OWL Connection

Es scheint immer unmöglich, bis es getan wird.

Nelson Mandela

Das Ziel der Kunst ist es, nicht die äußere Erscheinung der Dinge darzustellen, sondern ihre innere Bedeutung.

Aristoteles

Martin ist es zu verdanken, dass ich seit Kurzem stolze Eigentümerin einer Ukulele bin. Ein fröhliches Instrument! Also genau richtig, um düstere Zeiten etwas zu erhellen.

Spielen kann ich bisher noch nicht und so schickte mir Martin gestern Noten und Hörprobe.

Und aus dieser kleinen Datei, eingesungen und gespielt von Martin in Bielefeld und mir in Werther, ist dann spontan und Dank Technik ein kleines Duett entstanden, das ich mir erlaubt habe, in einen friedensbewegten Kontext zu stellen; frei nach dem Motto “ Abba statt Apokalypse”.

Es ist nicht Abba, auch nicht John Lennon, es ist Bob Dylan, den wir covern. Und die Waffe niederzulegen, ist ein Aufruf, der gar nicht genug Kanäle finden kann.

#artsforpeace. An dieser Stelle Dank an Stefan.

The day

I've forgotten what day it was,
you were standing in the doorway, and it was exciting and familiar, it was old and new.
And we drank coffee and smoked and
talked. If you ask where the time went? I don't know.
If you ask where the magic has gone? I don't know.
Was it before the war?
Was it before death?
Do you remember that old wooden bench?
How it stood there, inviting us in?
There we sat, hand in hand, as shy as two children could be. As if we hadn't already
lived, loved, experienced.
If you ask where time has gone, I don't know.
If you ask where the magic has gone, I don't know.
Was it before the war?
Was it before death?
Maybe it was fantasy, an illusion, when we spoke of love.
But can kisses be so false?
You don't ask me where time has gone. You don't ask me where the magic has gone.
It is fear.
It is death.
I felt it before I heard it. I knew it before you knew it.
I'm not asking you.
I'm asking me.
Was it deep love?
It was.
True love.
Without doubt.
Without fear.
Before war.
After death.

Love & artsforpeace Statement zur aktuellen Situation

(c) ideenlese

Traumbilder

Das ist die Leinwand, die unten lag, damals, als Zeit und Farbe liefen und tropften.

Nach einem durchfrorenen Arbeitstag, durchwachsen war er auch, entgegen aller guten Wünsche.

That’s life. So ist das manchmal. Und dann kommt doch noch was Schönes dabei raus. Und etwas Gemeinsames. Dazu Morgen dann mehr.

Guten Abend, Gute Nacht, ihr Lieben und träumt was Schönes! Wir haben es alle dringend nötig 🥰

Traumbilder. Acryl. 2023.
Du vergisst deinen Traum,
wie Du alles vergisst,
was flüchtig und doch ewig ist.

Was bleibt, ist Dein Ahnen,
das da etwas schwelt,
das Dir Deine Seele erzählt.

(c)

No sweet song

Sollte der Gig mit der Wiedergeburt doch klappen – eine gewisse Skepsis bleibt – also dann, möchte ich gerne in der nächsten Runde nur noch lustigen Blödsinn mit Musik und Tanz machen. Ein weites Feld, bleibt die Hoffnung, dass das Universum meine Gedanken lesen kann.

Und für den Fall, dass das nicht klappt, das Wiederkommen, mache ich den Blödsinn jetzt schon mal!

Spinning Wheel

Morgens um 7 schon einmal herzhaft und ein bisschen diabolisch lachen zu können, das ist doch wirklich ein Fest!

Was lässt dich leicht aus dem Bett hüpfen? Eine Idee, die sofort umgesetzt werden will, muss und – zum Glück- auch kann.

Bea kann auch: Diese frivolen Spannungsbögen, nein, Pfeile und dann, wie eine Geschmacksknospe, die sich erst spät öffnet, das Ganze zu einem Höhepunkt treiben, der mich jedenfalls voll anmacht.

Es war finstere Nacht und die alte Frau saß allein vor ihrem Spinnrad. Eine der Katzen strich ihr schnurrend um die Beine, und die Kerze auf dem …

SchicksalsFaden

So kam es also zu dem folgenden „Werk“; Reiners Fotos hatten mich vor einigen Tagen schon in kreative Wallung versetzt. Und, mal ehrlich, dunkel- diabolisch- mystisch, das macht doch richtig Spaß!

It was a dark night
and the old woman sat
alone in front of her
spinning wheel.

One of the cats stroked
her legs, and the candle
on the kitchen table
gave a diffuse light.

She thought of all
the superstitions
she had heard about
in her life.

Suddenly a noise
recalled the proverb
“He who sits alone at the
spinning wheel at night,
compares his fate with
that of the devil.”

She smiled at the thought
and continued to spin
her spinning wheel.
Knowing that fate was
under her control alone,
not to be compared with
that of the devil.

im Original: SchicksalsFaden, Mindplit
übersetzt mit deepL (ohne Perfektionsanspruch) von mir.

(c)

Wasserhirsch & Feuerqualle

Oder?

Kann sein, dass einige von euch sich fragen, was aus den farbvertränten Leinwänden meiner Zeit-läuft-Performance geworden ist.

In dieser Minute fertiggestellt und als letzte der fünf heutigen WordPressalien ins Netz entlassen. Ins Netz entlassen? Auch komisch. Irgendwie so, als würde sich etwas freiwillig einfangen lassen. Aber, hey, kommt ja immer drauf an, wie sexy* das thing ist, das uns gefangen nimmt, gelle?

Mir gefällt Wasserhirsche als Titel gut. Und euch? Lasst mal hörenlesen. Wenn’s passt.

C🖤2023/I

Bis bald.

*sexy in meinem Verständnis ist umfassender und vielfältiger als im herkömmlichen Sinne und setzt einen humorvollen Intellekt, Gelassenheit, offene, souveräne Geisteshaltung, ich glaube, das heißt mindset heutzutage? und kluge Coolness (nicht Arroganz!) voraus, um Erotik überhaupt wirksam werden lassen zu können.

Kurz: es sind nicht die Dummen, die es besonders gut können, if you know what I mean.

Jezz aba, tschüss 👋

141. Hoppel-Hase im Schnee

Heute ist Sonntag der 22. Januar 2023 und mir geht es wieder etwas besser. Ich war in den letzten TAGEN gesundheitlich nicht gut auf dem Damm… Aber …

141. Hoppel-Hase im Schnee

Dieser Blogger ist 💯 Jahre alt. Ich teile das, weil ich – trotz aller Einwände und Wenn und Aber – meine Lebenseinstellung bestätigt sehe.

Und weil mein Hase ein Synonym für Anfang, Möglichkeiten und Freude ist und keineswegs für Angst! Mein Hase ist zu Sprüngen bereit, zum Hakenschlagen, um Hindernisse zu umlaufen und Verfolger, die ihm ans Fell wollen, abzuhängen. Ende des Hasenexkurses.

Ja, wir alle haben mehr oder weniger schwerwiegende Blessuren, vielfältig, individuell und absolut subjektiv. So weit so gut oder schlecht.

Muss es dann auch noch sein, dass wir ob einer Zahl, die uns verdeutlicht, wie viele Jahre wir bereits unterwegs sind, uns davon blockieren lassen, unser Leben so gut und stimmig wie möglich zu gestalten?

Manches geht nicht mehr, einiges nicht mehr so lange oder so schnell. Aber vieles geht und niemand außer uns selbst hat die Macht, zu machen, was zu machen ist. Und was uns Freude macht, uns rote Wangen und Kribbeln macht, dass darf – ab einem gewissen Alter- an allererster Stelle stehen.

Und sei es noch so klein, wenn es für dich groß und wichtig ist, dann mach. Jetzt!

Was willst du eigentlich mit all den Bildern machen, die du malst, Christine? Aufhängen, verkaufen?

Nein. Vielleicht einige. Weißt du, es geht mir nicht um Ruhm und nur wenig um Anerkennung; um Geld schon gar nicht. Wenn nur ein Mensch für einen Moment lächelt, sich gut fühlt, weil er oder sie mein Bild anschaut, mein Gedicht liest, mein Lied hört, dann habe ich erreicht, was ich möchte, dann habe ich einen Stein ins Wasser geworfen, der Kreise zieht. Und das erfüllt mich mit einer zutiefst kindlichen Zufriedenheit.

Und dann lächelt mein Gegenüber.

Schostakowitsch & Co./ Update

Frühstück

Aus dem Bett direkt in die Oetkerhalle. Nicht meine Zeit eigentlich, aber sie haben mich motiviert zum „frühen“ Raus aus den Federn und Auto aus dem Schnee buddeln und los.

Schostakowitsch, Tschaikowsky und Respighi. Und dann der junge Solist am Violoncello, Bruno Delapelaire. Virtuos und sowas von sensibel präzise.

Pause und erstmal ein Frühstück!

Update.

Das war ein gelungener Auftakt in einen verschneiten Sonntag im gräulichen OWL (nein das ist kein Meckern und Jammern; just neutrale Beobachtung).

Schostakowitsch hat sich jedenfalls was getraut, eine Symphonie als Abschlussarbeit abzuliefern. Wen es interessiert, siehe eingefügtes YouTube Video.

Schostakowitsch

Die Bielefelder Philharmoniker haben – wie meistens – geliefert, und zwar richtig fulminant!

Tschaikowski

Und mit Rasmus Baumanns Dirigat strömte eine derart passionierte und humorvolle Welle durch den Saal, die die standing ovation mehr als rechtfertigte. Lustvoll vom Feinsten!

Respighi

Morgens um elf ins Konzert? Ja. Es war mein erstes Mal, wie so einiges auf meiner Löffelliste und sofern ich kann, mache ich das wieder.

Was die Investition angeht, hat sie mich jedenfalls diesmal voll befriedigt, besonders im Vergleich mit der Veranstaltung am Freitag.

Aber vielleicht hinkt der auch, ja, bestimmt sogar. Eigentlich sind nur drei Fragen wichtig: Macht es mich zufrieden? Ist es mir den Einsatz wert? Will und kann ich es mir leisten?

Und hier Applaus, einfach mal für euch, ihr Lieben. Schön, dass es euch gibt. Bis die Tage und macht euer Ding. Go❤️

Applaus 👏

Aufbruch

Aufbruch
Sie haften an mir,
es schnürt mich ein,
ein altes Korsett,
dieser Traum, der nicht
von mir geträumt,
atemlos erfüllt,
geplatzt, zu groß
der Druck der Illusion.

Ohne Haftung lasse
ich los und atme und
gehe und laufe und sehe,
geht ja doch.

Sie haften nicht an mir,
schnüren mich nicht ein,
wie ein altes Korsett,
diese Ziele, die von
mir, Schritt für Schritt,
mit Leben gefüllt,
mich bewegen, wie die
Zartheit und Vollkommenheit
einer Schneeflocke.

Ohne Haftung lasse
ich los und schmelze
und fließe und spüre,
läuft ja doch.

(c) Christine Jendrike

Immerwährend

Wie ein tiefer Ton, 
Grundton, auf den ich
meine Melodie setze,
in Dur, in Moll,
in Dissonanz und
Harmonie,
das bist du mir.

Immerwährend.

Wie ein Lied
in Schleife,
ein Mantra,
das mich trägt
und mich wiegt,
in meiner Seele,
meinem Herz,
das bist du mir.

Ohne Scherz,
und mit,
auch m,
zwischen h und e.

Immerwährend.

(c) Christine Jendrike

🤍

WDR4 Party – Fazit

Was lange währt, wird endlich gut? Das ist sie also, die WDR4 Party im Adiamo in Bad Oeynhausen. Seit Jahren will ich schon an so einer Party teilnehmen, heute ist es soweit. Ich bin sogar ein bisschen aufgeregt, auch, weil ich keine Ahnung habe, was mich erwartet.

