Du

Christine, Aquarell 2021

Im Traum hast du mich sanft berührt, geflüstert, Komm!, mich dann verführt, Du wolltest mich allein für Dich, mit zu Dir kommen sollte ich.

Im Traum hat mir das nicht behagt, drum habe ich Dir auch gesagt, dass Angst der Lust ein Ass ausspielt. Heut Nacht hast Du mich nicht gekriegt.

Im Traum heut Nacht warst Du es, Tod, frivol in Deiner Macht, wolltest mein Leben ganz und gar, Licht angemacht, aus der Traum.

Vorläufig.

(c) ideenlese

Adieu

Foto: Christine, Sept. 2022

Absehbar, klar, musste ja sein, nach Sommer stellt der Herbst sich ein. Noch plänkeln beide, weigern sich, einer zu gehen, der andere nicht.

Des Sommers Liebestrilogie, aus Lust und Freude, Fantasie, bekommt allmählich Todesflecken, zu sehen an den braunen Hecken.

Den Blättern, die gen Erde sinken, dem Saft der Trauben, den wir trinken, während wir um den Sommer trauern, das kann dauern.

Dem Herbst im satten Farbenkleid, tut Sommers Tod rein gar nicht leid, hält Hof, so ist es an der Zeit, vom Sommer Abschied nun zu nehmen.

War schön, Adieu, so ist das Leben. Und später dann, in Wintertagen, wird die Erinnerung uns tragen, durch diesen Sommer, diesen einen, wir werden wissen, lächeln, weinen und dann auf einen Frühling hoffen.

Geschichten, Leben, immer offen.

(c) ideenlese

Das Schönste

Christine 21/9/13

Man sagt, wenn es am schönsten ist, dann soll man lieber gehen.

Aha, denk ich, schaue mich um und bleib noch etwas stehen.

Was ist das Schönste überhaupt, wie kann ich es erkennen? Ist es verboten und erlaubt? Zum Lachen und zum Flennen?

Wo finde ich das Schönste denn? Und soll ich danach suchen?

Kann sein, das Schönste ist manchmal das letzte Stückchen Kuchen.

(c) ideenlese

Emilie

Emilie my Enemy, wie Efeu wucherst du.

Emilie my Enemy, was sagst denn du dazu?

Emilie my Enemy, wir beide sind Rivalen. Nur hab ich keine Lust dazu, allein dafür zu zahlen.

Emilie my Enemy, nimm dir von meiner Liebe.

Emilie my Enemy, im Tausch, dass ich noch bliebe.

Emilie my Enemy, komm, trinken wir ein Bier. Vielleicht wirst du mir Freundin sein und ich bleibe noch hier.

(c) ideenlese

Ohne Dich

Wie wär es wohl, so frag ich mich, gewesen, so ganz ohne dich, wie wär es wohl, die nächste Frage, wärest du nicht an diesem Tage, hereingeflogen in mein Leben?

Wie wär es wohl, wenn ich nicht weiß, wo du heut wohnst und wie du heißt, was dir gefällt und auch was nicht, wie wäre es wohl ohne dich?

Wie wär es wohl, wenn du verschwindest, und das auch gar nicht erst begründest, ganz einfach weg bist ohne Grüße? Ich glaub, ich kriegte kalte Füße und Schüttelfrost dazu.

Wer wäre ich denn ohne dich? Ich wäre ich. Zwar jämmerlich für Ewigkeiten, zu schwach um Essen zu bereiten, zu traurig um zu lächeln gar. Und trotzdem wäre ich noch da.

(c) ideenlese

Los verlassen

Da stehst du, Angst, und glotzt, betroffen. Du bist mich los, denn ich bin offen, jetzt, für das was kommt, fortan verschlossen für deine Macht.

Du hast mich lange angemacht, vorbei und Schluss. Denn Lebensfluss und nicht mehr dir gehört mein Kuss, noch zaghaft zwar, doch klar.

Ich gehe Schritt für Schritt, pack meinen Koffer und nehm mit, mein Leben und die Liebe, mit allem Schmerz und allem Sehnen, ich bin ein Mensch, das ist mein Streben.

(c) ideenlese

Erstickt

Und dann geht ihr der Atem aus, man sagt sich: Ach, die Luft ist raus. Ganz plötzlich war da gar nichts mehr.

Aha? Ist es nicht länger her? Dass wir uns nicht beachtet haben, desinteressiert und lieblos waren? Der Schwur von guten, schlechten Tagen – verpufft.

Nun stehen wir am Grab der Liebe, gehofft, dass sie noch etwas bliebe, nehmen wir Abschied und verstecken, das stille Leid in Seelenecken.

Die Liebe hat sich längst erhoben, und ist von hier nach dort geflogen, macht Rast, wo sie gedeihen kann an Tat und Wort, an einem Ort, von zugewandter Zärtlichkeit.

Wenn du mich fragst, ich bin bereit, sie in die Welt hinein zu tragen, ich will es immer wieder wagen, denn Welt ist Liebe, Liebe Welt. Die kaufst du nicht mit deinem Geld!

(c) ideenlese

Just a woman

I am not the saint, not the great soul.
I don’t hover over things,
not over what you feel and say.

I read between your lines,
sensitive in recognizing, that’s me.
And recognizing also hurts me.

I am not the saint, not the great soul.
I am not the mother of love.
I’m just a woman with a heart that can break.

