einfach genießen?

Einfach so?
Mit ohne Denken? Abbruch innerer Verhandeleien?
Verträge, gehen dahin,
nehmen Fristen und Bedingungen an die Hand,
mit ins Vertagen und Vergessen?

Winken, beim Gehen, dem Schelm des Augenblicks zu.
Das Grinsen der sinnlichen Verschwörung im Antlitz,
das weich wird, froh und heiter und

so weiter.

Metime der Sinne und inneren Stille.
Solisten des Frühlings, des Seins,
wohlige Stimmungen,
saftig grünes, gelbes, rotes Duftgewölk,

entlässt den letzten dissonanten Ton, gewissenhaft
in seine Schräglage, verhallt und schallt
ein Echo harmonischer Akkorde.

Verzicht erbricht sich in desolate Isolation.

Derweil Begeisterung die Seele von ihren
Runzeln befreit.

Einfach genießen.








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Katertag

Ein veritabler Kater maunzt mich an,
bringt meinen Kopf dem Bersten nah,
der Rest bleibt im Schummrigen liegen,
ich auch.

Versehentlich, unbedarft und en passent,
war zu viel zu oft davon im Glas, einfach so,
frei an lässlichen Besonderheiten,
perlend im kleinen Alltagrausch.

Die Versuchung ist groß, die Vorsicht auch,
der Biss ins Marmeladenbrot bedächtig andächtig,
zwischen Wollen und nicht Können,
flau der Magen.

Überrascht und schwach,
der Espresso weniger stark als gewohnt,
Dahinsinken, zurück, wieder in die Horizontale,
noch für ein Stündchen oder zwei, drei, vier.

Gnädiges Verständnis, Schmunzeln,
der Vernunft über die Unvernunft,
die keine war.
Just ein Versehen, ein Fohpah 😉

Katertag.


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Little Eros

Ein Phänomen.
Gedanken. Freudiges Gespür.
Von mir zu dir. Von dir zu mir.
Ohne Pause. Lässt mich nicht los.

Zuviel der Wonne.
Wo führt das in? Egal. Macht Sinn.
Die Blume stirbt. Der Samen nicht.
So jedenfalls ein Dichter spricht.
Recht hat er.

Ein Wort dafür. Wofür?
Keinen Schimmer. Ich denke an dich.
Mit Freude. Fast immer.

(2003)

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