Discokugel

Abgehalftert, in die Jahre gekommen, schwirrt mir schon bei der Anfahrt durch den Kopf. Naja, Christine, so wie du auch. Moment. So runtergekommen wie dieser einstige Kurort bin ich dann trotz etlicher Maläsen doch noch nicht.

19 Euro hat das Ticket gekostet, Parkhaus kommt oben drauf, der Mantel muss abgegeben werden, sowas geht mir grundsätzlich schon mal gegen den Strich. Aber okay, das ist das Spiel und ich lasse mich darauf ein.

Schade, dass sich die Tür von der Toilette nicht von innen verriegeln lässt und auch das übrige Ambiente eines Clubs mit Exklusivität zu wünschen übrig lässt.

Warum diese Party Party heisst und was der WDR damit zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Der DJ meldet sich kurz zu Wort, stellt die übliche Frage danach, ob wir alle gut drauf sind und macht dann Musik. Tanzbare Mucke aus den 80ern und 90ern.

Ich sehe mich um, beobachte die Menschen, die meisten zwischen 45 und 65 schätze ich und versuche mir vorzustellen, wie sie wohl vor 20 oder 30 Jahren ausgesehen haben.

Exkursion Diskothek beendet. Getanzt, gelacht, Leute beobachtet und jetzt bin ich sehr froh, ein Bett zu haben. Es war unspektakulär.

Ich weiß jetzt, was ich erwartet hätte für einen Eintrittspreis in der Höhe: freies Parken, ein Freigetränk und irgendeine Moderation oder Aktion, die erkennen lässt, dass der WDR4 irgendwie da ist.

Alles hat(te) seine Zeit! Gute Nacht, mir klingeln die Ohren. Aber: Dancing Queen ging wie geschmiert – immer noch.

Remember

These wonderful accidents happened! Zauberworte aus Barbra’s Mund.

Es ist mehr als zehn Jahre her. Gemeinsam mit einer Gesangslehrerin, selbst aktive und erfolgreiche Sängerin, studierten wie zu zweit ein klassisches Stück ein. Die Baccarole von Offenbach. Mein Part war der tiefere und während der Proben “verhaute” ich in schöner Regelmäßigkeit an der immer gleichen Stelle um eine Terz.

Im klassischen Gesang hat man es nicht so mit Improvisation.

Irgendwann, wir waren bereits in einem professionellen Tonstudio, um das „Teil“ aufzunehmen, wurde – wohl auch aus Zeitdruck und Verzweiflung über mein hartnäckiges Unvermögen – entschieden: Das lassen wir so. Dann ist es eben anders, als im Original. Und es hört sich doch irgendwie frisch an.

Na bitte.

Eigentlich verkneife ich es mir, nostalgisch zu schwelgen. Aber bei Musik ist es unmöglich, das nicht zu tun. Da ploppen sofort Erinnerungen auf.

Und heute scheint der ganze Tag unter diesem Stern zu stehen. Das YouTube Video (oben) ruft alle Emotionen auf, die ich mit Singen, vor allem mit Orchester, verbinde.

Und das Schönste und Lustigste waren immer die wundervollen Unfälle mit verpatzten Einsätzen und ungeplanten Jazzeinlagen.

Music was my first love and it will be my last. ❤️

Über den Wolken

Über den Wolken singt er, ohne Vorwarnung. Mein klarer Blick verschwimmt, so ähnlich wie das Benzin in den Pfützen, den besungenen, in denen sich die Wolken spiegeln; ich muss rechts ranfahren.

Im Flieger im März 2022.

Meine Trauer um meinen Vater ist schon irgendwie speziell. Er, der Pilot, der Flieger, Ich rede jeden Tag mit ihm, diesem bodenständigen Pragmatiker, Worterfinder mit Freiheits- und Eigensinn.

Im Tod, oder ist es in dieser anderen Existenz, was weiß denn ich, nix, gar nichts, bin ich ihm nah. Näher als im Leben!

Und in Momenten wie jetzt, wo ich vor lauter Tränen kaum die passenden Tasten treffe, geschweige denn die Post weiter zustellen kann, da ist der Schmerz groß. Auch der, der Sehnsucht nach einem Vater.

Schon schön mein Spiegelbild im Rückspiegel, so mit den schwarzen Tränen und den verquollenen Augen. Vonwegen wasserfester Mascara. Pff.

Inzwischen hat Jennifer Rush Monsieur Mey abgelöst und trällert was von Power of Love, und dass sie die Lady und er ihr Mann ist.

Prima. Good luck guys, ich bringe mal die Post in die Nummer 47. Mit Power and Love, versteht sich.

Zur guten Nacht

Ganz zart und sanft,
im Wesen still,
nur Spüren, Worte
fast zu viel,
ein Summen,
Feenflügel Spiel,
das was mein Herz
dir sagen will,
das trägt der Wind,
im Schutz der Nacht,
Geheimnis träumt,
ich liege wach,
zu dir.
Zu Dir?
(c)

Cover Projekt

Heute beim « Postschleppen » entdeckt, vom Schnee befreit & Klick.

Einer meiner Lieblingssongs und sie, Duffy, unnachahmlich und das ist gut so und auch nicht mein Ansinnen.

Songs zu covern empfinde ich als sehr viel anspruchsvoller, als eigene Melodien zu trällern. Doch was soll’s, entblöde ich mich an dieser Stelle nicht zum ersten Mal und stelle die erste Phase meines Cover Projektes in den Blog.

Warwick Avenue, Versuch I

Es « klappert » an einigen Stellen deutlich! Oft fehlt noch die Luft, ergo ist da für Selbige noch jede Menge Richtung Oben.

Eigentlich ist es eine Mutprobe, ein Schlüpfen aus der Schale, was ich hier mache und – hey – es fühlt sich gut an; besser spät … als gar nicht.

In diesem Sinne, bis demnächst in diesem Theater 🎭

Nous tombons 😂

Damit wurde heute Früh schon das Unterbewusstsein gekitzelt – nehme ich an.

Wir fallen Geboren aus derselben Wolke Nah beieinander Ganz nahUnd doch getrennt Paralleler FallDoch dann Zwei Spuren am Fenster Finden …

Fallende Tropfen /erste Gedanken zu einem Gedicht
Nous tombons 🤣

Nix außer Flausen im Kopf! Ich habe es wirklich versucht! Ehrlich! Es sollte ein seriöser, tiefgründiger Chansons werden.

Also googelte ich erstmal Chanson. Das änderte meine Herangehensweise. Gainsbourg & Birkin tauchten neben Brel und Aznavour auf. Echt. Für mich überraschend und gleichzeitig von einem Reiz, dem ich nicht, gar nicht, unter keinen Umständen widerstehen konnte.

Also: Martins Gedichtentwurf im Kontext rudimentärer Französischkenntnisse unter Berücksichtigung überproportionaler Lust auf Alberei.

Ich sag es mal in meiner Sprache: Voilà 😂

Joke vor neun

Für Rudi

Steht hier rum und passt zum Reim, rudimentär jedenfalls.
Um‘s Wort nie verlegen,
ein Funkeln im Auge, der Rudi,
weiß viel, von Tablette bis Lauge.
Käfer, Gräser, Blumen und Strauch,
na klar, kennt der Rudi sie aussm
Bauch.

Er spielt Ukulele und singt gar im
Chor, durchwandert die Berge, die
Täler, das Moor.
Und dichten kann der Rudi, famos.
Von allem ein bisschen, schön breit
und viel los, das ist Rudis Blick
auf die Weiten der Welt.

Sein Name ist Rudi, ein Mann,
klar binär, der
Rudi, nicht ratlos, nein, Rudi Mentär.

😉

(c)

I fly to you

Der zweite kreative Streich. Der nächste findet dann gleich in der Küche statt 😉

I fly to you (my Darling).
Wait for me a little while.
No longer than eternity.
No longer than a smile.

I fly to you to stay.
Til winds carries me on.
Maybe a century.
Til our love is gone.

Between stay and go.
Between jam and flow.
The between in me.

I fly.
For eternity.

(c)

Zeit läuft

Wir fallen Geboren aus derselben Wolke Nah beieinander Ganz nahUnd doch getrennt Paralleler FallDoch dann Zwei Spuren am Fenster Finden …

Fallende Tropfen /erste Gedanken zu einem Gedicht

Martins erste Gedanken zu einem Gedicht haben mich quasi in kreative Wallung gebracht und zu meiner ersten Life Perfomance geführt- als Warm up 😂. Eigentlich soll ´ n Song draus werden – oder so.

Zeit läuft

Mein Spielzimmer ist nun um eine chaotische Zutat reicher: Farbklekse dort, wo sie – angeblich – nicht hingehören.

Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich.

Puzzleteile

Wenn ich in London bin, dann habe ich das Gefühl, genau dort zuhause zu sein, wirklich zuhause. Wie ein kleines Teil in einem großen Puzzle, das seinen Platz gefunden hat.

Vor ein paar Tagen sah ich mir eine Sendung an, in der Menschen sieben Songs erinnern, mit denen sie sich besonders verbunden fühlen. Frank Schätzing sagte in diesem Zusammenhang den Eingangssatz Wie ein Teil in einem großen Puzzle, das seinen Platz gefunden hat.

Ich bestelle Bücher, sagt mein MB, brauchst du auch Lesestoff?

Jeden Tag denke ich ans Reisen. Jeden Tag! Insbesondere denke ich an Portugal. Und als ich das Buch heute früh beim Kaffee durchblättere, überkommt es mich:

Castelo de Vide

Mir laufen die Tränen, ich weine, es schüttelt mich, der MB weiß sich nicht anders zu helfen, als einen flapsigen Spruch in die Welt zu setzen. Du hast ja keine Ahnung, schniefe ich, wie sich das anfühlt. Jedenfalls entspannter und freier als hier in diesem verspießten Ostwestfalen. Ich sag mal so, Rundumschläge an einem verfrorenen Mittwoch haben ihren ganz eigenen Charme.

Aber er hat angefangen! Manchmal bin ich fünf Jahre alt, oft, vielleicht zu oft? Mir egal – zu oft! 😉

Freier Tag, heißt, schnell mal das Haus gefeudelt und dann dem Teilzeit Künstler Zeit und Raum geben. Bis später am Tag.

Ach und übrigens: Da wo es uns berührt, kribbelt, heiß und kalt wird, lächeln und weinen lässt, da wo wir sein wollen, eintauchen, nichts lieber als das fühlen; da sind wir. Das, glaube ich, ist dann die Seele, die sich zeigt.

Und ich gehe nicht davon weg. Von der Überzeugung, dass wir uns leben müssen um lebendig und echt zu sein.

… und sei es auch noch so wenig, weil das Leben oft mehr Pflicht als Kür auf die Agenda schreibt: Sternstunden machen Sinn – sogar Sternminuten. Zeit, in der wir Sterne sind und aus uns selbst leuchten, weil wir da sind, wo wir hingehören und das tun, was unserem Wesen entspricht.

Against all Odds

Waterfalls

Passend zum Wetter und anderen Zufällen.

Waterfalls
through time, through space.
We traveled.
Awakened from sleep,
til we met.

Water falls
into the dream.
Being as one,
the way we wanted
to be.

Waterfalls
in meadows, through fields,
we danced
hand in hand under
Waterfalls.

Waterfalls
when I was in you,
you were in me.
We found
in each other,
like
Waterfalls.

(c) ideenlese

Text in Auszügen übersetzt
mit DeepL aus Weißt du noch, 2022, (c) Dichterling

Wild Demons

Wild demons, Acryl, 40 x 60, ordentliches Gematsche am 2. Weihnachtstag 2022 by jott
Wild demons
madness, sadness
live in the darkness,
a camouflage in colors.

