Umstände

halber
ab
und
zu
geben

ist

seliger
denn
nehmen
sie

wissen
nicht
was
tun

du
heute
kannst
besorgen

das
verschiebe
nicht
auf

Morgen
ist
auch
noch
ein

Tag
gelobt
am
Abend
erst

ist
dein
mein
ganzes

Herz
Umstände
halber
abzugeben


(c) ideenlese

Portugal is calling VI

Folkloristisches Tellermotiv

Gehts Dir gut? Kurz vor Portugal?

Wir sehen uns nur viermal im Jahr und schreiben uns selten. Doch die Verbindung zwischen uns steht. Es ist eine der wenigen Beziehungen in meinem Leben, die ich als echte Verbundenheit empfinde.

Gut geht es mir dank dieser wenigen Menschen in meinem Leben, die das Stadium eines egozentrischen Vierjährigen verlassen haben und in der Lage sind, den Blickwinkel eines anderen einzunehmen und die eigene aktuelle Sichtweise, Wahrnehmung oder Meinung als eine unter mehreren Möglichkeiten begreifen zu können.

Menschen, die das einfache und absolute frühkindliche Begriffsintrumentarium als stumpfes Werkzeug identifiziert haben.

Menschen, die ihr Weltbild mit herzlicher Wärme und gedanklichen Operationen gestalten. Die wollen, sich vorstellen können, empfinden, einsehen, bejahen, verneinen. Die zweifeln, vor allem an dem, was sie denken und fühlen und die dennoch in der Lage sind, verlässliche Freunde zu sein.

Mir gehts gemischt, antworte ich.
Mir geht es so, wie zwei Wochen vor meiner Hochzeit.

Die Braut, die sich nicht traut, Fluchtmodus. Ach nein, bitte doch nicht!

Entsprechend ist aus Portugals Ruf ein feines Wispern geworden und die Stornierungesbedingungen werden zu bunten Jonglagebällen.

We will see. Vielleicht gehört das alles dazu und darf sein. Dieses Eintauchen in ein Wechselbad aus Freude und Zweifel.

Zweifel setzt voraus, dasss ich bin. Und wenn ich nicht wäre, dann könnte ich nicht denken.
Ob mein Denken mich momentan voranbringt, vor allem in Richtung Portugal, das ziehe ich in Zweifel.

Denk doch nicht so viel, sei glücklich, sagte mir neulich ein extravertierter Sonnenscheinmensch – ich meine das wohlwollend und mit einem nicht geringen Anteil von Neid!

Denn: Wäre ich ja gerne, glücklich und zweifelsfrei und entspannt, wenn ich denn könnte.

Insofern übe ich mich in Gelassenheit ob meiner und all der anderen Launen und Widersprüche und bin sehr gespannt, ob und wann es ein Portugal is calling VII geben wird.

By the way:
Diese superdämliche Werbung, die an dieser Stelle erscheint, also blaue Pillen und Hautstraffung und weiß der Geier was noch für ein Bullshit, ist da, weil ich meinen Tarif nicht verlängert habe.

Das widerum hat damit zu tun, dass ich das Geld lieber in eine Tankfüllung für die Fahrt nach, na?, genau, Portugal verwenden wollen würde, wenn ich denn…siehe oben.






Lied für Cherub

Du bist der mit dem Schwert.
Hüter meines Schatzes,
den ich in mir trage,
verborgen vor den Schergen
der Irrungen und Wirrungen.

Mein Schutzengel,
mein weiser Rat,
meine Stimme und
mein Schmerz.

Dieses Lied ist für dich,
Cherub,
der mir Aufbruch und Weg weist,
bis zum Schluss.

Dieses Lied ist für dich,
mein innerer Cherub,
der du mich nie verlassen wirst,
von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Du bist der mit dem Schwert,
Hüter meines Schatzes,
den ich in mir trage.

(c) ideenlese

Nein

Gibt es ein Wort,
das für dich sorgt,
so klar und rein
wie Nein?

Wende es an,
erfahre dann,
es wird dich just
befreien.

Erst hast du Angst,
dass du verletzt,
der andere dich
meidet.

Doch oft ist es
ein Ja zu viel,
das dir dein Sein
verleidet.

So sag ruhig
Nein
wenn du Nein
meinst.
Lass dich nicht
irritieren.

Und wenn du
merkst,
dass es gut klappt,
es öfter ruhig
probieren.

Denn wer dich
mag und wer dich liebt,
wird dich auch
weiter schätzen.

Und wer dich
nicht wertschätzen kann,
kann auch dein Nein
nicht grätzen.

Ein Nein
dessen du sicher bist,
ist stets ein Ja
für dich.



(c) ideenlese

Dream

 that night,
in that dream,
with those voices,
back in time and space.

in deep faith
in what was,
what is,
what will be.

that it will be.
neither good nor bad.
the fear and neediness,
the greed
for love
that isn't love
floats away,
dissolves.

no more waiting
for whatever.
arrived.

tonight in this dream.
fade away a dream.

(c) ideenlese 2022

Die Kinder der Kinder

Sie kannten den Hunger,
sie kannten Verzicht,
sie kannten das Grauen,
viel Dunkel, kaum Licht.

Sie kannten die Angst,
sie kannten Gewalt,
sie kannten nicht Liebe,
nicht Wärme, so kalt.

Sie kannten das Sehnen,
sie kannten den Tod,
sie mussten verdrängen,
den Krieg und die Not.

Sie suchten nach Leben,
sie suchten das Glück,
sie suchten den Wohlstand,
nach vorn, nicht zurück.

Sie wollten vergessen,
sie wollten nur streben,
sie wollten, ganz einfach,
ein besseres Leben.

Sie zeugten uns Kinder,
verletzt wie sie waren,
und wir haben dann ihren
Schmerz mit ertragen.

Sie waren noch Kinder,
und wussten nicht viel,
wir waren vereint im
traumatischen Spiel.

Wir ahnten den Hunger
wir ahnten Verzicht,
wir ahnten die Ohnmacht,
verstanden sie nicht.

Sie sagten und taten,
das was sie erlitten
die Kinder der Kinder,
sich Freiheit erstritten.

Wir kennen die Angst,
wir kennen Gewalt,
wir kennen den Schmerz,
sind selber nun alt.

Wir suchen nach Spuren,
wir suchen nach Glück,
wir üben die Liebe,
nach vorn, nicht zurück.

(c) ideenlese






Wenn Kinderliebe erwachsen wird



Es ist eine wunderschöne Erfahrung, wenn ein Gedicht seinen musikalischen Begleiter findet. Der Komponist Stefan Kraus hat mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen ein wunderschönes Werk geschaffen.

Ich freue mich zutiefst, das Ergebnis hier präsentieren zu können!

Herzlichen Dank, lieber Stefan!

Es ist mir eine riesengroße Freude.