Über den Wolken

Über den Wolken singt er, ohne Vorwarnung. Mein klarer Blick verschwimmt, so ähnlich wie das Benzin in den Pfützen, den besungenen, in denen sich die Wolken spiegeln; ich muss rechts ranfahren.

Im Flieger im März 2022.

Meine Trauer um meinen Vater ist schon irgendwie speziell. Er, der Pilot, der Flieger, Ich rede jeden Tag mit ihm, diesem bodenständigen Pragmatiker, Worterfinder mit Freiheits- und Eigensinn.

Im Tod, oder ist es in dieser anderen Existenz, was weiß denn ich, nix, gar nichts, bin ich ihm nah. Näher als im Leben!

Und in Momenten wie jetzt, wo ich vor lauter Tränen kaum die passenden Tasten treffe, geschweige denn die Post weiter zustellen kann, da ist der Schmerz groß. Auch der, der Sehnsucht nach einem Vater.

Schon schön mein Spiegelbild im Rückspiegel, so mit den schwarzen Tränen und den verquollenen Augen. Vonwegen wasserfester Mascara. Pff.

Inzwischen hat Jennifer Rush Monsieur Mey abgelöst und trällert was von Power of Love, und dass sie die Lady und er ihr Mann ist.

Prima. Good luck guys, ich bringe mal die Post in die Nummer 47. Mit Power and Love, versteht sich.

2 Gedanken zu “Über den Wolken

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