Feel their dancing fever,
their shimmering whispers.
Wild demons.
In you. In me.

Coming and going.
Remember the wisdom
of the wild demons and then
dance your live.

Acknowledge them.

(c) ideenlese

Heute

… in fünf Wochen … niemand von uns weiß zu sagen, was Phase sein wird an diesem Montag in der Ferne. Rosenmontag, hörte ich, soll sein.

Umso spannender, starte ich doch, diesmal mit Enja als wachsame Begleiterin, in Richtung: Köln 😉

Es hätt noch immer jut jejange.

Sollte es tatsächlich klappen, wird es meine dritte Alleinreise nach Portugal werden. Dieses Mal unter etwas anderen Bedingungen und Vorzeichen aber sicher ebenso viele Fragezeichen im Rucksack, wie bei den anderen Malen.

Es ist eben kein Urlaub und schon gar nicht pauschal! Und für mich ist es immer noch ein Abenteuer; wenn auch unter kalkulierbaren Bedingungen. Schließlich bewege ich mich auf asphaltierten Straßen und nicht offroad in irgendwelchen Wüsteneien.

Gestern erfuhr ich – mal wieder, roter Lebensfaden – welche empörte Aufregung und solide Basis für Lästereien ich Menschen biete, aufgrund der Tatsache, dass ich tue, was ich tue.

Ja ich gebe zu, dass mich das verletzt. Ich bin schließlich nicht aus Stein, im Gegenteil, körperliche Erscheinung korreliert null mit Wesen. Es verletzt mich, wenn andere hinter meinem Rücken Gerüchte und Unterstellungen verbreiten.

Lass sie reden, tröstet mein MB. Mir ist das komplett egal.

Dem rebellischen Teil in mir ist es auch egal. Doch da ist ein Teil, der mehr Raum einnimmt.Und der das „Exotendasein“, diese kraftzehrende Autonomie bereit ist aufzugeben, zugunsten einer Verschmelzung mit Allem.

Entsprechend dünnhäutig war meine Nacht und auch der Start in diesen Montag, der erste im Countdown von sechs auf eins.

Wenn ich wie du wäre, wäre ich doch lieber wie ich!

Manchmal will ich einfach nur weg aus der Enge menschlicher Dummheit; meine eigene eingeschlossen. Selbstverständnis Leben und leben lassen.

Freiheit ist es. Freiheit ist mein wichtigster Wert. Noch vor Liebe!

Gute Nacht

Nacht und Nebel hüllen ein,
Schrittes Ton,
verhalten, dunkel ist es,
und Gestalten, gleiten
schweigend neben mich,
dunstige Gewalten,
flüstern, geh, wir tragen
dich, leicht wirst du,
gehalten.

Also geh ich in die Nacht,
nehme Gutes mit,
folgenlos ist nun mein
Schritt, Stille im Gedanken,
löse mich und werde eins
mit dem schwarzen Kleid,
weine nicht mehr, bin bereit,
Nacht ist meine Zeit.

(c) ideenlese

Spiegel

Foto: privat, Portugal 2022
Ich sehe in den Spiegel,
er spricht.
Meinst du mich? frage ich.
Erinnere dich, sagt der Spiegel,
im Blick zurück,
zeig ich dich, verzerrt, warst
du einst, sprachst von Freiheit
im Geist und im Sein,
und hast dich gezwungen,
ganz du zu sein, doch warst
es nicht, nur gefangen im
Scheffel, verrußtes Gesicht.

Und heute? frage ich,
was sehe ich?
Dein Spiegelbild, das aber
deins nicht mehr ist, sondern
Sog dir, Verlangen, Schimäre,
Schatten, kein Licht.
Ich sehe in den Spiegel
und sehe nicht mich?
Nur ein Bild, ein vergang’nes,
es ist nicht, es war,
erkenne, wer du bist,
und werde gewahr, was Zwang
und was falsche Freiheit ist.

(c) ideenlese

Confusion Jazzy

Ach und dann ist da noch…

… die Hochsensibilität, oft und gerne verwechselt mit Überempfindlichkeit und in nahe Verwandtschaft zur kleinen Egozentrik gesetzt, was nicht stimmig ist, hier und heute aber nur angerissen sei, weil, führt zu weit und tief und breit.

Käsekuchen – passt immer dann, wenn es nicht ganz so rund und das Herz überläuft – finde ich. Jedenfalls backe ich ihn nur dann!

Kryptisch? Ach naja. Es ist wie es ist, sagt die Resilienz und haut in die Tasten, leben und leben lassen, und das was übrig bleibt weder zu persönlich noch zu ernst nehmen um, wenn es zu toxisch wird, den Rücken zuzukehren. Den Dingen und Menschen!

Verharren macht nur in akuten Notsituationen Sinn. Dann ist wieder Bewegung angesagt.

Heartwind heißt der Song; Herzwind; genau. Manchmal steht das Herz ganz schön nackt im Wind…verharrt, eine Weile….und irgendwann hüpft es davon.

Spielen

… und dann setzte er sich auf das Motorrad, sie hinten drauf, winkten und düsten ab.

Das ist der Schlussatz einer Geschichte, die gestern in nachbarschaftlicher Runde bei leckerem Essen erzählt wurde.

Idee von Frühling

Ein älteres Paar trifft auf ein anderes altes Paar, alle Wohnmobilreisende, man tauscht sich aus, wähnt sich im selben Alter, denkt laut darüber nach, dies und das einzustellen, aus Altersgründen, geht von der Zustimmung des Gegenübers aus und dann…

lächelte er und antwortete auf meine Frage, wie alt er denn sei: Ich bin gerade 90 geworden und meine Freundin hier ist 88.

Mich faszinieren solche Geschichten sehr. Und die Einstellung zum Leben von Menschen, die sich keine großen Gedanken um ihr numerisches Alter machen.

Einfach machen! Auch wenn es manchmal alles andere als einfach, geschweige denn angepasst ist.

So lag ich also heute Morgen in meinem Bett, Schmerzen seit drei Tagen und drei Nächten im ganzen Körper, ich kenne das, es hört irgendwann auf, und ich schrieb ein Gedicht.

Nati erinnerte es an einen Spruch aus dem Poesiealbum, Dichterling schrieb mir es sei süß und Bea fand es einfach schön.

Ich bin mir sicher, dass ich nicht mehr am Leben wäre, verfügte ich nicht über eine unverwüstliche fast immerwährende Kindlichkeit in mir, die mich spielen, ja auch so manches überspielen lässt.

Und so startete ich in diesen Tag.

Warum ich darüber so offenherzig schreibe? Weil ich ermuntern und aufmuntern möchte.

Weil wir am Leben sind, solange wir leben und es keine Rolle spielt, ob wir 1930, 1970 oder 2000 auf diese Welt kamen. Wichtig ist, dass wir zumindest in Teilen das tun können, was wir lieben, was uns spielen lässt – alterslos.

Und so spiele ich und öffne mich auch auf die Gefahr hin, dass ich mir die Knie aufschürfe und das kleine Herz gleich mit.

Wichtig

(c) Clarissa Hagenmeyer
Durch die Blume einerseits,
Schmuck und Schokolade,
drückt so mancher gerne aus,
was ich dir hier sage.

Nicht, weil es Routine wäre
oder in der Pflicht mich sähe,
auch der Sonntag und sein Ruhen
haben nichts damit zu tun.

Kurze Rede, langer Sinn,
komm ich auf den Punkt nun hin,
dir, du weißt schon, zu bedeuten,
schon die Glocken können’s läuten,

Dass du für mich wichtig bist,
und es eine Freude ist, dich,
in deinem ganzen Wesen, wie ein
gutes Buch zu lesen.

Eule überbringt zum Schluss
dir nun diesen feinen Gruß,
bleib und werde, das ist wichtig,
erst danach kommt falsch und richtig.

(c) ideenlese

Perfekt unperfekt

Sodele. Wie immer ist alles ganz anders geworden, als ich mir das vorgestellt habe.

Begonnen als schwermütige Ballade, folgend der Versuch, aus meiner Stimme sowas wie eine independently Punkrockerin herauszuholen, was zwar sehr lustig aber null authentisch war, ist also ein Stück entstanden, das wunderbar in jeden Fahrstuhl, Supermarkt nach 20 Uhr oder Zahnarztstuhl passt.

Der lange Weg zum Songtext…

Schnarchend langweilig. Scheint einen Anteil meiner Persönlichkeit auszumachen, jedenfalls der sängerischen.

Hat jedenfalls Spaß gemacht und bei der Wetterlage war es eine der besseren Alternativen, ein bisschen zu spielen anstatt – genau, siehe oben,- sich schnarchend zu langweilen.

Nur ein bisschen proudly und dennoch present zu Eine Art Soul

My Songs, komponiert, den Trompetenpart mit Piano eingespielt, selbst gesungen, gemastert mit GarageBand. Gutes Entspannen & gechillten Sonntag.

Greetings from Christine with love ❤️ and smartphone 😉

Eine Art Soul

Kann sein, es wird ein Lied daraus. Dann, später am Tag, wenn die Stimme mit der Stimmung d’accord ist.

Morgenlicht in Werther, 14/1/23. Blick über den Rand einer roten Kaffeetasse.
Ich hörte all diese Songs,
doch fand nicht,
was sie in mir suchten.

Ich wusste nicht,
beschwor die Ahnung,
überhörte die Stimme.

Dann, eines Tages, las ich.
Deine Texte, hörte deine Lieder,
wie tausendmal zuvor.

Sah, wie du bist,
so ganz anders, als ich dachte,
dass jemand wie du sein sollte.

Vorher hörte ich all diese Songs.
Jetzt finden sie,
was sie in mir suchen.

(c) Christine Jendrike

Old & Grey

Die schönste Form der Entblödung ist immer noch die der heiligen Dreipeinlichkeit. Wie es zu solchen Douces affres du dérapage musical, süßen Affairen musischer Entgleisung, kommt? (Keine Ahnung, ob die ÜbersetzerApp ihren Job gemacht hat, mir war so nach französisch)

Ich glaube, wenn man an einem bestimmten Punkt im Leben angekommen ist, braucht man vor allem eins: Einen soliden Weichzeichner für alles, was viel zu lange viel zu hart war.

Zugegeben, es gibt Ausnahmen, da ist Härte der Weichheit vorzuziehen. Aber was wäre Sinnliches ohne Humor (besonders im Zustand von Old & Grey).

Kurz: überraschend ein freier Tag, inspiriert von Freude darüber, Spaß am Spielen, dem gestrigen Abend und Last Not least von der lieben Nati und Ihrem pointierten „Einen Sch…muss ich“

Here we go:

Old & Grey by Christine feat. Ideenlese, 2023
Old
I’m old and grey,
so old and grey,
but my feelings,
my feelings are seventeen.

So let me explain,
I just want (you) to say,
if you fool me, you’re out
of my frame.

Because
I’m old and wise,
I’m proud and advise
you
Be honest,
if you want me to stay.

I’m old and I’m grey,
so old and so grey, hey,
but my feelings, my feelings
are seventeen.

I don’t want to cry,
I don’t want to die,
at all,
and Love is an eternal
call.

(c) Christine Jendrike, 2023
& Grey

Ach nichts!

Foto Dichterling mit freundlicher Genehmigung.
Mucksmäuschenstill versteck ich mich
in einer alten Truhe,
hier finde ich, ganz überrascht,
die alten, roten Schuhe, von damals, das wie gestern flirrt, mich einnimmt, mich berührt, und schließlich, Bowie singt dazu, ganz hemmungslos verführt.

Mucksmäuschenstill klingt es in mir,
das schillernde Let’s dance,
und Take a Chance, on you and me,
sailing across the sea, so schwelge ich und sehne mich nach dem, was so nicht war. Und du fragst in die Stille rein, Hallo? Bist du noch da?

