Labyrinth der Lückenschlüsse

Mittendrin im Labyrinth,
überzeugt,
dass man wohl spinnt,
weil, wo eben noch ein Weg,
plötzlich eine Wand nun steht.

Also umdrehen, neu justieren?
Einen anderen Weg probieren?
Und die Kurven und die Biegen,
irgendwie dann doch noch kriegen?

Bleibt man stehen, still und starr,
weil, was eben war,
uns von jetzt auf gleich entweicht,
und dem Leben nicht mehr gleicht,
das mal unser Leben war.

Mittendrin im Labyrinth,
eben noch ein kleines Kind,
Jugend wie im Flug vergangen,
als Erwachsener angefangen,
sind wir flux im Kreis der Greise.

Sind da jetzt noch Lebenslücken?
Ist noch was zum Geraderücken?
Etwas, das wir sehr vermissen?
Und anstatt der Ruhekissen,
wünschen wir uns Lückenschlüsse.

Mittendrin in Labyrinthen,
die mit Tücken und mit Finten,
uns in ihre Gänge locken,
und um ihren Ausgang zocken.

(c) ideenlese





Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s