Der Mann am Meer

Portugal
Wie Strandgut, 
mit den Wehen des Meeres,
hervor, hinein, geschwappt ins Leben,
liegt er, noch nackt, bloß,
bar jeden
Schutzes da, im Sand,
der ewig schon,
vom Wind bewegt, mal hier, mal dort,
zur Wüste, sich zur Düne hebt,
und birgt in
seinem männlich Schoß,
ihn, der er einst ein Junges ward,
im Licht der Sonne nun ersteht,
zum Mann, sich stellt dem Meer,
dem Tosen wie der Stillen Ebbe,
sicheren
Blickes hin, zum Horizont,
der weiter wird mit jedem tiefen
Ein und Aus, des Atems Fluss,
an dessen Mündung er sich gab, dem
Meere zu.
Der Mann am Meer,
der aus sich selbst
sich nähren kann und fühlen
und seines Herzens Weges Kreuzung
wägt im Dämmern, sich erinnern,
lauschen und erkennen.
Der Mann am Meer.

(c) ideenlese

2 Gedanken zu “Der Mann am Meer

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