Ich sage nichts, bleib wo ich bin, in meiner alten Truhe, wie ein Gespenst, verstaubt, uralt, hier hab ich meine Ruhe.

(c)

Geküsst

Dieses Kärtchen ist mit beim heutigen Aufräumen in die Hände gefallen.

Es gehört in ein Fragenset mit dem verführerischen Titel Wenn Fragen wie Küsse schmecken 💋

Und da der Stift, mit dem man auf dem Handydisplay zeichnen und schreiben kann auch wieder einmal aufgetaucht ist, entstand noch ein kleines Blümchen.

Vielleicht fühlt sich jemand von euch besonders von der Frage angesprochen und findet sogar eine Antwort.

Sollten noch mehrere davon auftauchen, wird ne Selbsthilfe Serie daraus, schätze ich.

🌼

Hilfreich bei Migräne

Seit meinem zehnten Lebensjahr habe ich regelmäßig Migräne in unterschiedlichen Erscheinungsformen. Entsprechend « fit » und interessiert bin ich, was den Stand der Forschung angeht.

Vermutlich gibt es einige unter euch, die ebenfalls unter Migräne leiden und deshalb verlinke ich einen m E hilfreichen Blog zum Thema Migräne .

CdV, Burg, März 2022

Ein Sonntag im Januar

Making of. 😝☺️😂
Da ist ein Fleck,
blau,
helle Nuance.
Und dort!
Wolke bricht,
gibt Sonne ne
Chance.

Der Blick fliegt
gen Himmel,
kurz lebe ich auf,
atme tief,
atme ein,
atme Traurigkeit
aus.

Da, sieh, eine Knospe!
Noch zart,
fest, verschlossen.
Da drüben,
im Eck, verzagt,
nicht gegossen,
ein Kaktus.
Der schrumpelt,
seit Tag und seit Jahr.

Wie ich?

An diesem Sonntag
im Januar.

(c) Christine Jendrike,
2023

Sunday in Rain

Sonntag. Es geht bergauf. Es ist schon heller, sagt mein MB mit einer kurzen Umarmung, bald hast du es geschafft. Wann fährst du nach Portugal?

Sonntag. In 42 Tagen fahre ich nach Portugal. Und am liebsten würde ich bis Oktober dort bleiben, rumreisen, Lieder schreiben, Gedichte, ein neues Buch, Gitarre lernen, malen und zeichnen. Meine Künstlerseele ist nicht mehr zu halten; sie stand zu lange im Regal, verstaubt.

Sonntag. Körperlich geht’s besser, psychisch so lala; Apropos Lalala. Noch dreimal schlafen bis zur Bielefelder Songnacht.

Sonntag. Spielen, Ruhen, Malen, Heilen und Lächeln. Alles halb so wild.

Hängepartie

Der Januar ist mein schwierigster Monat. Schlaglöcher wie Tannenspitzen, all überall, und die Psyche stürzt sich todesmutig rein und lässt kein einziges aus.

Logos und Physis ziehen nach! Mindestens grippaler Infekt, mindestens erhöhte Temperatur, alles, was schlapp abhängen kann, tut es. Ach, das Leben ist doch echt scheiße, ergo schlage ich die Zeitung auf, ignoriere wie üblich den ganzen weltpolitischen Kram, um mich den wesentlichen Teilen zu widmen: Kinderseite, Veranstaltungen und Reisen.

Endlich!, jubiliere ich, endlich steht mal wieder was Vernünftiges in der Zeitung. Die fieberigen Bäckchen werden noch röter. Wer kennt es nicht, rot, röter am rötesten, mein Herz macht Sprünge und Lebensgeister besiedeln meinen Solar Plexus:

Haller Kreisblatt, 7. Januar 2023

Margot Flügel – Anhalt, inzwischen knapp 70, beweist, wie viel auch in späten Lebensjahren möglich ist, wenn man sich selbst vertraut.

Die Frau ist allein nach Pakistan gefahren! Toll! Ich bin ganz aus dem Häuschen.

Die Sozialpädagogin war zeit ihres Lebens eine Reisende. „Ich mache etwas, das ich machen möchte.“

Später sehe ich mir einen Ausschnitt eines Interviews mit ihr an. Portugal! Früher ist sie nur bis Portugal gereist.

Diese Frau kam heute genau richtig, um mich aufzuheitern, um mich zu erinnern, dass auch ich eine Reisende bin. In dreiundvierzig Tagen breche ich wieder auf. Es werden nicht 83 Tage und keine 22.000 Kilometer werden, sondern nur jeweils knapp ein Drittel.

Aber ich bin ja auch noch jung genug, für viele Tausend Kilometer. Kaffeekränzchen kann warten! Und dieser Januar mit seinen Längen, geht irgendwann auch zu Ende. Wie alles irgendwie, irgendwann.

Connection in Wounds

„Connection in Wounds”, 2/23

Und dann war ich emotional und mir kamen die Tränen. Ich konnte mich gerade noch so beherrschen, erzählt sie mir und mir fällt nichts besseres ein als zu fragen, warum beherrschen? Emotion birgt die Chance des sich Erkennens.

Wir sind unterschiedlich. Sehr sogar. Jeder von uns ist ein Unikat. Das ist gut so und im Idealfall bereichernd.

Wären da nicht die vielen Päckchen und Lasten und Ängste und Verletzungen, die wir mit uns herumschleppen; je länger je lieber?

Wir alle haben sie. Und sie verbinden uns miteinander. Wenn wir Glück haben, dann treffen wir Menschen, die ihre Wunden kennen und sie uns zeigen.

Wenn wir reif sind und ein bisschen mutig, dann zeigen wir diesen Menschen unsere Wunden, teilen den Schmerz, üben uns in Verstehen und lernen und lassen die Angst vor neuen Verletzungen Angst sein. Nichts bleibt für immer.

Im besten Fall lernen wir sie kennen: die Liebe, die sich einstellt in ihrer reinen Art, in ihrer freundschaftlichen Natur, die den anderen sein lassen kann wie er nun mal ist. Die vertraut und Zutrauen hat, die sich nicht verausgabt, sondern fließt.

Leicht? Nein. Das ist nicht leicht. Leichtes fliegt ganz gerne dahin und dorthin, wie ein Schmetterling von einer Blüte zur nächsten. Das ist wundervoll! Geht aber nur, weil die Blüten Wurzeln haben.

Das Bild sollte ganz anders werden. *

*… und es wird anders 😉

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch.

Soulman Woman

Soulmanwoman, 1/23
Still ist es an diesem Ort,
der in meinem Mir und deinem Dir,
das Wir nur ahnt,
mit jedem neuen Kreisen,
das anhebt, es zu
erkennen glaubt, doch zweifelt,
mehr als tausend und ein Jahr.

Still, sei ganz still in deiner
Zeit, in deinem Raum, der uns doch
vereint, wie immer, still die
Nüchternheit des Rausches, und
doch betörend klar das Wissen,
uralt in seinem Wesen.

Still ist deine Seele, dort,
wo sie ruht im Einklang, wo sie
schwingt mit der anderen, und
Worte ihre Macht abgeben an das,
was unsagbar uns verbindet.
Soulman Woman.

Bild, Text & Musik
Christine Jendrike
(c)2023

Spürst du diese Stille?

Der Mann am Meer

Portugal
Wie Strandgut, 
mit den Wehen des Meeres,
hervor, hinein, geschwappt ins Leben,
liegt er, noch nackt, bloß,
bar jeden
Schutzes da, im Sand,
der ewig schon,
vom Wind bewegt, mal hier, mal dort,
zur Wüste, sich zur Düne hebt,
und birgt in
seinem männlich Schoß,
ihn, der er einst ein Junges ward,
im Licht der Sonne nun ersteht,
zum Mann, sich stellt dem Meer,
dem Tosen wie der Stillen Ebbe,
sicheren
Blickes hin, zum Horizont,
der weiter wird mit jedem tiefen
Ein und Aus, des Atems Fluss,
an dessen Mündung er sich gab, dem
Meere zu.
Der Mann am Meer,
der aus sich selbst
sich nähren kann und fühlen
und seines Herzens Weges Kreuzung
wägt im Dämmern, sich erinnern,
lauschen und erkennen.
Der Mann am Meer.

(c) ideenlese

Schlaflied*

Langeoog Strand, 2020
Abends wenn ich schlafen geh, Humperdinck, Abendsegen (Original) als Inspiration für « Schlaflied » Ideenlese

Unverbesserliches Spielkind! 😉 Was du heute könntest besorgen, das verschiebe ruhig auf Morgen- Arbeit zB. * Überschrift und Inhalt sind meinem schrägen Humor und meinem Spieltrieb zuzuschreiben.

Wer Schlaf sucht oder vermisst, dem hilft vielleicht dieser Podcast https://einschlafen-podcast.de. Mir hat er in schweren und schlaflosen Zeiten jedenfalls geholfen, runterzukommen und einzuschlafen.

Falls jemand mag – man tau!

Stabat Mater

Kirchentor Castelo de Vide, Ostportugal/Alentejo, Sommer 2022

Vor einigen Jahren sang ich das Stabat Mater von Pergolesi mit einer damaligen Chorkollegin im Duett. Da ich heute Vormittag keine zweite Sängerin finden konnte, hab ich das selbst gemacht. Alles muss man …. na ihr kennt das. (Scherz)

Dieses Stück hat mich damals tief berührt. Der Schmerz einer Frau und Mutter.

Nun neige ich dazu, in fast allem das Heitere zu suchen, so lange, bis ich es finde! Und ich mixe gerne meine musikalischen Wurzeln, die in der geistlichen Musik liegen, mit meiner Vorliebe für elektronische Musik.

Der Rest ist Geschichte oder wie sagt man? Hier also meine Interpretation. Komposition mit GarageBand, gesungen by myself.

Fingerzeig

Ach, wäre Zeit doch eine Brücke nurEin Weg nicht bloß mit einer SpurIch ging zurück, ich fing dich aufUnd trüg‘ dich über’n Drüberlauf Wäre Denken, …

Fingerzeig

Freundlicherweise hat Dichterling etliche seiner Werke mit meinen verlinkt. Leider führen einige ins “Leere”, da Ideenlese von mir nach mehr als 15 Jahren gelöscht wurde und erst kürzlich neu an den Start ging.

Also alles neu, fast alles auf Anfang, manches ist weg, einiges zu rekonstruieren.

Musik: Ralf- Peter Nungäßer ; Videogestaltung; Christine Jendrike, 2022

Silvester

Möge es ein lichtvolles Jahr für dich werden, schreibt Nati. Und ich freue mich, beginne, das Adventsgesteck zu zerpflücken, bis nur noch Holzkästchen und Kerzen übrig bleiben.

Aus alt mach neu, kombiniere wild und wenn’s gut läuft, pack ne Botschaft rein!

Vivienne Westwood hat den Abflug gemacht. Der Punk in mir legt los. Ich stand auf sie. Also raus in den Garten. Atmen! Barfuß und in alten, abenteuerlich kombinierten Pipi Langstrumpf Klamotten krieche ich durchs Gestrüpp, hebe Moos aus der Erde, breche Äste und lege los.

Berührt, verliebt, voll mit Liebe und Dankbarkeit – trotz allem – gerade weil es so ist wie es ist.

Aus dem was da ist das Schönste machen; auch wenn es vielleicht gar nicht zusammen passt. Dann kommt die Liebe: zum Leben, zum Gestalten, zum Spielen, schwupp: alles neu.

Danke Nati!

Danke

Vielleicht war es gar nicht so schlecht, dieses 2022. Vielleicht, wenn wir viel später drauf schauen, werden wir sagen, dass früher alles besser war, damals, in den 20ern. Was weiß denn ich? Nix.

