One more night

Du kennst diesen Song von Phil Collins.
Er bittet um nur noch eine Nacht. Er ist nicht bereit, loszulassen. Er hofft darauf und glaubt daran, dass es weitergeht, dass es nicht für immer vorbei ist, dass irgendwie, irgendwo, irgendwann, ach nee, das ist Nena aber egal, Phil will, dass alles wieder gut wird.

Ich auch. Ich bin der unverbesserliche Happy End Typ.
Jedenfalls hat mich dieser melodische Opa aus 1985 gestern Abend voll erwischt mit seiner schmachtenden Attitüde, seinem sehnsuchtstriefenden Wortschmalz, das immer, immer und immer den Punkt trifft. Das ist es ja. So ein Song düst im Sauseschritt und bringt die Wahrheit der Emotionen mit.

Ich war auf dem Weg zurück zum Auto. Es regnete. Und mir war zum Heulen zumute. Irgendein Blues aus dem Stamm der Hormone sorgt in zuverlässiger Regelmäßigkeit für anschwellende Tränenflüsse.

Und ich, ganz das kleine, megaromantisch verstrahlte Menschlein lande wieder da, wo ich meistens lande, bei der Liebe und ihren bittersüßen, ach so emotionalen, ach so weltfremden, ach so verblödenden Ingredienzien. Ich kann nichts anderes, als mich im Kitsch zu suhlen.
Und wisst ihr was? Ich lasse mich einfach so. Call me Princess of romantic Kitsch. Passt schon.

Und deshalb höre ich mir jetzt noch einmal Phil und seinen Song an.

And I know it’s only words
But if you change your mind you know that I’ll be here
And maybe we both can learn
Give me just one more night, give me just one more night
Oh one more night, ‚cause I can’t wait forever

Hach. High Noon Sniffle.
















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