(c) ideenlese

Traum

Mein Traum war voll von Illusionen,
mit Fantasie und Spiel gespickt.

Im Traum war ich die Fee der Schönheit,
dem echten Leben voll entrückt.

Der Traum im Traum war Wirklichkeit.
Er hält die Botschaft nun bereit:

Werd‘ leer, ganz leer, komplett befreit,
vom Chaos und vom Widerstreit,
des Denkens und des Fühlens.

Und dann?
Go!

Deinen Weg.
Lebe dein wahres Sein.
Ohne Selbstbetrug und fahlen Schein.

(c) ideenlese

budenzauber

sei der grund
weshalb sich jemand willkommen, gesehen, gehört, geschätzt, geliebt und unterstützt fühlt.

lese ich.

einseitig?
frage ich.
bedingungslos?
frage ich.

sei der impuls
wenn jemand dich nicht willkommen heißt, dich nicht sieht, nicht hört, nicht schätzt, nicht liebt und dich nicht unterstützt.

denke ich.
fühle ich.

und übe mich im handeln.

ich bin der grund
mich selbst willkommen, gesehen, gehört, geschätzt, geliebt und unterstützt zu fühlen.

me and myself.
first step.

second step.

go?
go!

turn the music on.
budenzauber für die verschnupfte seele.


©ideenlese

Song for Cherub

You are the one with the sword.
Guardian of my treasure, which I carry with me,
still hidden from the world,
the henchmen of trials and tribulations.
My guardian angel,
my wise advice,
my inner voice and my pain.

You are the one with the sword,
defender of my heart and soul.
This song is for you, my inner cherub,
who shows me departure and way.

This song is for you, my inner cherub,
who you will never leave me,
from eternity to eternity.

You are the one with the sword,
guardian of my treasure,
which I carry within me.
Faithful companion on my way,
which is arduous and rough.

This song is for you because
I love you, my inner cherub,
wisdom of my being,
I love you as you love me.

You are the one with the sword of lightness.
I am the one with the sword of love.
This song ist for you and me, Cherubim of Love.

(c) ideenlese

Lied für Cherub

Du bist derjenige mit dem Schwert.
Hüter meines Schatzes, den ich mit mir trage,
noch immer vor der Welt verborgen,
den Gefolgsleuten der Prüfungen und des Leids.
Mein Schutzengel,
mein weiser Rat,
meine innere Stimme und mein Schmerz.

Du bist derjenige mit dem Schwert,
der Beschützer meines Herzens und meiner Seele.
Dieses Lied ist für dich, meinen inneren Cherub,
der mir Aufbruch und Weg zeigt. Dieses Lied ist für dich, mein innerer Cherub,
der du mich nie verlassen wirst,
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Du bist der mit dem Schwert,
Hüter meines Schatzes,
den ich in mir trage.


Treuer Begleiter auf meinem Weg,
der mühsam und rau ist. Dieses Lied ist für dich, weil
ich dich liebe, mein innerer Cherub,
die Weisheit meines Wesens,
Ich liebe dich, wie du mich liebst.

Du bist derjenige mit dem Schwert der Leichtigkeit.
Ich bin derjenige mit dem Schwert der Liebe.
Dieses Lied ist für dich und mich, Cherubim der Liebe.

Herzlichen Dank an Giselahttp://www.gottes-bilderbuch.de für die Übersetzung- zurück – in meine Muttersprache.

Verloren

Die Wand im Rücken, der Blick durch die Stäbe, goldener Glanz, die Freiheit ein Schatten ihrer selbst, verglommen im Sollen.

Die Gedanken sägen, Späne wie Antworten, rieseln auf Beton, vom Winde verweht, Seele streicht die Segel, Herz kentert.

Verloren in Fragen, die ihrer Zeit voraus eilen, das Zeitliche segnet sie, verloren im Leben, gewidmet dem Du.

(c) ideenlese

Angst

Die Angst, etwas zu verlieren, kann nur der haben, der besitzt oder besitzen will.

Die Angst, aus allen Wolken zu fallen, abzustürzen, hat nur der, der hoch ins Verlangen aufsteigt.

Die Angst lähmt oder treibt an. Sie ist von schlichtem Wesen, gierig und besessen von Macht.

Kann die Angst fliegen, vertrauen und lachen? Kann sie spielen, kreativ sein und frei?

Das kann nur die Liebe, die reine und tiefe. Liebe kennt keine Angst. Lass es Liebe sein, wenn du kannst, dann, irgendwann,

(c) ideenlese

Verdacht

Die Liebe, wenn sie sich denn zeigt, braucht weder Schmuck noch Abendkleid. Sie schmückt sich mit ganz andern Sachen, zum Beispiel ungeschminktes Lachen.

Die Liebe kommt meist recht spontan, ist da und meldet sich nicht an, fragt nicht nach Zeit und Management, sie nimmt dich, wach oder verpennt.

Die Liebe, die kann man nicht wissen, sie lebt im Sehnen und im Küssen. Sie lässt nicht locker und nicht los. Gold ist sie, süß und voll famos.

Die Liebe, glaubst du jetzt vielleicht, macht sich von ganz alleine reich? Hörst du, wie die Liebe lacht? Sie hat sich aus dem Staub gemacht. Da hast du dich exakt verdacht.

(c) ideenlese