Was ich weiß ist, dass es toll ist, dass es euch gibt! Jeder von euch macht diese Welt ein kleines bisschen bunter, netter, fantasievoller, sensibler, klüger und heller.

Thank you. Idee & Klavier: Christine Jendrike; Arrangement & Bearbeitung Stefan Kraus

Dafür bin ich dankbar. Danke euch!

Guten Rutsch & auf ein Neues!

Songwriting for dummies

Und dann kommt es eben doch anders als man denkt und ich aus dem Lachen nicht mehr raus. Was für ein Spaß!

Ein erstes Miniergebnis meines dilettantischen Unterfangens: gewidmet zwei Männern, genau genommen drei Männern.

Peter, Paul & Stefan!

Den Erstgenannten wird es weder erreichen noch interessieren, der Zweitgenannte wird schmunzeln und sowas wie na siehste! sagen und du, lieber Stefan, wirst dich hoffentlich genauso über diese noch unvollkommene Interpretation von Kinderliebe amüsieren wie ich es tue.

🤓
Setting

Songwriter’s Friday

Kann es sein, dass die Dinge, die ihre Schönheit hinter schlichter Zurückhaltung verbergen, vor allem über Komplexität und Präzision verfügen?

Gerade las ich bei Sandra auf Denkzeiten einen Text über das tiefe Graben, die Herausforderung der Beharrlichkeit, auch als Ergänzung, Pendant zum oberflächlichen Stöbern und Suchen.

Wie ein Schmetterling, der von Blüte zu Blüte fliegt und doch zutiefst geerdet ist.

Und dann war da heute Morgen Taqaseem, die sprechende Seele, der tragende Ton, ein beständiges, ruhiges Mantra das dem Dialog Raum zur Entfaltung und Resonanz gleichermaßen bietet; Schutz in und vor der Verletzlichkeit.

Was für ein Start in diesen Freitag! Inspiration als Geschenk, das ich unverzüglich auspacke. Denn heute ist mein Songwriter’s Friday.

Kladde Songbook.

Ich möchte was im Stile der 70er machen, sage ich zu meinem Mitbewohner, Karen Carpenter, Carol King, Carly Simon …Joni Mitchell, ach klar, Joan Baez …

Ach? kurzer Blick heraus aus den spärlichen Zeilen der Gazette und dann, verzögert, das hörte sich gestern aber nicht danach an; das war ziemlich elektronisch.

Tja, viva la kreative Launigkeit; da flattert er in Richtung Piano, dieser erdverbundene Schmetterling und trällert Debby Boone.

See you soon, hear you soon and until then you light up my life, or, maybe, the sun or the moon, play you, play me, a long fellow serenade and kissing in the back row of the movies.

Rap

Diese Welt ist ein besserer Ort für mich.
Weil du, genau du, gerade jetzt hier bist.

Ohne dich wäre vieles nicht so wie es ist.
Also Bro dieser Rap ist besonders für dich.
Weil du echt the best of all Buddies bist.

Und das bleibst du, wenn du meinst, dass
es passt, und wenn nicht?
Bleibt ein Stückchen Schokolade,
weise Art für mich. 😉

(c) ideenlese

Gemälde

Golden Rising, Acryl, 40 x 60
Ich hab ein Bild von dir gemalt
mit vielen bunten Farben.
Jetzt hängst du mittig an der Wand,
dahinter meine Narben.

Ich hab ein Lied für dich gesungen,
mit Tönen deiner Weise.
Verklungen ist‘s im Lärmen nun,
ganz still und auch ganz leise.

Ich habe Liebe dir geschenkt,
verpackt in Wort und Taten.
Jetzt schweigst du blass und ohne Wort,
bist weit entfernt und ganz weit fort.

aus: Es ist angedichtet , 2022

Apropos Freiheit

Als ich gestern Martins Gedicht Wladimir las, gingen mir viele Gedanken durch den Kopf, auch einige dazu, dass er nicht der einzige Mensch ist, der Krieg führt, dass zu einem Krieg immer ein Gegner gehört, dass Kriege oft auch stellvertretend im Interesse Dritter geführt werden.

All diese Dinge gingen mir durch den Kopf und noch viel mehr und sie hätten mich fast davon abgehalten, mich ans Klavier zu setzen und das Gedicht zu vertonen und, was mich wirklich gefordert hat, zu singen.

Warum also habe ich es getan?

Weil es mich berührt, mir Angst macht, mich erstarren lässt; das unnütze Leid von Menschen. Ganz normale Menschen, wie du und ich!

Natürlich kann man sich die Zusammenhänge im Ganzen versuchen klarzumachen. Natürlich kann man Vergleiche ziehen mit westlichen Kriegstreibern, den USA etc.

Und dann?

Ich spreche nur für mich und für einen meiner drei wichtigsten Werte: Die Freiheit.

Die Freiheit, Gedichte zu schreiben und Lieder zu singen, die emotional berühren und frei von Angst und Enge entstehen können.

Das ist künstlerische Freiheit! Und sie ist ein hohes Gut, das ich jedenfalls hier auf meiner Seite verteidige und lebendig halte. Einschließlich aller vermeintlicher Unvollständigkeiten oder vernachlässigter Aspekte.

Wo landen wir denn, wenn wir die Poesie unter die Zensur von Sprachregeln, Inhaltsregeln und politische Korrektheit stellen?

Angst fressen Seele auf.

Und so zitiere ich meinen Dichterfreund Martin: Ich lasse mir nicht vorschreiben, was wie und worüber ich schreibe und singe.

Ein kleiner Rückblick

Es gab in der Vergangenheit kleine Projekte, die mir ganz besonders ans Herz gewachsen sind. Und die folgenden beiden hole ich immer wieder gerne hervor.

Nature Embrace ist im Zusammenhang mit Artsprießer, einer kleinen Plattform für kreative Kooperationen und meiner Verbindung zu Dichterling entstanden, vielleicht erinnern sich einige von euch noch.

Und dann ist da die überhaupt erste Vertonung eines meiner Gedichte, Kinderliebe, für die ich nach wie vor dir, lieber Stefan, sehr dankbar bin. So schön!

Last Not least:

Wladimir

Ideenlese ist kein politischer Blog. Denn ich bin es nur rudimentär. Allerdings bin ich für ein friedliches Miteinander und gegen Hass, Gier und Verachtung. Und gegen Krieg sowieso!

Das, was ich persönlich für ein gutes und gewaltfreies Zusammenleben tun kann, ist wenig aber nicht sinnlos. Hoffe ich jedenfalls.

Wir müssen uns nicht bedingungslos lieben. Respekt und die goldene Regel Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch anderen nicht zu, helfen da schon.

Martins Text hat mich gepackt. Und da ich heute frei und somit fast einen ganzen Tag dazu nutzen konnte, mich musikalisch auszutoben, kam es zu einer Allianz zwischen Text & Musik.

An dieser Stelle Dank an Martin, für die freundliche Genehmigung.

Sag, Wladimir, wie geht es dir?Ich nehme an, ganz gut.Obwohl auch dein verganges Jahr sicherlich kein gutes war,so knöcheltief im Blut. Du hast ein …

Wladimir

Uah

Das Urheberrecht hat zugeschlagen; ich habe das verwendete Video zu Stimmung nicht ordnungsgemäß und vollständig angegeben. Angeblich. Und mir eine Rüge von YouTube eingehandelt. Schade ist das. Passte so gut. Aber das ist die Crux der kostenlosen Ware im Netz und vom strengen Big Brother.

Bevor mir also die Raubritter der Abmahnanwälte die Hölle heiß machen, lasse ich die Finger von fremdem Bild- und Videomaterial, warte auf besseres Wetter und drehe meine eigenen Videos.

NEUE Version.

Meine Kompositionen sind jedenfalls mein geistiges Eigentum und dürfen hier liebend gerne gehört und runter geladen werden.

Heute habe ich den Tag hiermit verbracht:

Desperado Rave

Die Gesangsspur klappert etwas, keine Ahnung warum.

Ostportugal 2022
Still in the past.
Standing in trouble,
all alone.

Come on,
let’s rise,
rising for gold.

It’s over now,
it is gone by.

Come on,
let’s rise,
rising for gold.

Raving Desperado.

(c)

Stille Freude

Worüber grinst du? fragt mich mein MB (Mitbewohner in unserer unbetreuten Wohngruppe)

Ich freue mich, antworte ich.

Da schallt bereits das erwartete Worüber? durch Zeit und Raum.

Ich freue mich über mich. Einfach so. Weil ich mich, wenn ich in mir ruhe und still werde, voll in meinem Element fühle. Und wenn ich das bin, voll in meinem Element, dann finde ich mich richtig gut! Dann mag ich mich selber.

Schmunzeln über den Kaffeetassenrand und die Frage: Und? Was machst du heute mit dir?

Lesen, viel lesen. Klavierspielen und vielleicht noch ein Bild malen. Aber erst gehe ich ne Runde mit der Hündin an die frische Luft.

Und du? Was machst du heute?

Ich kenne die Antwort. Lesen, viel lesen und was am Rechner machen.

Wollen wir später noch ne Runde Superhirn spielen? frage ich. Okay!

Leben in einer unbetreuten, freien Wohngruppe introvertierter Nerds. Hach, ist das entspannt!

Liebe

(c) Clarissa Hagenmeyer, Happy Painting
Das Fest der Liebe. 
Ich wünsche euch, dass es länger währt als ein paar Stunden bei Kartoffelsalat und Würstchen, Raclette oder Gefüllte Paprika.

Ich wünsche euch, dass ihr lächeln könnt im Erinnern, dass ihr die Stille in euch als Kraftquelle spüren könnt.

Ich wünsche euch und uns allen Frieden, und dass wir die kleine und große Egozentrik überwinden - wenn nicht nachhaltig, dann wenigstens für die Zeit, die es braucht, den Kartoffelsalat und den ganzen Käse zu verdauen.

Und wenn schon egozentrisch dann richtig! Musik und Tanz auf dem Tisch.

Ach ja, sollte es Geschenke geben, mögen es die richtigen sein. Ein Flakon Zuhören, eine Flasche alles-halb-so-wild und ein fein verpacktes Empathiechen - nicht die schlechteste Idee.

Und wo lassen wir die Perfektion während der Feiertage? Mein Tipp: Einlegen in Kräuter und Öl. Da bekommt sie Würze und wird schön zart.

Aber, hohoho, jeder, wie er mag!
Frohes Fest! 🎄 

Der (vergessene) Engel

Gerade komme ich aus dem Konzert. Weihnachtsoratorium von Bach, schaue bei einem Absacker noch kurz in WP vorbei und entdecke Stefans Beitrag – und dann laufen sie, die Tränen.

Du siehst müde aus, erschöpft, sagt meine beste Freundin und nimmt mich gleich im Foyer in den Arm. Und dann sprudelt alles aus mir heraus, ausgerechnet aus mir, dieser introvertierten, erschöpften Frau, die sich viel zu oft selbst nicht über den Weg traut und perfekt darin ist, ihre Zartheit und Verletzlichkeit hinter Intellekt, coolen Sprüchen und Lächeln zu verstecken.

Das ist grauenvoll, sagt meine Freundin als ich ihr sachlich von dem berichte, was ich gerade erlebe. Mit Menschen! Und dann überreicht sie mir ein kleines Geschenk und sagt, guck, das ist Rosine, eine himmlische Schwester, ein Engel mit goldenem Herz, so wie du!

Du hast eine Schwester, sagt sie, und lächelt mich an; und es ist himmlisch, dass es dich gibt.

… ich möchte es glauben.

Ein wundervolles Konzert war das heute Abend. Und ein guter Anlass, einen Schlussstrich unter die Angelegenheiten und Zwischenmenschlichkeiten zu ziehen, die nur noch Unmut und Schmerz verursachen und weder mit Freundschaft geschweige denn mit Liebe zu tun haben.

Jetzt ist Schluss mit dem Blödsinn! Jetzt geht es daran, die falschen Engel zu vergessen! Ganz genau. Es reicht. Genug der Spiele und Manipulationen: in meinem Leben haben ab sofort nur noch Menschen Platz, die sich trauen, mit mir zu sein. Konsequent und zuverlässig und beständig und respektvoll und mit LIEBE.

Dem Rest sage ich Adieu. Heute. An diesem denkwürdigen Donnerstag zwei Tage vor Heilig Abend. Danke Stefan & Danke Petra! ♥️

Viele hier bei WordPress sind nun in eine Weihnachtspause gegangen und ich kann die Sau raus lassen. Hab‘ Grund dazu. Der zweite Jahrestag vorgestern…

Der vergessene Engel

Besondere Zeit

Telefonat mit Mama. Am anderen Ende eine Frau, die um ihren Mann trauert. Sechzig Jahre waren sie zusammen!

Wir haben viel gestritten, sagt sie, viel zu viel; aber jetzt reden wir miteinander, dein Vater und ich.

Ja, antworte ich, du hast deinen Mann verloren. Das ist sehr hart, das kann ich ein bisschen nachvollziehen als Frau.

Ich höre einer Frau zu, meiner Mutter, die mir klar und deutlich sagt, dass sie allein zurechtkommen will und wird; dass sie das trotz und mit ihrer Vergesslichkeit tun will.

Und plötzlich durchströmt mich die Wärme von Verbundenheit. Ich fühle mich – vielleicht zum allerersten Mal in meinem Leben – mit meiner Mutter verbunden. Ein wundervoller Moment!

Mama, sage ich, ich respektiere voll und ganz deine Entscheidung.

Wie kommen wir nur auf die Idee, uns über den Willen anderer zu stellen und zu meinem, wir wüssten es besser? Ist es aus Angst, wir könnten etwas versäumen, etwas falsch oder uns schuldig machen? Oder weil wir es nicht ertragen, das Altwerden in seiner Peinlichkeit und Unangepasstheit vor Augen zu haben?

Es ist müßig und anstrengend, Dinge aufhalten zu wollen, die nun mal der Lauf der Dinge sind. Werden, Sein, Vergehen. In allem, immerwährende. Und wir? Greifen ständig in die Speichen des Rades!

Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch anderen nicht zu. Leben und leben lassen, loslassen, die Kontrolle, den Anspruch auf Sicherheit, die Erwartung, wir müssten alles im Griff haben, um anerkannt zu sein. Von wem eigentlich?

Weißt du, sagt meine Mutter, ich bin alt; achtzig Jahre. Ich bin vergesslich. Aber das darf ich als alte Frau sein. So lange es geht will ich mich selbst versorgen. Hier sieht es ordentlich und sauber aus, ich esse und ich gehe raus. Ich will frei sein. Ich will nicht mit alten Leuten in einem Heim über Vergangenheit und Krieg sprechen.

Wenn du Hilfe brauchst, dann kümmere ich mich um einen Pflege- oder Besuchsdienst, Essen auf Rädern. Möchtest du das?

Wenn ich aufhöre, mich zu bewegen und meine Dinge zu erledigen, sagt sie, dann mache ich es nicht besser, sondern schlimmer. Solange es irgendwie geht will ich hier in meinem Zuhause bleiben.

Ich bin alt genug zum Sterben; aber vor allem bin ich alt genug, zu leben.

Wenn es mir schlecht geht, rufe ich euch an, meine Kinder.

Sie hält kurz inne: am Wahrscheinlichsten rufe ich dich an, wenn es mir schlecht geht, denn du verstehst mich, Christine.

Ich lasse, ich respektiere! Selbst dann, wenn es mir weh tut, mich verletzt, ich mich machtlos und übersehen fühle. Das ist meine Art von Liebe, so denke ich, so lebe ich, so liebe ich die Menschen, die mir wichtig sind.

So bin ich. Und ich glaube, so bin ich richtig.

Auch wenn meine Mutter sich morgen nicht mehr daran erinnert, dass wir heute telefoniert haben, ist sie eine erwachsene Frau, ein Mensch, dessen Würde gewahrt werden muss – trotz aller Diagnosen, die wir uns zumuten und meinen, ihre Erscheinungsformen behandeln, verstecken oder einbuchten zu müssen. Im Namen der Sicherheit und Fürsorge.

Absurd.

Eigentlich

Wäscheberge türmen sich,
Staub im Blick, betören mich,
eigentlich nicht wesentlich,
denn es summt mein Telefon,
dieser schmeichelhafte Ton,
wie Gesang erreicht er mich,
eigentlich sehr wesentlich.

Denn stets hocherfreut bin ich,
wenn ich seh, dass du es bist,
mir deine Gedanken zeigst,
sogar dann, wenn du still schweigst,
eigentlich so wie Musik,
die mir teuer und sehr lieb.

Eigentlich ist wesentlich,
dass du da bist, mit mir sprichst,
mir vertraust, dich offenbarst,
und Liebe mit Freundschaft paarst.
Und so stehe ich auf dich,
für dich ein auch,
eigentlich.

Ein Geschenk, bist du für mich,
und zwar ganz uneigentlich.
Ist das nicht echt
weihnachtlich?

(c) ideenlese

Dankbar bin ich dafür, dass es dich gibt! Und zwar genau so wie du bist.

Sich zueinander hingezogen zu fühlen ist einer der schönsten Zufälle im Leben. Eigentlich 😉

Es ist angedichtet

Als eBook sogar noch pünktlich zum Fest.

Vor sechs Monaten ist es erschienen, mein kleines Werk. Es fühlt sich für mich so an, als sei es schon eine Ewigkeit her, dass ich mich traute, meine Gedichte als Buch auf die Welt zu bringen.

Heute nun, auf der Suche nach einem älteren Gedicht in einem älteren Buch von mir, vor einer echten Ewigkeit erschienen, fiel es mir in die Hände “Es ist angedichtet”. Hübsch ist es, dachte ich, zeig es doch noch einmal im Blog, dachte ich.

Gedacht, getan.

Wahre Liebe

Als meine Liebe deine traf,
sie erste Blicke wagten,
und Schritte aufeinander zu,
berührten,verrückten, verzückten,
hielt die Welt den Atem an.

Als deine Liebe mit meiner spielte,
und die Haut erhitzte,
die Leidenschaft durchbrannte,
besoffen, betroffen, bekloppt,
tanzte die Welt Samba.

Als meine Liebe deine verlor,
aus dem Blick, aus dem Gespür,
standen wir bewegungslos auf der Leitung,
und weltweit fiel der Strom aus.

Als deine Liebe meine wiederfand,
behutsam, zart, bewusst,
und mehr und Rock’n’Roll Roll,
zersprangen die Ketten der Welt.

Als meine Liebe mit deiner alt wurde,
sich aneinander lehnten und Geschichten
aus ihren Tagebüchern vorlasen, erkannten wir:
Wahre Liebe fordert nicht,
sie schenkt sich, sie lässt, sie fließt.
Und die Welt lächelte und schaltete auf Flutlicht.

(c) Christine Jendrike

Firstly

Firstly

Kleine Spielerei nach Feierabend an einem sehr dunklen Tag. Mein erster digital erstellter Song, Juchuu.

Video erstellt mit Canva, die Sequenzen bei pexels erstanden und die Musik dank eines funktionierenden Notebooks, Garage Band und meinem Yamaha Digital Piano, selber gebaut.

Bisschen stolz, weil ich das jahrelang nicht mehr gemacht habe und mich freue, dass es noch klappt in meinem hohen Alter und mit Technik und so.

Weihnachtszeit, Wunderzeit.

Frohe Weihnachten

Alle Jahre wieder stellt sie sich ein, diese gewisse Erschöpfung von dem Kladderadatsch eines Jahres.

Dieses hatte es in sich – wie das davor und das davor und das davor. Ganz schön kumulative Gemengelage.

Da war doch für jeden von uns was dabei, und zwar nicht zu knapp.

https://www.bielefeld.jetzt/node/193169

Umso schöner sagen zu können: Hurra, wir leben noch, sogar in Bielefeld und „echt werthvoller“ Umgebung, die ich von fast Dänemark bis kurz vor Marokko ausgedehnt habe.

Ich glaube, damit habe ich euch alle im Sack, euch, denen ich gesunde, gesegnete, besinnliche und einfach mal schöne Weihnachtstage wünsche – von Herzen ♥️

Eigentlich sollte es ein Gedicht werden. Doch auch bei Ideenlese, also bei mir, ist irgendwie die Luft raus, nix Inspiration, stattdessen stilles Chillen & beginnender Schüttelfrost. Na toll! Also, bis die Tage, ihr Lieben!

Der innere Bullshit – Detektor

Jott
Ist dein Leben bedroht,
ganz real, höchste Not,
dann bestimmt dein Instinkt,
wird dein Handeln verlinkt.
Nichts verschieben, nicht
schweigen, sondern Engagement
zeigen.

Für die anderen Fälle,
ist vergeudet die Schnelle,
nimm Prokrastination, dir
entspannt als den Lohn,
für gelassenes Schauen und
gesundes Vertrauen.

In den stimmigen Geist,
der dir meistens beweist,
dass du richtig gelegen,
mit der Ruhe im Streben.
Lange Bänke sind nett,
mehr als Prokrustesbett.

(c) ideenlese

Prokrustes bot Reisenden ein Bett an, aber in manchen Sagen zwang er auch Wanderer, sich auf ein Bett zu legen. Wenn sie zu groß für das Bett waren, hackte er ihnen die Füße bzw. überschüssigen Gliedmaßen ab; waren sie zu klein, hämmerte und reckte er ihnen die Glieder auseinander, indem er sie auf einem Amboss streckte.

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/ProkrustesWikipedia

Unbehelligt

Darf ich Sie behelligen,
ein Kleines Licht fragt,
höflich wie es ist,
denn, mit Verlaub,
Sie wirken sehr dunkel,
ohne Licht, eben
unbehelligt.

So ist nun mal die Welt,
das Leben,
graut die Antwort,
wo Licht da viel Schatten,
oder nicht?
Ich bleibe lieber
unbehelligt.

Also, behellige mich nicht,
du Kleines Licht.
Na gut, 
dann nicht.
Zappenduster.

(c) ideenlese

Unsinn

 
Du gehst mir aus dem Sinn,
wirst leise, ganz still
verblasst dein Bild, mein Bild
von dir, wie vergilbte Fotos,
Texte, aus Vorzeiten. Vorzeichen?

Du schleichst dich aus,
verlierst die Wirkung, auch die
daneben, wirst homöopathisch;
Tropfen Zucker im Ozean der Erwartungen,
verschluckt von den Wellen der Schuld.

Warst du einst Vorwurf,
was bist du jetzt? Nachgeschmack,
bitter im Abgang?
Mag sein, vielleicht beim nächsten
Mal, kommst du mir wieder in den Sinn,
wirkst auf mich ein?
Berauschend erst und wirr,
dann wie der feine Duft von Jasmin,
wie zufällig wird Unsinn zu Sinn.


(c) Ideenlese

Sleepless as a clock

I’m dreaming,
from the one and only,
in dream the very best
is mine.
Und, hell wie Moon,
Sternzeichen Krebs,
could that the
Weihnachtsmann
nur sein.
I hope with every
happy cell,
that sleep will come,
und bitte schnell!

Zwischenergebnis einer schlaflose Vollmondnacht in der Adventszeit. Auch aus dem Entwurfsordner geangelt.





Give away

Acryl- Mini, 20 x 20, by Jott
Aus der eiskalten Hose geklimpert 🤣, damit die Finger wieder warm werden. Hat geklappt.
Give me something new, 
something old,
something blue.

Something to remember,
would be sweet and
could be tender.

Give me one more
reason, which want me
to stay.

All we have at last,
is the blues of give
away.

(c) ideenlese

Durchgefroren von der Arbeit im Freien; horizontale Ausrichtung auf Gepolstertem; rote Bäckchen, warme Söckchen, Teechen; so geht’s! Gedicht schon älter, im Entwurfsordner gefunden und befunden, dass es raus darf aus der Quarantäne.

Alles auf Anfang

I stopped crying,
about the pain, the disappointment,
The misery of the world.

I have stopped begging
for belonging, for esteem,
desire and love.

I have stopped complaining
about missed opportunities, about
being in the wrong place
at the wrong time.

I have stopped hating
myself for who I am and
the others who held up the mirror
and I held up the mirror to them.

I have begun to live.
I have begun to like,
to enjoy, to choose who or what
belongs to me.

I am beginning to let go
of the control.
I start to love. And it's
so new and different; and it's
good.

I've started and I'm
not going to stop it
and let it be.
Ich habe aufgehört zu weinen,
über den Schmerz, die Enttäuschung,
das Elend der Welt.

Ich habe aufgehört zu betteln
nach Zugehörigkeit, nach Wertschätzung,
Begehren und Liebe.

Ich habe aufgehört, mich zu beschweren
über verpasste Gelegenheiten, darüber
am falschen Ort
zur falschen Zeit zu sein.

Ich habe aufgehört, mich zu hassen
für das, was ich bin und
die anderen zu verurteilen, die mir den Spiegel vorgehalten haben
und denen ich den Spiegel vorgehalten.

Ich habe angefangen zu leben.
Ich habe angefangen zu mögen,
zu genießen, zu wählen, wer oder was
zu mir gehört.

Ich beginne loszulassen von der
Kontrolle.
Ich beginne zu lieben.
Und das ist
neu und anders;
und es ist
gut.

Ich habe angefangen
und werde nicht aufhören.

(c) ideenlese

Bloody Xmas

Bloody Xmas, Acryl, 30 x 40, by Jott, 12/22
Bloody Mary went in Bar,
asked for Cocktails,
so much far
so much good.

Mary in especially mood.
As she drunken,two or three,
she felt young and sweet and
free.

Forgot Josef, Babyboy,
felt in love with life of joy.

So let’s Xmas have to carry
all of us with Bloody Mary.

Cheer’s against the fears & war
and the stupid things,
we are
able to create
in hate.

(c) ideenlese

Winterblues

So ein schönes Gedicht vom Maddin! Gleich mal was “Gemeinsames” draus gemacht – wenn wir schon hier im trüben, kalten Ostwestfalen den Blues auf die Tannenspitzen treiben.

Tag verhangen, nebelblind,Keine Chance dem Frust!Fenster offen, frischer Wind,Sturm aus Lebenslust!*Rauhreifwiesen, Krähenschrei, kalt wehts übers …

Winterblues
Oh 🌲
Espresso, zwei Zimtsterne, auf Esstisch, vor Adventsgesteck, mit Smartphone fotografiert, mit Clips zum Comic gemacht.

Samstag

Mir fällt keine bessere Überschrift ein. Ich könnte Überschrift schreiben. Das ist neutral, macht neugierig und taugt als Oeuvre von Offenheit und Toleranz, ja, es hat geradezu ein frivoles Laissez-faire.

Ich habe keinen Schimmer, ob oben gewählte Wortorgie einen Sinn ergibt. Aber Sinn und Ekstase, die ich mir als Voraussetzung für das Durchführen einer Orgie vorzustellen versuche, stehen sich ohnehin mit gewisser Befremdlichkeit gegenüber. Obschon man sicherlich ekstatische Sinnsuche betreiben kann, könnte. Ich denke darüber nach. Später.

Wieder geklaut aussm Netz. Ich glaube es war Pinterest oder so.

Etwas auf später zu verschieben kann übrigens durchaus Sinn machen. Wie viele geplante und spontane Tötungsdelikte, Trennungen, Kriege würden in Vergessenheit geraten durch ein später? Und auch unsere Wortwahl unsere Meinungsäußerungsgeilheit und Mitteilungssucht; und diese orgiastische Ungehemmtheit beim Lustschrei nach der Anwendung des Strafrechts, weil wieder mal so ein ungehobelter Krimineller im Bus gefurzt hat. Später.

Wie entspannend!

Sachte, sachte, atmen, denken – und erst dann Geschicke lenken.

Ach, lasst es uns später tun oder lassen, wenn der Gestank verzogen ist und wir wieder frei durch Mund und Nase ruhig ein- und ausatmen können.

Welch ein Segen kann es doch sein, in dieser heiligen, stillen Zeit der Besinnung, (ironische Intarsie) unerwünschtes Verhalten zu ignorieren anstatt es strafrechtlich und mit größtmöglicher Empörung auf allen Kanälen verfolgen zu wollen.

Ach, wie satt bin ich von all dem Bullshit, der sich früher oder später als Furz im Wind entpupt. Ja mit einem p.

An diesem Samstag, dem ohne Überschrift, der hinter dem zehnten Türchen ne Tüte aus Ignoranz und Gelassenheit bereit hält, abgerundet mit feinsten Kräutern, die ich mir gechillt reinzuziehen gedenke. Später.

Putz ich – nicht

Freitag. Die zweite Tasse Kaffee. Ein freier Tag! Wie war deine Nacht, fragt mich mein wohlvertrautes Gegenüber, wissend um meine Affinität zu Sonne, Mond und Sternen, is ja Vollmond.

Copy & paste, es ist alles nur geklaut. Pigpen von den Peanuts.

Ich murmele ein alles fein, wild geträumt, schlurfe in die Küche und finde, was ich suche: einen frühen Snack in der Gestalt eines Zwiebacks. Der so schön krümelt in meine Bauchnabel. Andere Zeit, anderer Clip.

Krümel on the floor, Staubflusen, Wollmäuse, so zart und fein wie Miniaturelfchen, tanzen über Fliesen und Parkett und flöten mir mit ihren Fistelstimmchen zu, Freitag, putz uns doch, weg vom Fleck, kommen stets aus dem Versteck, in Gestalt von Hundehaar, sind wir immer für dich da.

Unsere Welt ist auf Staub gebaut, meine ganz besonders, jedenfalls kommt es mir so vor.

Mir selbst entkommen? Nein. Das möchte ich nicht! Ganz im Gegenteil: bei mir, in mir ankommen, das ist eine verlockende Idee; nicht nur an diesem Freitag, diesem putzich-nicht-Tag.

Und so schlürfe ich meinen Kaffee, atme OM ein und aus und räkele mich als kleines Biostaubkörnchen in meiner persönlichen Staubwolke. Personal Cloud at its best.

All we are is dust in the wind.

Verbindung

Tief verbunden,
unumwunden
sag ich es
grad jetzt und hier,
fühl ich
mich
seit Jahr und
Stunden,
immerzu
und stets
mit dir.

Keine Ahnung,
null Idee,
warum ich das
in dir seh,
was ich nun
mal in dir sehe,
eine Seele in
dir wähne,
die der meinen
offenbar,
bei Erschaffung
ähnlich war.

Also komm ich
zu dem Schluss,
dass es einfach
so sein muss,
wenn’s auch
gar nicht einfach
ist,
du ein Teil
von mir wohl
bist.

Mag der Intellekt
auch jammern,
die Moral wie blöde
klammern,
viel zu überwinden
sein,
ohne dich?
Bin ich allein.
Mehr fällt mir dazu
nicht ein.

(c)


Die Hütte

Es war einmal in einem Land, das man auf keiner Karte fand, da lebte einst, fernab der Mitte, eher am Rand, in einer Hütte, so wunderschön wie Morgentau, eine sehr junge, weise Frau.

Sie konnte schreiben und auch lesen,
sammelte Kräuter, band den Besen, buk Brot und war mit sich zufrieden, das wäre wohl auch so geblieben, hätte nicht morgens, früh um vier, jemand geklopft an ihrer Tür.

Ich bin vom Wege abgekommen, verzeiht, sprach er etwas beklommen, habt Ihr wohl Stärkung, etwas Wein?
Sie sah ihn an und bat ihn rein.

Man könnt’ ein Epos daraus machen,
doch wer steht schon auf lange Sachen, auf ausgeschmückte Kleinigkeiten, das sollen andere gern bestreiten.

Die Macht der Liebe stand im Raum, die beiden glaubten es erst kaum, es folgte flux der erste Kuss und folglich das, was kommen muss.

Doch dunkel zogen Schicksalswolken über die Hütte, Glück das schmollte, verloren sie doch vor der Zeit, die Liebe, nix da Mistelzweig.

Dort wo die Hütte einmal stand,
die Liebe angeblich stattfand,
da wächst das Gras über Legenden,
und dabei lassen wir‘s bewenden.

Das was da kommt und sich dann
schleicht, wovon man sagt, das es
nicht reicht, das kann nicht das sein,
was ich meine, wenn ich von
wahrer Liebe schreibe.

Doch ach, wohlan mit frohem Geist,
auch wenn die Liebe mal vergreist,
bleiben Humor und Lebenslust,
verschwinden Schmerz, Sehnsucht und
Frust.

Und spätestens zur Weihnachtszeit,
sind wir - hoho - vielleicht bereit,
den Rost vom Herzen zu polieren
und Liebe nochmal zu probieren,
dort in dem unbekannten Land,
in dem einst eine Hütte stand.

Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte.

(c) ideenlese





Alte Spiele

Du liebst sie
er liebt mich.
Ich lieb weder ihn
noch dich.

Sie liebt ihn
er sie nicht,
denn vielleicht liebt
er ja mich?

Er liebt ihn,
sie merkt’s erst später
liebt fortan dann
nur noch Peter.

Peter steht jedoch
auf Paul,
also gut.
Selbst ist die Frau!

Lieb ich mich
und du liebst dich,
Liebe für alle
unterm Strich.

(c) ideenlese

Träumchen

Von ihm 
hab ich geträumt,
nicht viel,
es war
kaum Traum,
nur Träumchen.

Ihn schmückte in
besagtem Traum
ein kleines
Tannenbäumchen.

Das stand
ganz gerade
hochgereckt,
zwei Kügelchen
als Schmuck.

Ich staunte
baff
in meinem Traum
und dachte
mir,
Ach guck.

Ein Traum ist
doch die Zeit
Advent,
verlockt
mit Naschereien.

Wie wundervoll
wird es wohl erst,
am Weihnachtsabend
sein?

Noch tief
verträumt,
Blick im Kalender,
fällt mir die Frage
ein,
wo könnte bloß
vom letzten Jahr,
geblieben
sein der Ständer?

Erstmal ne
Latte
- macchiato- mit
Schäumchen obenauf,
Milchbart verziert
ein helles Lachen,
ob hirngewund’nem
Lauf.
Was ist es doch
ein goldig Spiel,
aus Träumchen
Reim zu machen.

(c) ideenlese

A little piece of heart

Herz aus Kork. Fundstück aus Portugal, fotografiert auf weißem Untergrund, bearbeitet mit Clips, Dez. 2022

Dank an Stefan für die musikalische Vorlage. Herz geht immer; auch in Stückchen 😉

Herzstückchen 2
A little piece of heart,
remembers the great love.

A little piece of heart hurts
because it can't forget.

A little piece of heart
dreams the old dreams
beats the beat of your
promises.

This little piece of heart
tries to heal in friendship.

A little piece of heart
says goodbye and falls
in silence.

(c) ideenlese

Love is in the air

Blue Love.
Love is in the air!
Frag’ sie,
Wo kommst du denn her?

Stand schon länger
vor der Tür,
sagt sie,
sieh‘ dir an,
wie sehr ich frier?

Oh, my Love,
das ist ja blöd,
sag ich,
Du bist dennoch
spät,
aber gut, dann
komm mal rein,
lade ich die Love
just ein.

In the air,
da ist jetzt Love,
sanft und ruhig,
so gar nicht scharf.
Atme tief sie
in mich ein,
soll ja Fest der
Liebe sein.

(c) ideenlese



Leise

Leise.
Ist da etwas,
wächst da Gras,
über dies
und über das?
Hörst du was?

Ist da etwas,
klanglich Feines,
mit sich selbst,
vernehmlich
Reines?
Hörst du was?

Rieselt Schnee
auf seine Weise?
Stille Nacht
zieht leise
Kreise?
Hörst du das?

Leise geh ich,
ruhiger Blick,
Stille in mir.
Kleines Glück.
Hörst du das?

(c) ideenlese

Ungereimtes


Mach dir keinen Reim drauf,
wenn einer was zusammenreimt,
sich was zusammen braut,
dann selten ein Gedicht,
stattdessen, angedichtet,
leicht verderblich, wildwuchernd,
zum Gerücht, wabernd im Nebel
der sich nicht zu lichten gedenkt,
brodelnd auf dem offenen Herdfeuer
der Gerüchteküche.

Das halte ich für ein Gerücht,
gesagt ist gesagt, die Worte sind gefallen
wie Würfel, klagt sich an, wer sich verteidigt,
am Pranger des blinden Flecks?

Darauf kannst du zählen,
Eins und eins zusammen.
Macht zwei, nimm zwei,
und lass fünfe gerade sein,
kräht der Hahn,
es ist Mist, der bleibt,
egal ob es regnet oder schneit.

Hab acht, mit den sieben,
auf einen Streich, fett, mager,
in die Jahre gekommen,
auf kurzen Beinen unterwegs,
die Lüge, im Schlepptau die Intrige.
Führt zu Nichts.
Übermut tut manchmal richtig gut.

(c) ideenlese



Wahre Farben


Du fragst mich, welche Farben ich trage?
Sie sind verblasst, ausgewaschen von den Tränen der Welt.

Du lächelst, deine Weisheit macht mein Herz weit,
Rückkehr aus dem Schwarz der Unendlichkeit.

Das Blau des Himmels und des Meeres öffnet die Weite.

Du fragst, welche Farben ich wage?

Weiß für mein Kleid.
Rot für meine Lippen.

Küsse für dein Lächeln, Abflug ins Blau.

©ideenlese

Weilige Highnacht

Geweiht verleiht,
warum auch immer,
dem Seelenheil sie
einen Schimmer.

Ein wenig Trost,
dem, der heut‘
trauert,
die Hoffnung,
dass nicht ewig
dauert,
was Schmerzen
oder Kummer macht.

Weilige Highnacht,
Frohes Fest,
also in english,
all the best,
for you, your family
and friend,
may love stay brave
and never end.

Hier gibt’s nun
einen kleinen break,
ne schöpferische Pause,
take care, good luck,
auf Wiedersehen,
genießt des Lebens
Sause.

(c)

#onelove

Zeichnung: Klaus Stuttmann, HK, 30.11.22

Ach wie wunderbar flüssig ist doch die Zeitspanne oder sollte ich Endzeitspanne sagen, uuuaahhh, in der wir leben dürfen.

Alles ist so schön klar! Wie, ja wie was eigentlich? Glas, seit Jahrzehnten nicht geputzt? Wasser, aufgrund seiner Knappheit bestenfalls zu schlammiger, brauner Suppe versumpft?

Alles klar.

Ich blicke nicht mehr durch, schon länger nicht mehr. Weiß nicht, was ich glauben kann, wissen muss und ob meine Erfahrung und Intuition noch richtig ticken. Richtig im Sinne von einem Hauch Evidenz, klare Sicht eben, wenn auch subjektiv gefärbt. En vogue war das Farbspektrum meines persönlichen Kaleidoskops eh nie.

Angepasst dort, wo es Sinn macht. Es ist nicht immer der durchsetzungsstarke Brecher, der überlebt. Die plätschernde, kleine, sanfte Welle hat es in sich.

Und Irrungen und Wirrungen verzichten auf Exklusivität und feiern umso mehr ihre freie Wahl der Adressaten.

Spielt auch keine Rolle, denn alle rennen nur noch irgendwas hinterher und niemand atmet noch tief durch.

Kurzatmigkeit in allen Disziplinen? Der viele Rauch um nichts macht’s möglich.

Wo nicht mehr geatmet wird, dürfte das Ding mit dem klar denken wohl auch Schnee von gestern sein, nicht nur klimatisch betrachtet.

Aber aber! Nun mal nicht den Kopf in den Sand stecken und das Herz in die Hose rutschen lassen.

Jede Geschichte birgt ihre Überraschungen, nicht wahr?

Lass dich uberrrraschschen…

Wer hat’s gesagt?

Was ist Liebe überhaupt?

Ich behaupte, dass ich dies und das und jenen und jene liebe. Aber stimmt das?

Auch mir wurde schon gesagt, dass man mich liebe. Die Zweifel ob der Echtheit dieser großen Worte, gesendet und empfangen, nehmen mich gefangen und ich kann nicht anders, als in der Distanz Unterstützung zu suchen. Und in meinen Büchern.

Aber Liebe ist doch das Größte, sie ist es, die alles zusammenhält, bindet. Ist das so? Oder ist es einfach nur eine Illusion, eine hübsche Idee, Lust, Hormoncocktail, die Erinnerung an etwas oder jemanden?

Ich stehe mit ihr, dieser Unbekannten namens Liebe, seit geraumer Zeit im Disput und frage mich, ob sie die ist, für die ich sie halte oder ob ich einer Scharade, nein, nicht zum Opfer aber doch irgendwie aufgesessen bin.

Zu blind und naiv, um die Lösung des Rätsels zu entschlüsseln. Falsche Schlüsse ziehen, Blue eyed Blödie.

Naiv! Aber ich bitte dich, du bist Ende fünfzig, da muss man doch der Realität ins Auge schauen.

Muss man? Was ist denn die Realität? Ist das sowas wie Liebe?

Wir lieben niemanden. Wir lieben nur die Idee, die wir von jemandem haben. Wir lieben unser eigenes Konzept der Liebe, wir lieben uns selbst.” Fernando Pessoa

Liebe als eine egoistische Projektion. Na toll!

Wir konzipieren und verlieben uns in diese Konzeptualisierung?

Ernüchtert und nachdenklich gebe ich mich der Nacht hin; irgendwie schal und entliebt. Schade.

Luft im Ballon – Plong

Sei wie die Luft, nicht wie der Ballon. Eigentlich ist Sitzen und Atmen angesagt und sonst nichts. Eigentlich. Denn irgendwelche lustigen Geister hauchen jedes Mal skurrile Botschaften in die Kanäle meines inneren Friedens.

Du kannst mir nicht einfach nen Ballon aufblasen und nachher die Luft rauslassen.
Ich bin der Martin, ne!
Lyrics.com

Wenn der Vorgang des Blasens ein willentlicher Akt ist, geht mir durch den Kopf, und sowohl der Bläser (hier wird nicht gegendert:in) als auch der sich zum Ballon stilisiert Empfangene, im Zustand der freien Willensentscheidung, soweit ersichtlich, befindet, was spricht dann dagegen, den Dingen Lebendigkeit einzuhauchen? Und, den umgekehrten Fall, nämlich das erschlaffende Ende, bereitwillig in Kauf zu nehmen.

Noch Fragen?

Ein Ballon an sich ist ein geschlossenes, endlich dehnbares Gefäß, das, strömt zu viel Luft und oder Gas in es hinein, zum Platzen neigt. Ein unschönes und irgendwie brachiales Ende, zerfetzte Unästhetik.

Muss die Luft sich dafür zur Rechenschaft ziehen lassen, wenn’s den Ballon zerlegt?

Da fehlt doch noch ein wesentlicher Auslöser. Wie kommt denn die Luft in den Ballon? Ist es die Luft, die ihn platzen lässt oder vielmehr die ihm eigene Beschränktheit?

Sei wie die Luft, nicht wie der Ballon.

Plong! Welcome to Krytopia. 🎈

Einbruch

Es bricht der Tag
die nächtlich Sphäre,
obschon ich mich im Traum
noch wähne,
betritt der Dienstag
diese Szene und
spricht mit fremdem Dialekt:
Steh uff, zwo, drei,
Glieder jereckt.

Mal langsam, nicht so
stürmisch, Babe, sag ich,
bevor ich mich erheb,
tipp ich nen Reim,
gewidmet dir, ins Smartphone
rein, just jetzt und hier.

Das schmeichelt diesem
jungen Tag, der kommt und geht,
Kalenderrad, er lächelt
mich verschmitzt nun an
und flüstert, dass er warten
kann, bis ich das Dichten
abgeschlossen.

Dann reicht er mir die
Hände, Flossen,
ich zieh ihn zärtlich
zu mir ran,
und dann zeigt mir der
Dienstag, was er kann.

(c)

Retroschmacht

Oh du alter, weißer Mann,
des faltigen Antlitzes,
vorn und hinten und
unten und oben,
sich
kraft imaginärer
Substitution
enthoben,
auf Schwingen
heroischer Imagination,
dem Wunsch des Gleitens,
hinein,
in verschlungene
Pfade, sie freizulegen,
im Schweiße des stetigen
Auf und Ab der Machete,
die glänzende Spitze voran,
machst du, sitzend statt
schwellend, die Tagesschau
an.
Oh Mann!

(c)


Anmerkung:
Nach müde kommt albern
und darauf folgt frivol.
Im November „schmiere“ ich traditionell ab,
heißt,
ich laufe wie
unter Notstromaggregat.
Abflachung auf ganzer Linie.
Mit abnehmender Zufuhr
von Vitamin D,
stellt sich
die zunehmende Abfuhr - Häh? -
Ich stehe zu diesem Nonsens.
Was steht, macht Spaß.
Auch im Liegen.
Im Dunkeln.
Im November.
Oh jemine.


Vögeln

Groß, sehr groß, vermute ich,
war er, denn er traf ja dich,
da du so besonders bist, alles
weißt, und kennst, sein Schiss,
war bestimmt so groß wie er,
denn wo sonst kommt es wohl her,
dass dein Hirn darin versackt?
Großer Vogel, viel gekackt.

Oder war es ein ganz kleiner,
unauffällig, zarter, feiner,
der mit spitzem Pick Pick Puck,
den Verstand in Stückchen schlug,
satt und fett und oberdreist
nun in deinem Geiste kreist?

Oh ich böser böser Besen,
wie verkenne ich dein Wesen,
das so gut, so sanft, so rein,
Denk mal, Schutz, bau einen
Schrein, Kerze drauf, Beichte
gesprochen? Nope, vergiss es,
Stab gebrochen.

Darauf setz ich meine Macken,
meine Fehler meinen Schmerz,
Vogel kommt, sehr groß,
mit Herz, brütet lange, brütet
breit, alles hat halt seine
Zeit.
Säen, Ernten, Lieben, Hassen.
Von manchem Mensch
die Finger lassen.
Dann doch lieber Sterne fröbeln,
und noch viel lieber öfter …
Groß, sehr groß,
vermute ich,
ist so mancher,
tiefer Stich.

(c)

Leben

Ach Leben komm
in meinen Arm,
an meinen Brüsten
ist es warm und
weich noch obendrein.
Komm, lass uns
eng beisammen sein.

Mein Leben hör,
mein Herz es schlägt,
bist du auch manchmal
ziemlich schräg,
für dich!

Hey Leben komm
du wilde Sau
wir tun‘s in Liebe
jetzt, genau, wälzen
in Glück uns
und im Matsch.
Alles andere wäre
Quatsch.

Ach Leben, bleib,
noch für ne Weile,
und nimm dir Zeit,
bin nicht in Eile.





(c)